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Gleichstromtrasse A-NORD – Amprion setzt auf Trasse westlich Borken

Gescher ist eine der Alternativtrassen.

Gescher (fjk). A-Nord heißt die geplante rund 300 km lange Gleichstromverbindung die Windstrom aus dem Norden Niedersachsens nach Nordrhein-Westfalen bringen soll. Über die geplanten bzw. möglichen Trasseführungen informierte die Amprion heute vormittag im Rathaus von Gescher.

Über die Trassenführung entscheidet die Bundesnetzagentur Ende des Jahres, erläuterten Lukas Kaufmann und Jonas Knoop von der Amprion im Gespräch mit GescherBlog. Die Amprion  favorisiert eine Trassenführung westlich von Borken und Stadtlohn, würde also Gescher nicht betreffen. Durch Gescher führt eine der Trassenalternativen. Die A-Nord wird als Erdkabel verlegt.

Die Beratungsplätze im großen Ratssaal waren durchweg gut frequentiert. Ein Hinweis auf doch vorhandenen Informationsbedarf, obwohl die von der Amprion bevorzugte Trasse Gescher nicht tangiert. Gesichtet wurden auch die beiden Bürgermeisterkandidatinnen Anne Kortüm, parteilos, und Karin Ostendorff, CDU. Man informiert sich…

Hier das komplette Kartenmaterial

2 Kommentare zu Gleichstromtrasse A-NORD – Amprion setzt auf Trasse westlich Borken

  1. Bugs_Bunny // 12. Juli 2020 um 20:48 //

    @Dirk Drauschke

    Wie kann man sich das eigentlich vorstellen, über dezentrale Versorgung mit regenerativen Anlagen vor Ort neue Stromtrassen überflüssig zu machen? Schließlich werden mit immer mehr Wind- und Solarstrom neue Stromtrassen doch gerade nicht überflüssig, sondern überhaupt erst notwendig.

    Bei wenig Wind und Sonne vor Ort fehlen grüne Kilowatts und Leitungen müssen die dann von woanders ranpumpen. Bei viel Wind und viel Sonne gibt’s Grünstromüberschuss, den die Leitungen dann wegschaufeln müssen. Schließlich wollen die Wind- und Solaranlagenbetreiber ja Kohle sehen und dann müssen die Anlagen auch dann laufen, wenn der Grünstromüberschuss die Leitungen fast zum Platzen bringt.

    Diese angebliche Selbstversorgung mancher Gemeinden – ist die nicht ein reiner Mittelwert aus Zeiten mit zu wenig vor Ort erzeugtem Grünstrom und anderen Zeiten mit zu viel davon? Rechnerisch im Mittel ist der Ort dann Grünstromselbstversorger, konkret ist er aber angewiesen im Wechsel auf Fremdstrom von irgendwo anders her bei Mangel vor Ort und auf Abnehmer von Überschussstrom zu anderen Zeiten und dafür braucht es Stromleitungen.

    Wie kann man sich da eine dezentrale Versorgung ohne neue Stromtrassen vorstellen? Biogasanlagen als Puffer und Batterien werden’s wohl nicht richten.

  2. Dirk Drauschke // 8. Juli 2020 um 21:03 //

    Sehr gut.

    Hinter dem Ruhrgebiet bis Köln. Dann sollte mit dem Wahnsinn schluss sein. Dezentrale Anlagen aus Solar, Windkraft und Biogas (alles regenerativ) wie in einer Nachbargemeinde (Name fällt mir gerade nicht ein) hier im Westmünsterland. Sollte auch in Gescher funktionieren. Möchte gar nicht wissen, wieviel Strom die Anlagen allein in Hochmoor produzieren. Sicherlich genug um mit den anderen Anlagen in den Bauernschaften um Gescher herum die Gesamte Stadt versorgen kann. Also sollten die Genossenschaften der Bauern sich mit den Stadtwerken einig werden. In diesem Sinne BWG und GlückAuf, Löwenherz.

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