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Den Versorgungsansprüchen der Beamten stehen keine Werte gegenüber

Kerkhoff will Beamtenversorgung auf sichere Beine stellen

Gescher (fjk). Zum Ende des Haushaltsjahres 2018 betrug die Pensionsrückstellung für die Beamtinnen und Beamten im Rathaus knapp 13 Millionen Euro. So steht`s in der Bilanz. Dem stehen aber fast keine tatsächlichen Beträge bzw. Werte gegenüber. Das sei ein finanzielles Risiko für zukünftige Haushalte, weil die nötigen jährlichen Mittel aus den laufenden Einnahmen gedeckt werden müßten, so Kämmerer Christian Hübers.

Er und Bürgermeister Thomas Kerkhoff wollen das mit einem Ratsbeschluss in der nächsten Sitzung (27.05.2020) ändern. Bisher steht zur Finanzierung der Pensionsrückstellungen auf der Aktivseite der Bilanz lediglich ein Versorgungsfondsvermögen (kvw-Versorgungsfonds) von rd. 73.000 Euro, also echtes Geld,  zur Verfügung. Freiwillige Zahlungen hat die Stadt trotz sprudelnder Steuereinnahmen bisher nicht geleistet, so die Sitzungsvorlage.

Der Verwaltungsvorstand sieht als Lösungsmöglichkeit Einzahlungen in  klassische Fonds oder spezifische Versicherungslösungen, um den Versorgungsforderungen auch tatsächliche Werte gegenüber zu legen. Aktuell stecken die Gegenwerte der Versorgungsansprüche in der Infrastruktur der Stadt und seien damit nicht oder kaum verwertbar.

In der Sitzung wird ein Vertreter der Kommunalen Versorgungskasse Westfalen-Lippe zugegen sein, um Lösungsmöglichkeiten für diese Problematik, unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Situation in Gescher, zu erläutern.

Download hier komplette Sitzungsvorlage

2 Kommentare zu Den Versorgungsansprüchen der Beamten stehen keine Werte gegenüber

  1. Ein Bürger // 20. Mai 2020 um 19:14 //

    @verärgerter Bürger sie mögen ja grundsätzlich recht haben, dass das Pensionssystem der Beamten nicht das beste ist, aber da kann der Herr Kerkhoff auch nichts dran ändern. Ansonsten finde ich es gut, dass er den Ansprüche der Beamten auch echtes Geld entgegensetzen will.

  2. verärgerter Bürger // 20. Mai 2020 um 08:26 //

    „Kerkhoff will Beamtenversorgung auf sichere Beine stellen“

    Ein Beamter -in Wirklichkeit zwei- wollen Pensionen auf sichere Beine stellen.
    Das ist konkret so, als wenn ein <eingestellter< Geschäftsführer dafür sorgt, das sein Einkommen gesichert ist. Letztlich aber im Laden selbst, macht was er möchte, OHNE die zu fragen, die letztlich dafür haften.
    Die angestrebten Fonds sind es, die eine EIGENVERSORGUNG der Beamten, wie in der allgemeinen Rentenversicherung üblich, weiter aufschieben.

    Es ist ÜBERFÄLLIG, das auch Beamte sich an die Versorgung durch EIGENE BEITRÄGE beteiligen.

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