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Max Stroetmann: Der neue EDEKA-Markt wird Gescher Kaufkraft zurückbringen

Bau- und Planungsausschuss votiert einstimmig für Nahversorgungszentrum an der Bahnhofstraße

Gescher (pd).  „Eine große Frischeabteilung, regionale Produkte, Biosortiment – wir wollen in Gescher modernen Lebensmitteleinzelhandel realisieren, wie ihn Kunden erwarten. Das wird ein Magnet für die Innenstadt“, versprach Max Stroetmann, Geschäftsführer der gleichnamigen L. Stroetmann-Unternehmensgruppe aus Münster. Am südlichen Innenstadteingang von Gescher möchte die L. Stroetmann-Gruppe einen modernen Nahversorgungsstandort mit EDEKA und ALDI errichten. Heute abend stellte Stroetmann die Pläne im Ausschuss für Bauen, Planen und Stadtentwicklung der Stadt Gescher vor.. der stimmte ohne Gegenstimme zu. 

Seit 2013 planen die Münsteraner das neue Areal in der südlichen Innenstadt. Hier soll ein moderner EDEKA-Markt mit einer Verkaufsfläche von etwa 2.700 Quadratmetern entstehen. Daneben wird auch der bereits ansässige ALDI-Markt auf einer Verkaufsflächengröße von etwa 1.250 Quadratmetern neu gebaut und zur Innenstadt geöffnet. Außerdem werden in dieser zentralen Lage Mehrfamilienhäuser mit insgesamt ungefähr 30 Wohneinheiten entstehen.

Großen Wert legt der Bauherr auf eine nachhaltige Konzeption dieses zentralen Standortes. So werden die Dachflächen der beiden Lebensmittelmärkte mit einer extensiven Dachbegrünung (über 5.000 Quadratmeter Fläche) versehen. Die GRÜNE Claudia Saalmann meldete Bedenken an. Dachbegrünung sei schon öfters versprochen , aber dann nicht gehalten worden. Max Stroetmann: „Was wir versprechen, das bauen wir auch.“

In den Märkten wird zudem auf eine konventionelle Heizungsanlage verzichtet und auf Wärmerückgewinnung aus den Kühlanlagen gesetzt. Neben den erforderlichen Pkw-Stellplätzen stehen an diesem Innenstadteingang künftig etwa 130 Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Als Architekten wurden im Rahmen eines Qualifizierungsverfahrens Peter Bastian Architekten BDA aus Münster gewonnen, die in Gescher durch die Entwicklung des Marien-Quartiers bekannt sind. „Wir schaffen ein ruhiges Ensemble, das aus zwei kubischen Baukörpern unterschiedlicher Größe und Höhe besteht“ erläutert Peter Bastian. „Beide Märkte erhalten ein großzügig verglastes Entrée, und verdeutlichen so die bewusste Öffnung der Märkte zur Innenstadt!“, so Bastian weiter.

Größer als alle bisher in Gescher vorhandenen Lebensmittler wird der neue EDEKA-Markt sein. Und damit Kunden in die Innenstadt locken oder in der Innenstadt halten. „Im Lebensmitteleinzelhandel ist in den letzten 20 Jahren enorm viel passiert. „Kaufkraft ist aus Gescher abgewandert, wir wollen sie zurückholen und neue schaffen,“ sagte Stroetmann.

„Die Menschen erwarten so ein Angebot. Wo es fehlt, weichen die Kunden aus“, erzählt der EDEKA-Chef. Die E-Center in Stadtlohn und Coesfeld hätten bereits heute viele Kunden aus Gescher. „Sie müssen sich in Gescher fragen: Wollen Sie noch mehr Kunden an die Nachbarkommunen verlieren oder wollen Sie diese Menschen zurückholen“. Daher empfiehlt Stroetmann der Politik, nachzuziehen und einen modernen Handelsmagneten möglichst direkt in die Innenstadt zu setzen. „Alle Handelsexperten sind sich einig. Zeitgemäße Lebensmittler sind die besten Frequenzbringer für die Innenstädte – fast die einzigen heutzutage“, ist Max Stroetmann überzeugt.

