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Karin Ostendorff, CDU: „Gehe davon aus, Ende 2020 Bürgermeisterin zu sein“

Gescher (fjk). Am kommenden Dienstag ist Nominierungsparteitag der Orts-CDU im Theater- und Konzertsaal. 16 Wahlberzirke und die sogen. Reserveliste sollen besetzt werden. Kampfabstimmungen werden kaum erwartet. In Vorstandskreisen der CDU geht man davon aus, das die Vorschläge des Vorstandes um Dominikus Bartusch „durchgewunken“ werden.

Dennoch gibt es ein beachtenswertes Detail, dass bereits vor dem Wahlparteitag durchgedrungen ist: Die CDU-Bürgermeisterkandidatin Karin Ostendorff steht nicht als Spitzenkandidatin auf der Reserveliste, was eigentlich zu erwarten gewesen wäre.

Was kann man daraus ableiten? Das die Bewerbung um das Bürgermeisteramt eine rein berufliche Intention ist? Dagegen spricht, dass  Frau Ostendorff erst vor Kurzem in der GZ verkündete, mit der CDU zusammen die absolute Mehrheit im Rat erringen zu wollen. Also doch mehr, als „nur“ Bürgermeisterin zu werden. Und was ist, wenn sie nicht obsiegen wird? Ist dann das „Abenteuer“ Kommunalpolitik in Gescher für sie beendet?

Karin Ostendorff, CDU, dazu: „Ich bin davon überzeugt, dass ich im September 2020 zur Bürgermeisterin meiner Heimatstadt Gescher gewählt werde. Das Bürgermeisteramt ist für mich Berufung und sicher die Krönung meiner persönlichen beruflichen Entwicklung. Die Leidenschaft und das Herzblut, das Amt der Bürgermeisterin auszuüben, bringe ich ausschließlich für Gescher und nicht für eine andere Kommune auf. Man darf also nicht ableiten,  dass „meine Bewerbung eine rein berufliche Intention“ ist.

Ich gehe davon aus, Ende 2020 Bürgermeisterin für Gescher zu sein. Für den Fall, dass ich nicht obsiege, stelle ich mir eine weitere Mitarbeit in der CDU-Fraktion als sachkundige Bürgerin vor. Eine noch vertieftere Einbindung in die Ratsarbeit wird mit meinen beruflichen Verpflichtungen als Fachbereichsleiterin Soziales/Jobcenter beim Kreis Borken nicht zu vereinbaren sein.“

5 Kommentare zu Karin Ostendorff, CDU: „Gehe davon aus, Ende 2020 Bürgermeisterin zu sein“

  1. Es geht diesmal mehr darum die absolute Mehrheit von CDU und Grünen zu brechen.

    Das ist wichtiger, als wer dann etwas besser sein könnte.

    Der/Die neue Bürgermeister/In hat dann auf die Mehrheit zu achten.

  2. David // 8. Juni 2020 um 14:50 //

    Und hier auch noch mal ein paar Worte an Sie, liebe Brigitte.
    Dass für Menschen wie Sie, die die CDU und ihre Kandidatin nicht mögen, die selbstbewussten Worte von Frau Ostendorff eine Provokation sind, ist klar.

    Mit Hochmut hat das Ganze jedoch nichts zu tun. Mir ist eine Politikerin/Kandidatin lieber, die ihre Selbstüberzeugung, Sieges- und Durchsetzungswillen demonstriert, als eine, die mit „vielleicht“, „möglicherweise“ oder „mal sehen“ später eine 17.000 Einwohner Gemeinde verwalten möchte.

    Es ist auch naiv zu denken, dass man den Bürgermeisterjob allein nur deshalb machen möchte, weil man die Bürgerinnen und Bürger so lieb hat und ihnen etwas Gutes tun will. Ohne ausgeprägtes Ego und ein positives Selbstkonzept wird niemand in dieses Amt kommen und schon gar nicht im Amt bestehen. Sie ist halt ein Karrieremensch. Das ist auch nicht Skandalöses oder Ehrenrühriges.

    Bleibt nur zu hoffen, dass Frau Ostendorffs Mitbewerber ebenso überzeugt von sich sind.

  3. David // 8. Juni 2020 um 00:45 //

    @ Dietmar Thiery

    Ich finde es in Zeiten von zunehmenden Rechtsextremismus und absurden Verschwörungsmythen unangemessen, einen DEMOKRATISCH gewählten Stadtrat als CDU-Diktatur zu bezeichnen. Eine Diktatur ist etwas komplett anderes, als eine Mehrheit/Koalition aus Schwarz-Grün!
    Mit Ihrer Aussage verharmlosen Sie die Situation von Bürgerinnen und Bürgern in anderen Staaten, dessen Grundrechte tatsächlich dauerhaft eingeschränkt werden und dessen Demokratien bedroht werden – oder sogar bereits unter einer Diktatur leiden müssen.

    Ich bin kein Fan der CDU, aber wenn Ihnen die Dominanz der Partei im Stadtrat nicht passt, bedanken Sie sich bei Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die dieser Partei bei der letzten Wahl ihre Stimme gegeben haben.

  4. Dietmar Thiery // 7. Juni 2020 um 20:13 //

    Ich hoffe das die Bürger in Gescher der CDU-Diktatur ein Ende bereiten. Es wurde in den letzten Jahren genug Schmu gemacht. Daher hoffe ich das das Wahlergebnis dementsprechend ausfällt

  5. Brigitte // 7. Juni 2020 um 19:33 //

    Eigentlich finde ich Frau Ostendorff ja auch sympathisch, wenn auch Frau Kortüm mir, rein subjektiv, wesentlich authentischer, empathischer und freier in ihren Äußerungen und Entscheidungen vorkommt.
    Kann aber auch damit zusammenhängen, dass mir die CDU-Kungelgeschäfte aus dem Hals hängen.

    Hat Frau Ostendorff das wirklich so gesagt: „Ich bin davon überzeugt, dass ich im September 2020 zur Bürgermeisterin meiner Heimatstadt Gescher gewählt werde?“
    Hm, da denke ich doch glatt an den alten Spruch: Hochmut kommt vor dem Fall.

    Und das hier: „Das Bürgermeisteramt ist für mich Berufung und sicher die Krönung meiner persönlichen beruflichen Entwicklung.“ – Da scheint sie wohl eine Spätberufene zu sein, hört sich für mich auch nach einer reinen Karrierestrategie an, denn sehr viel mehr Entwicklung dürfte sich für Frau Ostendorff in ihrem Berufsbereich nicht mehr ergeben.

    Soll das Amt des BGM nicht vor Allem dem Bürger dienen, der Stadtentwicklung etc.. und nicht der eigenen Karriere?

    Also: falls tatsächlich so geäußert, hat Frau Ostendorff bei mir ihre Sympathiepunkte eingebüßt.

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