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Bauern fordern Rücktritt von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, SPD

Landwirte aus Gescher nahmen an der Demo in Münster teil

Gescher (topagrar). In Münster haben heute am Donnerstag Bauern für einen Rücktritt von Bundesumweltministerin Svenja Schulze demonstriert. Diese gebe der Landwirtschaft die Alleinschuld für die Umweltprobleme, heißt es. Landwirte aus Gescher, vornehmlich der Landjugend, nahmen mit 8 Treckern und 10 Personen an dem Aufzug in Münster teil. Organisiert wurde das Treffen von Judith Beeke und Jan-Gerd Bienias.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat vergangene Woche in ihrem Bericht zur Lage der Natur der Landwirtschaft die Alleinschuld am Verlust der Artenvielfalt gegeben: zu viel Dünger und „Pestizide“ würden auf den Wiesen und Weiden eingesetzt und die intensive Wiesenmahd würde ebenfalls negativ einwirken.

Das hat viele Bauern sehr verärgert, berichtet das landwirtschaftliche Online-Magazin topagrar. Heute fanden daher bundesweit Proteste von „Land schafft Verbindung Deutschland“ statt. Die Hauptdemo war in Schulzes Heimat Münster

Zu dem Vorwürfen äußerte sich das Bundesumweltministerium in einem Interview. Darin heißt es (Auszug): Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, die für die Rückgänge der Artenvielfalt maßgeblich sind. Neben der Landwirtschaft sind hier beispielsweise der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, Siedlung- und Gewerbegebieten und mit wachsender Bedeutung auch der Klimawandel zu nennen. Klar ist aber auch, dass der Landwirtschaft, die gut die Hälfte der Landesfläche nutzt, eine besondere Verantwortung für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen zukommt.

Lies hier den ganzen Beitrag von topagrar.

*Foto: topagrar/Lenfers

4 Kommentare zu Bauern fordern Rücktritt von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, SPD

  1. verärgerter Bürger // 29. Mai 2020 um 16:30 //

    Die Landwirte müssten endlich anfangen darüber nach zu denken, W E R denen die Suppe eingebrockt hat.
    Die dürften dem Banker oder Verbandsberater gar nicht mehr vom Schreibtisch gehen.

    Der „freie Bauer“ ist schon lange tot.

    Verträge mit Michwerken oder Fleischindustrie -Westfleisch- kündigen
    und zwar A L L E!!!

    Dann kann man auch wieder ordentliche Preise verhandeln. Dem Banker notfalls den Schlüssel vom Stall überreichen.
    Ställe wurden an mass gebaut und zwar nur auf Anraten des Bankers.
    Einer für Alle u n d ALLE für EINE Bank.

    Die münsterländischen Bauern müssen mal endlich weg von der Christlichen Union, die keine ist. Endlich begreifen, dass das was sich Christlich nennt, nicht auch Christlich reagiert, wenn es um den Kopf- oder einen Posten der Partei geht.
    Meister Röhricht lässt immer noch grüßen.

  2. Coesfelder // 29. Mai 2020 um 12:47 //

    Die Bauern machen mal wieder Front gegen ihre Ernährer.
    Statt Svenja Schulze die Schuld zuzuschieben sollten die Bauern endlich mal die Lebensmittel herstellen die ihre Subventionszahler wünschen.

  3. Regentler // 28. Mai 2020 um 17:08 //

    Ich verstehe diese Landwirte mit Ihren lächerlichen Treckerdemos und langweiligen Rücktrittsforderungen nicht. Ich teile die Meinung der Ministerin. Gab es überhaupt mal einen Umweltminister den die Landwirte akzeptieren wenn nicht gerad`aus der Partei mit dem „C“ am Anfang!

  4. Dirk Drauschke // 28. Mai 2020 um 16:19 //

    Hallo Zusammen.

    Ob das der richtige Weg als Landwirt in NRW ist, gleich eine für ganz Deutschland verantwortliche Ministerin zu attakieren?!

    Vielleicht hätten Sie die Ministerin von NRW, welche fleißig für Kaufland Werbung macht, attakieren sollen?!

    In diesem Sinne BWG und GlückAuf.

    Dipl.-Bauing.

    Dirk Drauschke

    p.s.: Mit Namen habe ich es nicht so. Aber Gesichter und Geschichten merke ich mir sehr gut.

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