Das sei in Zeiten rückläufiger Frequenzen und wachsenden Online-Handels um so wichtiger. „Städte in dieser Situation sollten unbedingt einen möglichst attraktiven Lebensmittel-Magneten in möglichst zentraler Lage realisieren“, so Stroetmann. Das knapp 18.000 Quadratmeter große Gesamtareal am südlichen Innenstadteingang sei ideal.

Stroetmann weiß, dass sich viele Kommunen schwer tun mit neuen Einzelhandelsansiedlungen. Was wird aus den vorhandenen Geschäften? Leidet oder profitiert der Einzelhandel in der Innenstadt? Das sind gängige Fragen, die die Lebensmittelexperten aus Münster vor Ort oft hören. „Glauben Sie mir: Es ist wirklich keine Option, alles so zu lassen wie es ist. Oder darauf zu hoffen, dass die vorhandenen Standorte die Kunden auch künftig noch anziehen. Auf diesem Feld bedeutet Stillstand, abgehängt zu werden“, so Stroetmann.

Und wenn man sich entschließt, zeitgemäße Frequenzmagneten aus der Lebensmittelbranche anzusiedeln, müsse der Standort so zentral wie möglich sein. Sonst gibt es für die anderen Händler der Innenstadt keinen Effekt. „Zentraler geht es in dieser Größe nicht. Der Standort ist optimal für uns – aber vor allem für Gescher“, so Stroetmann.

Download hier umfangreiche Präsentation mit vielen spannenden Details

15 Kommentare zu Max Stroetmann: Der neue EDEKA-Markt wird Gescher Kaufkraft zurückbringen

  1. David // 29. Mai 2020 um 15:32 //

    @Minimanu

    Wenn Sie bei dem „aktiven Auseinandersetzen mit der eigenen Umgebung“, wie in ihrem ersten Beitrag, nur das Negative des Projekts benennen und Bedenken äußern – nein, sogar ein Schreckensszenario zeichnen („Verkehrschaos“) – dann kann man das durchaus destruktiv nennen.

    Ich freue mich jedoch, dass Sie immerhin in Ihrem zweiten Beitrag dem Projekt etwas Positives abgewinnen konnten. Warum nicht gleich so? Warum muss immer erst (nur) gemeckert werden? Es ist auch kein, so wie sie es behaupten, „vermeintliches Meckern“ und ich drehe mir auch nichts zurecht. Denn man unterstellt den Politikern, sie gäben sich der Meinung des Investors hin, man behauptet, das Bauamt bzw. die Rathaus-Mitarbeiter seien unfähig, örtliche Bauern gingen an dem Projekt zugrunde (die leiden an einem anderen strukturellem Problem), an Hochmoor würde wieder nicht gedacht, kleine Geschäfte würden leiden,…und so weiter. Das ist alles so glasklar, himmelschreiend und ausschliesslich negativ!
    Nichts spricht gegen eine konstruktive, sachliche und fundierte Kritik und das Äußern von Bedenken. Aber ein enormer Anteil der hier Schreibenden ist dazu leider nicht fähig.

  2. Robbi Tobbi // 28. Mai 2020 um 11:33 //

    Endlich gehts voran , klein denken war von Gestern ,
    und die LKW liefern meistens Morgens um „fünfe“,
    da schlafen die meisten von euch Frohnaturen noch ,
    auch die kleineren Geschäfte sollten davon profitieren ,
    da sonst sowieso viele nach Coesfeld oder Stadtlohn fahren
    oder online bestellen .
    Wacht endlich mal auf !

  3. Minimanu // 27. Mai 2020 um 20:25 //

    Hier herrscht ja eine nette Atmosphäre 😀
    Weder ist das Geschwafel oder Langeweile sondern eher aktives Auseinandersetzen mit der eigenen Umgebung. An der Stelle sind drei Ausfahrten (Ausfahrt Huesker, Pankratiusstraße, Ausfahrt Edeka) direkt nebeneinander, welche in einem Kurvenbereich münden, die von einem vorfahrtsberechtigtem Fahrradweg gekreuzt werden. Mit der jetzigen Planung wird lediglich eine schwer einsehbare Gefahrenstelle für alle Beteiligten geschaffen. Und auch wenn das viele sich hier so zurechtdrehen um über die vermeintlich meckernden Gescheraner zu meckern: Das Aufzeigen eines möglichen Verkehrsproblems ist nicht Generalkritik an einem neuen Supermarkt über den ich mich auch freue, sondern lediglich Evaluation im Rahmen eines längeren Bauprozesses. Nchts Böses, kein Gemecker, keine Langeweile!

