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CDU-Mitglieder küren Karin Ostendorff zur Bürgermeisterin

Mit 98,5 % im Hotel Tenbrock zur Bürgermeisterkandidatin gewählt

Gescher (fjk). Die CDU-Findungskommission hatte gefunden und der Ortsvorstand sie einstimmig empfohlen: Mit diesen Vorschusslorbeeren ging Karin Ostendorf in die entscheidende Wahl zur Bürgermeisterkandidatin der CDU am Donnerstagabend im Hotel Tenbrock. Mit einem Traumergebnis von 98,5 % hoben die CDU-Mitglieder die Gescheranerin „auf den Schild“ zu ihrer Bürgermeisterkandidatin.

Der kleine Saal bei Tenbrock war bis auf den letzten Platz gefüllt, das Interesse an Karin Ostendorff  offensichtlich groß. Die Kandidatin zeichne sich durch eine gewinnende persönliche Art aus, verfüge über langjährige Verwaltungs- sowie Führungserfahrung und Führungskompetenz, sie sei als Mitarbeiterin des Kreises bestens im Kreishaus vernetzt und eng mit ihrer Heimat- und Geburtsstadt Gescher verbunden. So stellte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dominikus Bartusch die Kandidatin vor.

In einer Interviewrunde streifte Bartusch verschiedene aktuelle Themen. Schnell wurde deutlich Karin Ostendorff, erst jüngst der Partei beigetreten, setzt auf Kontinuität. Sei es beim Wirtschaftswegeverband, bei Straßenausbaubeiträgen, in der Gewerbepolitik usw. Sie werde die Nähe des Bürgers suchen und das Ehrenamt stärken, sagte sie.

Fast nur noch reine Formsache war der von Kreisgeschäftsführer Markus Jasper geleitete Wahlgang. Die Kandidatin Ostendorff hatte die CDU-Mitglieder offensichtlich überzeugt. 98,5 % Ja-Stimmen für Karin Ostendorf, ein bemerkenswertes Ergebnis.

Franz-Josef Kunst

meint: Das war eine beeindruckende Vorstellung der Kandidatin. Karin Ostendorff zeigte sich am Donnerstagabend bei Tenbrock „voll im Thema.“ Ihre Botschaft war auf die vor sie sitzende „Kundschaft“ abgestellt: „Alles ist gut, alles bleibt wie es ist.“ Zweifellos, ihre fachlichen Fähigkeiten sind ihr dickes Pfund und ja, sie kann Bürgermeisterin, das Handwerkszeug dazu hat sie. Was der „parteilose“ Beobachter an diesem Abend nicht sah, war Karin Osterndorff wie sie tickt, was sie denkt, welche Visionen sie hat.. hat sie überhaupt welche.. und was ist ihr ganz persönlicher Markenkern? Kann Sie auch Bürgermeisterin aller Bürger sein oder nur die ihrer Partei? Ist Umwelt- und Klimaschutz in die Freiwilligkeit der Bürger zu stellen, wirklich die Antwort auf das die Menschheit bedrohende Problem unserer Tage? Vom Wandel durch Digitalisierung und über die auseinander driftenden Entwicklungen auf dem  Campus und dem Stadtkern war nichts zu hören. Natur- und Umweltschutz kam in ihren Ausführungen  nicht vor. Keine klaren Aussagen zum Gerechtigkeitsthema Straßenausbaubeiträge, den Verkauf des Abwasserwerks will sie aber sorgfältig prüfen, was ja wohl das Mindeste sein dürfte. Der totgeschwiegene Feuerwehrneubau blieb auch bei Ostendorff totgeschwiegen.  Ab jetzt ist Wahlkampfzeit,  Zeit für den Bürger,  die Kandidatin zu fordern.

Dominikus Bartusch und Karin Ostendorf.

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