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Stadtwerke investieren: Ein neues Wasserwerk für Gescher

4.2 Millionen Euro für Zukunfts- und Versorgungssicherheit

Gescher (fjk). In einem kurzfristig anberaumten Pressetermin präsentierten Bürgermeister Thomas Kerkhoff und der technische Leiter der Stadtwerke Gescher Joachim Alberding -in Vertretung der erkrankten Ursula Boes- ein bedeutendes Zukunftsprojekt für die Stadt Gescher. Die Glockenstadt wird ein neues Wasserwerk erhalten.

4,2 Millionen Euro wollen die Stadtwerke Gescher in die Versorgungssicherheit ihrer Bürger investieren. „Seit drei Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema,“ erläuterte der Bürgermeister. Die Frage sei letztlich gewesen, Ertüchtigung des vorhandenen Gebäudes oder Neubau? Verschiedene Gründe hätten für einen Neubau gesprochen.

So werde das neue Wasserwerk in nur  150 mtr. Entfernung von der jetzigen Stelle gebaut. Das Grundstück dort sei im Eigentum der Stadtwerke und schon zur „Amtszeit“ des damaligen Leiters Hans Beuker gekauft worden. Eine Entscheidung mit Weitblick wie sowohl Joachim Alberding als auch Bürgermeister Kerkhoff bestätigten. Weiterer Vorteil: Die Wasserversorgung werde während des Neubaus nicht eingeschränkt sein, fügt Alberding hinzu.

„Wir sind mit dem jetzigen Wasserwerk an unsere Aufbereitungsgrenzen gekommen,“ sagte der Technische Leiter der Stadtwerke. „Wir können 160 cbm pro Stunde aufbereiten, im Sommer haben wir schon mal über 3.500 cbm Tagesabgabe und erreichen damit unser Limit. Zukünftig wird man bis zu 270 cbm pro Stunde fördern und aufbereiten können. Insgesamt geben wir aktuell 1.1 Millionen cbm Wasser pro Jahr ab.“

Das neue Wasserwerk – Innenansicht. Größer? – Klick auf Bild!

Das Wasser wird aus drei Tiefbrunnen, ca. 140 mtr. gefördert und von dort in die Filteranlage gepumpt wo als erstes die Enteisenung stattfindet, danach Entmanganung und Entsäurung. Das Trinkwasser ist von hervorragender Qualität. Nitrat z. B. hat den Wert null mg/ltr.

Baubeginn soll Ende 2020 sein. Im Jahre 2022 will man das neue Wasserwerk in Betrieb nehmen. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke, bestehend aus Rats- und Innogyvertretern mit Bürgermeister Kerkhoff als Aufsichtsratsvorsitzenden, hat dem Projekt Zustimmung erteilt.

1 Kommentar zu Stadtwerke investieren: Ein neues Wasserwerk für Gescher

  1. verärgerter Bürger // 26. Februar 2020 um 16:30 //

    Nicht ganz leuchtet ein, warum der Zeitdruck plötzlich da sein soll.

    Denkt man allerdings etwas um die Ecke, dann sollte man schon überlegen, ob der Verkauf des Abwasserwerkes nicht eine Rolle dabei spielen könnte.

    Die angepeilte Investition könnte durch die Verkaufssumme locker eingespielt werden.
    Falls nicht, entsteht ein weiterer Druck auf die Kommune, das Abwasserwerk doch verkaufen „zu müssen“!

    Wasser, sehr gutes Wasser für die Bevölkerung als ein Druckmittel für einen lohnen Verkauf zu nutzen wäre aus meiner Sicht ein schmutziges Geschäft.

    An diesem Vorschlag der Verwaltung wird auch deutlich, wie das in Zukunft mit dem Abwasserwerk gehen kann- und wird.
    Die Stadt Gescher investiert in ein neues Wasserwerk, wird dabei aber von Vertretern der „Innogy“ angehalten und „mit entschieden“!

    Wenn die Stadt Gescher tatsächliche Eigentümerin sein sollte, dann erklärt sich mir nicht, was die Damen und Herren der Innogy dabei mit zu entscheiden haben.
    Gleiches wird dann in Zukunft beim Abwasserwerk passieren.

    Dritte entscheiden darüber, was gemacht -oder auch nicht gemacht- werden soll- oder muss. Die Bürger als haftende Meute muss aber bezahlen!

    Mir ist auch nicht bekannt, das die Bevölkerung explosionsartig angestiegen ist. Insofern erklärt sich mir die Presseerklärung auch nicht.
    Im Adhok getroffene Entscheidungen und dann noch durch Dritte, gehen meistens in die Hose.
    Warum hat man eigentlich vorher nichts von der Dringlichkeit eines Neubaus gehört?

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