  4. @ Bernd: „Kaufkraft wird sicher nicht steigen.“, „….. fahre eben Stadtlohn oder Coesfeld“. Den eigenen Widerspruch bemerkt? Dann fahren Sie nicht mehr dorthin. Sondern hier zu Edeka.

  5. Bernd // 27. Mai 2020 um 17:02 //

    Kaufkraft wird sicher nicht steigen. Lidl,k&k,Aldi,netto. Läden gibt es genug. Wenn ich unbedingt was von Edeka brauch kann ich nach Eismann oder ich fahre eben Stadtlohn oder Coesfeld. Gescher ist doch keine Großstadt. Brauchen wir so einen großen Markt

  6. Was für ein Gemecker hier, kaum auszuhalten. Da wird Geld investiert, und eine Fläche aufgewertet, und wie sind die Kommentare? Größtenteils kleinbürgerlich und einfältig…..
    @ Ein Gescher Bürger: Ihnen steht es selbstverständlich frei in Hochmoor so einen „Tante Emma Laden“ zu eröffnen und den einheimischen Bauern dei Produkte zu fairen Preisen abnehmen! Warum tun Sie es nicht?

  7. Hat man sich mal Gedanken gemacht wo die Bewohner der Häuser Bahnhofstraße Pankratiusstraße hin sollen , da ja Wohnungen in Gescher rar sind?!

  8. David // 27. Mai 2020 um 15:24 //

    Vielen Dank, Brigitte. Ihrem Beitrag stimme ich uneingeschränkt zu. Der Rest der Kommentatoren scheinen Menschen zu sein, die gelangweilt zuhause vor ihrem Bildschirmen hocken und etwas suchen, um ihren eigenen Frust abzuarbeiten. Glaubt ihr wirklich, dass ihr irgendwas Nützliches beitragt, außer destruktives Geschwafel?

    Rückstau wegen eines ausparkenden Lkw?? Ihr habt Sorgen! Gescher ist nicht London!

    Der einzige Wermutstropfen ist, dass das Ganze erst in ca. drei Jahren eröffnet werden soll und somit 10 Jahre Planungszeit verschlang. Dies ist aber vermutlich der Tatsache geschuldet, dass man Innenstadtnah bauen will und Gott sei Dank nicht draußen auf der grünen Wiese.

    Für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit Geschers ein zwingend notwendiges Projekt.

  9. Eine Neubürgerin // 27. Mai 2020 um 12:14 //

    ….natürlich, darf man dagegen sein….dagegen sich weiterzuentwickeln…..NUR, bleibt man dann über kurz oder lang auf der Strecke und wird unattraktiv!!…
    Ich find es es gut, die oldschool KK sind langfristig nicht mehr attraktiv….für niemanden!..zu eng…zu dunkel….auch für die Menschen, die dort arbeiten!!!…darf ja auch wohl ein bisschen Spaß machen….Finde ich!
    PS. Der Innenstadt ist am wenigsten damit geholfen, wenn ich in Coesfeld oder Stadtlohn meinen Einkauf erledige!…Also,
    Nix wie ran an die Umsetzung der Planung!

  10. Norbert Kersten // 27. Mai 2020 um 10:42 //

    @Brigitte
    eine genau richtige Stellungnahme. Bin mal gespannt, was die Leute schreiben, wenn demnächst K+K sein Einkaufszentrum auf der anderen Seite von Gescher errichtet.

