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„Sobald das Unkraut beseitigt ist, wird die Fläche angepackt“

Gescher (fjk). Irritiert sind Nachbarn vom Schultenrott Ecke Greves Wiese. Dort gibt es zu Anfang einen Pflanzstreifen, der von Unkraut überwuchert und deshalb wenig attraktiv aussieht. Die Verwaltung habe versprochen, das Beet herzurichten, doch geschehen sei nichts. 

Eigentlich fing alles gut an, berichten Anlieger. Mitarbeiter des Bauhofs seien gekommen und hätten das vorherige Unkraut entfernt, den alten Boden ausgehoben und neue Blumenerde eingebracht. Soweit so gut. Doch dann passierte nichts mehr. In der neuen Blumenerde wucherte das Unkraut besser als vorher, auch keine neuen Pflanzen wie versprochen gab es. Auf eine Anfrage von Gescherblog nimmt der Bürgermeister Stellung:

Bürgermeister Thomas Kerkhoff

Bürgermeister Thomas Kerkhoff: „Das betreffende Beet in Greves Wiese war komplett mit dem sog. „Ackerschachtelhalm“ überwuchert, welcher zu den sehr dauerhaften Wurzelunkräutern zählt. Um diesem wirksam zu begegnen, hat der Bauhof einen kompletten Bodenaustausch und den Einsatz eines Unkrautvernichters (kein Glyphosat!) vorgenommen. Selbst dies hat noch nicht zum gewünschten Erfolg geführt, um das Beet von diesem Unkraut zu befreien.

Der Bauhof wird hier noch einmal nacharbeiten. An dieser Stelle soll keine Wildblumenwiese entstehen, sondern es wurden Pflanzen für das Beet bestellt die schon beim Bauhof lagern, aber noch nicht eingesetzt werden konnten, solange das Unkraut immer wieder kommt. Diese Maßnahmen sind vom Bauhof in Absprache mit der Verwaltung angewandt worden und von unserem Gärtnermeister persönlich mit den direkten Anwohnern abgesprochen worden. Die Spekulation über eine Rücknahme der Maßnahme ist falsch.

Sobald das Unkraut beseitigt ist, wird diese Fläche angepackt. Über die Wochen der Corona-Pandemie hatte der Bauhof nicht alle Gärtnerkolonnen zur Verfügung, sodass einige Themen aufgelaufen sind, aber sukzessive abgearbeitet werden.“

 

12 Kommentare zu „Sobald das Unkraut beseitigt ist, wird die Fläche angepackt“

  1. Joe Zett // 20. Juni 2020 um 20:05 //

    Die Natur kennt kein „Unkraut“ und ich empfehle einen Blick in das Buch von Marie-Luise Kreuter – Der Biogarten – auf Seite 16-17. Dort wird sehr anschaulich erklärt, dass man mit der Natur arbeitet, nie gegen sie…

  2. @Gast
    Eine kranke Gesinnung, also Art des Denkens, hat nicht Brigitte, sondern die scheinen Sie zu haben. Brigitte macht sich mit keinem Wort über Hungernde lustig, sondern über Menschen wie Sie und Birger van Delden, die aus diesem außerordentlich tivialen Unkraut-Bauhof-Fall eine ideologisch aufgeladene Debatte konstruieren und lostreten wollen.
    Was Sie aus Brigittes letztem Satz ableiten und daraus diese lächerliche Unterstellung formulieren, zeugt von Ihrer seltsamen Denkensweise oder/und einem Unvermögen deutsche Texte korrekt zu erfassen. Vielleicht mag es aber auch „nur“ pure Boshaftigkeit sein.

    Das Gleiche gilt im Übrigen für Ihren Kommentar zu der Stellungnahme des Bürgermeisters. Sie behaupten, er fände es gut, wenn kein Herbizid eingesetzt würde. Er teilt jedoch in seiner Stellungnahme mit, dass es in diesem besagtem Beet eingesetzt wurde!

    @Birger van Delden
    Es ist auch eine Ideologie, zu denken, dass Landwirtschaftt ohne Pflanzenschutz nicht funktioniert. Da es Ihre Logik ist, mit Ideologien ernähre man keine 10 Milliarden Menschen, taugt Ihre Weltanschauung doch ebenso wenig, die Weltbevölkerung zu ernähren, richtig?

    Dieser Fall ist zudem ein extrem schlechtes Beispiel, dass wir Pflanzenschutz brauchen, weil das Pflanzenschutzmittel gegen dieses Unkraut nicht gewirkt hat!
    Außerdem: wuchs auf diesem Grünstreifen Getreide/Gemüse, das es vor Unkraut mit einem Pflanzenschutzmittel zu schützen galt? Nein? Warum sollte man dann einen Unkrautvernichter einsetzen, wenn er doch nur dazu da sein soll, andere wertvolle Pflanzen zu schützen? Ist das nicht ein Widerspruch und der Gebrauch somit überflüssig?

    @ verärgerter Bürger
    Eigentlich eine gute Idee, diese Beete den anliegenden Grundstücken zuzuschlagen. Jedoch spricht vermutlich die rechtliche Lage dagegen und die Tatsache, dass den Grundstückseigentümern zunehmend Zeit und Muße fehlt, sich um ihre Gärten zu kümmern. Davon zeugen die wachsende Anzahl von geschotterten und zugeplasterten (Vor)gärten und der immer häufigere Einsatz von metallischen Zäunen mit grau-weißen Sichschutzstreifen aus Kunststoff – wo früher sonst grüne Hecken gestanden hätten.

