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Radikaler Heckenschnitt kann Verlust des Geleges bedeuten

Naturschützer beobachten vermehrt Verstöße gegen das Naturschutzgesetz

Gescher (pd) Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist der Heckenschnitt in Deutschland verboten. In diesem Zeitraum dürfen Hecken, Sträucher, Gehölze sowie Gebüsche und lebende Zäune nicht stark geschnitten oder gar entfernt werden. Durch das Gesetz sollen Vögel und Insekten geschützt werden. Besorgniserregend sei, dass es aktuell zu teils eklatanten Verstößen im Innen- und Außenbereich gegen das Bundesnaturschutz kommt, beklagt der Naturschutzverein Gescher-Hochmoor .

So wurde in Höhe Up de Schaar im Außenbereich erst jüngst eine Wallhecke massiv, bis in`s gewachsene Holz hinein, beschnitten. Das ist aber nur in der Zeit vom 1. Oktober bis 1. März erlaubt. Brütende Vögel sollen so geschützt werden.

„Vögel und Insekten leiden in besonderem Maße unter der intensiven Landwirtschaft. Die Biodiversivität in den Außenbereichen geht ständig zurück. Auf brütende Tierarten muss daher besondere Rücksicht genommen und ein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz kann nicht hingenommen werden,“ darauf weist der Vorsitzende des Naturschutzvereins Matthias Homann hin.


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Mehrere Spaziergänger, die den Vorgang beobachteten, brachten den Verstoß dem Ordnungsamt zur Kenntnis. Nun muss der Landwirt mit einem Bußgeldbescheid in nicht unerheblicher Höhe rechnen. Die Naturschutzbehörde in Borken will den Vorgang konsequent aufarbeiten, wie vom Kreis versichert wurde.

Durch die Kurzarbeit und andere Begleiterscheinungen der Corona-Krise, haben viele Menschen mehr Freizeit, hat der NABU Kreis Borken festgestellt. Nicht wenige widmen sich in dieser Zeit der Umgestaltung ihres Gartens. In diesem  Zusammenhang haben Mitglieder des NABU besonders  in den letzten Wochen im Kreisgebiet Borken feststellen müssen, dass in einigen Gärten regelrechte Kahlschläge erfolgt sind.

Alte Bäume und Sträucher wurden teilweise großflächig entfernt. Dabei haben die Gartenbesitzer offensichtlich nicht bedacht, dass sie diese Rodungen inmitten der Brutzeit der Singvögel durchgeführt haben. Für die brütenden Vögel ist der Verlust eines Geleges mit Eiern oder Jungvögeln kaum zu kompensieren und stellt für die Stadtfauna einen schweren Verlust dar.

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