  11. Brigitte // 27. Mai 2020 um 10:27 //

    Typisch Gescher: erstmal alles schlechtreden.
    @minimanu: K&K wird derzeit auch von der Bahnhofstrasse aus zum Beliefern angefahren. Auf einer echt engen Strasse. Habe aber noch nie einen Rückstau erlebt. Außerdem ist auf dem Plan ja eine weitere Zuwegung Fabrikstrasse vorgesehen
    @Ein Gescher Bürger
    Der Zug für Hochmoor ist abgefahren bzgl. Lebensmitteldiscounter.
    Tante Emma Läden sind niedlich. Aber leider kaufen die Leute doch da, wo das Sortiment groß ist – übrigens, in den Edekas, die ich kenne, Coesfeld, Legden, Stadtlohn, werden regionale Produkte angeboten.
    Die einheimischen Bauern, in der Mehrzahl industrielle Schweinezüchter und/oder Maisanbauer, verkaufen ihre Produkte nicht direkt an den Verbraucher; das machen die Bio-Bauern, und die vermarkten sowieso schon direkt.
    @A.P.
    Es geht darum, die Leute nicht in die Nachbarstädte abwandern zu lassen. Oder warum trifft man so viele Gescheraner in Stadtlohn oder Coesfeld bei Aldi, Edeka etc.?
    Die inhabergeführten Geschäfte werden in der in Gescher nicht vorhandenen Innenstadt weiter bestehen, denn sie bieten z. B. Brillen, Schmuck, Bastelmaterial, Dienstleistungen etc. an. Das wird weder bei Edeka noch Aldi angeboten.
    @verärgerter Bürger
    Was ist denn nun eigentlich Ihr Argument gegen die Ansiedlung des Marktes? Ich lese nur allgemeines Gemecker.

  12. verärgerter Bürger // 27. Mai 2020 um 10:04 //

    Das die Innenstadt an Kaufkraft gewinnen wird, mag Stroetmann so sehen, wird er auch wohl so propagieren müssen. Letztlich ist es lediglich „verkaufsstrategisches Gelaber“.
    Es geht nur darum, die örtliche Politik auf den richtigen Denkweg zu bekommen. Danach ist alles egal.
    Wie hier schon erwähnt, Zufahrten an Stellen, da hätte jeder „normale“ Bauherr nicht mal von geträumt und, auch KEINE ERHALTEN!
    Das sieht an anderen Stellen genau so aus. Unterstreicht letztlich lediglich meine These.

    Aldi und Edeka, später K & K haben auch keine Kaufkraft in die Innenstadt gebracht. Nein, Gegenteiliges ist erfolgt.

    Was sitzen da eigentlich für Strategen im Rathaus? Es soll dort sogar ein BAUAMT geben.
    Wenn den Damen und Herren dort die Bauvorschriften abhanden gekommen sind, bitte bitte neue beantragen.

  13. A. P. // 27. Mai 2020 um 08:25 //

    Es klingt sehr schön… damit wird die Kaufkraft in Geschers Innenstadt aufgewertet. Ich glaube nicht das ein solcher Markt eine Aufwertung für die Innenstadt ist.
    Sorry, der Markt befindet sich nicht unmittelbar im Bereich der Innenstadt. Somit erfahren die noch vorhandenen kleinen Geschäfte, ehr eine zusätzliche Abwanderung von Kunden. Da es demnächst alles in diesem neuen Markt geben wird.
    Na ja, man kann sich die Dinge auch schon reden. Mir tut es nur sehr leid für die ortsansässigen kleineren Geschäfte in Gescher.

  14. Ein Gescher Bürger // 27. Mai 2020 um 08:15 //

    Bevor so große Einkaufsketten eröffnet werden, sollte mal lieber darüber Nachgedacht werden, das zum Beispiel in Hochmoor oder so was ähnliches wie kleine Tante Emma Läden eröffnet werden damit die einheimischen Bauern dort ihre Produkte anbieten.
    Große Einkaufsketten verkaufen teilweise überteuerte Produkte und an die einheimischen Bauern und ihre Produkte denkt niemand, denn bei den Preisen können die einheimischen Bauern nicht mithalten und gehen somit im Minus zugrunde.

  15. Minimanu // 27. Mai 2020 um 00:22 //

    Ist tatsächlich die Einfahrt zum Edeka-Lager im Kurvenbereich Fabrikstr./Pankratiusstr. vorgesehen? Damit ist das zukünftige Verkehrschaos doch schon vorprogrammiert wenn dort ein LKW rückwärts reinrangieren soll. Unnötiges Gefahrenpotential für alle Verkehrsteilnehmer, Rückstau bei Anlieferung vorprogrammiert.

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