  3. Brigitte // 18. Juni 2020 um 22:54 //

    @Gast
    Wer wie Sie keine Argumente hat, nutzt Unterstellungen und Beleidigungen.

    Ihre Antwort auf meinen Beitrag hat nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe.

    Allerdings habe ich auch keine Lust auf einen Schlagabtausch mit jemandem, der schreibt, Herbizide retten Menschenleben. Das ist bzw. Sie sind mir einfach zu dumm.

  4. verärgerter Bürger // 18. Juni 2020 um 19:56 //

    Mir erschließt sich nicht, warum an jeder Ecke diese Einbuchtungen sein müssen. Man sollte mal drüber nachdenken ob es nicht Sinn machen würde, die kleinen Ecken oder auch Einbuchtungen einfach dem jeweiligen Anlieger zu zu schreiben- oder zu überlassen.
    Die Stadt hätte jede Menge Arbeit gespart, damit Personal und Geräte geschont, die man für wirklich wichtige Arbeiten einsetzen könnte.

  5. @Brigitte
    So habe ich Sie eingeschätzt, sich über hungernde Menschen lustig zu machen.
    Der Zusammenhang zur Welternährung besteht in dem Ungeist den auch der BM vertritt der besagt , dass es gut ist kein Herbizid einzusetzen.
    Diese kranke Gesinnung gefährdet Menschenleben, was Brigitte natürlich egal ist.

  6. Habe mich mit einem Mitarbeiter des Bauhofes über das Thema Ackerschachtelhalm Unterhalten.Der Grünstreifen wird nicht bepflanzt da man sonst den Ackerschachtelhalm nicht in den Griff bekommt.Somit haben die Gärtner beschlossen Rasen anzulegen und durch häufiges mähen dem Schachtelhalm Heer zu werden.Natürlich wird erst auch Unkraut(Wildkraut) wachsen aber der Rasen wird sich durchsetzen und somit wird es ein ansehnliches Bild am Schultenrott ergeben.Gruss Berni

  7. Brigitte // 18. Juni 2020 um 14:45 //

    @Gast
    Ich mag die Hartnäckigkeit des Ackerschachtelhalms auch nicht. Benutze ihn deshalb perfiderweise und vollkommen weltfremd als Sud: Zitat: „Aber sie ist auch sehr nützlich, denn aus den grünen Stängeln lässt sich ganz einfach ein Sud herstellen, der Zier- und Nutzpflanzen stärkt und so gegen Schädlinge wie Blattläuse und verschiedene Pilze wie Grauschimmel, Mehltau, Sternrußtau oder Schorf schützt.“

    @Gast und Hobbygärtner und Birger van Delden
    Ausschließlich mit der konventionellen Landwirtschaft – größer, schneller, mehr – wird die Weltbevölkerung nicht ernährt werden können, bitte informieren Sie sich doch im www, es gibt da sehr viele schöne wissenschaftliche Artikel und Studien.
    Besonders den Artikel von Jonathan Foley finde ich sehr gelungen, zielt er doch auf Zusammenarbeit ab.

    Hier also einige Links:
    https://www.globalagriculture.org/what
    s-new/news/en/32851.html
    https://www.br.de/nachrichten/wissen/ernaehrung-was-essen-wir-2050,RIo0AwA
    https://www.nationalgeographic.de/umwelt/serie-der-5-punkte-plan-zur-ernaehrung-der-welt

    Wie man übrigens von einem ungepflegtem Grünstreifen auf die Ernährung der Weltbevölkerung kommt, hat mich echt zum Lachen gebracht.

  8. Ackerschachtelhalm ist kein Sauzeug sonder die viel beschworene Biodiversität. Fragen sie die weltfremde Brigitte.
    Von der Leyen will 50% weniger Pflanzenschutzmittel und die Wirkung ist, dass mehr als 850 Mio. Hungern müssen. Die gehört vor Den Haag angeklagt.

  9. Hobbygärtner // 18. Juni 2020 um 11:47 //

    Ackerschachtelhalm ist ein Sauzeug. Man kriegt es nicht aus dem Garten raus. Die Nachbarn müssen aufpassen, dass sich dieses nahezu unzerstörbare Unkraut nicht auch in ihre Gärten frisst. Pestizide helfen nicht. Viel Erfolg. Ich drücke die Daumen.

  10. Birger van Delden // 18. Juni 2020 um 07:34 //

    Das ist das beste Beispiel, das es in der Landwirtschaft nicht ganz ohne Pflanzenschutz funktioniert. Mit Ideologie kann man nicht die Weltbevölkerung von bald 10.Mrd Menschen ernähren. Bestes Beispiel Afrika, Heuschreckenplage. Und wer in seine Gärten schaut, derzeit viele Läuse, auf den Feldern sieht das oft nicht anders aus. Bauern machen Pflanzenschutz nicht aus Spaß an der Freud, es kostet ihr Geld, das gibt der Landwirt von Natur aus nicht gerne aus.

  11. Anlieger // 17. Juni 2020 um 20:36 //

    Der gleiche Zustand ist und war an der Fabrikstraße Ecke im Kolk.

  12. Antonia X // 17. Juni 2020 um 15:27 //

    Wunder geschehen, heute morgen ist man damit angefangen das Beet händisch von Unkraut zu befreien. Um 12 Uhr war die Aktion beendet. Danke für`s kümmern.

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