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Klöckner will Preiswerbeverbot für Fleisch prüfen

Umbau der Ställe soll über eine Tierwohlabgabe finanziert werden

Gescher (topagrar). Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will mit wettbewerbsrechtlichen Maßnahmen zu niedrigen Verkaufspreisen für Fleisch einen Riegel vorschieben und auch so ein Mehr an Tierwohl erreichen, das berichtet heute das Online-Magazin topagrar.

Wie die Ministerin im Anschluss an das „Branchengespräch Fleisch“ am vergangenen Freitag in Düsseldorf erklärte, soll ein Preiswerbeverbot für Fleisch geprüft werden. „Wir wollen damit deutlich machen, wo im Wettbewerb auch aus ethischen Gründen Grenzen gesetzt werden müssen“ heißt es.

Verschärfen will die Bundesministerin dazu auch das Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis. Klöckner betonte, dass der Preis für Fleisch und Wurst derzeit nicht den wahren Wert wiedergebe. Fleisch solle nicht zur Luxusware werden, aber auch keine Alltagsramschware.

Der Preisdruck an der Theke werde natürlich bis zum Tierhalter durchgereicht. Deshalb sei es zu kurz gegriffen, nur die Stallhaltung in den Blick zu nehmen. Diese müsse anders werden, und da stelle sich die Frage, wie das finanziert werde. „Und deshalb halten wir auch eine Tierwohlabgabe für notwendig“ betonte Klöckner. Diese müsse europarechtlich klar und sicher sein. Als möglichen Betrag nannte sie die von der Borchert-Kommission berechneten 0,40 Euro pro Kilogramm.

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte Kinast wünscht sich ebenfall eine Tierwohlabgabe. Die Landwirte seien bereit, ihre Ställe, ihre Betriebe umzubauen, aber sie könnten das nicht allein schaffen. Dazu brauche es Geld, weshalb man an einer Tierwohlabgabe nicht vorbeikommen werde.

Lies hier ganzen Beitrag auf topagrar

Foto: stern

2 Kommentare zu Klöckner will Preiswerbeverbot für Fleisch prüfen

  1. verärgerter Bürger // 5. Juli 2020 um 20:16 //

    Ich glaube, wenn es so einfach sein sollte, dann dürften in Deutschland KEINE 1,00 € Läden mehr eröffnet werden.
    Wo sollte denn wohl geregelt sein, das man Fleisch- oder egal welche Ware, nicht anbieten darf wie man möchte?

    Zeiten der DDR sind vorbei oder habe ich da was verpasst?

    Wie Antonius schon geschrieben hat. „Vorschriften“ zur Haltungsform- und Art, nur die wird was bringen, sonst nix.
    Blauer Dunst wird da geblasen.

    Die angedachte Veränderung wird den Banken Kunden zu schaukeln und Geld in DEREN Kassen spülen, sonst nix.

  2. Antonius // 5. Juli 2020 um 17:39 //

    Bla bla bla Frau Klöckner hat als Landwirtschaftsministerin NICHTS gemacht in den letzten Jahren zum Tierwohl.
    Nur mündlich ist sie da top!

    Kückenschreddern: sollte laut Koalitionsvertrag beendet werden, läuft immernoch genau so weiter

    Muttersauen in Käfigen fixiert: soll noch weitere 17jahre! erlaubt werden

    Diese Frau hat bei dem Thema komplett versagt gegen die Bauern Lobby etwas zu machen! Soll sie endlich mal Standards zum Tierwohl einführen statt so ein lächerliches Billigfleisch Werbeverbot!

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