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Aldi hängt Latte für Tierwohl hoch

Discounter stellt Bedingungen für Tierwohlabgabe

Berlin (topagrar). Der Lebensmitteldiscounter Aldi fordert eine europaweite Einbeziehung aller Marktteilnehmer bei der Tierwohlabgabe. Verbraucherschützer kritisieren Aldi.

Deutschlands größter Lebensmitteldiscounter, die Aldi-Gruppe, unterstützt die von der Borchert Kommission vorgeschlagene Tierwohlabgabe von 40 Cent pro Kilogramm Fleisch, setzt aber gleichzeitig hohe Hürden für eine Umsetzung, berichtet das Nachrichtenmagazin der Spiegel. Es müssten dazu „alle Marktteilnehmer ins Boot – möglichst auf europäischer Ebene“, sagte Aldi-Süd-Sprecher Peter Wübben dem Magazin.

Auch Aldi-Nord äußert Bedingungen. Es brauche „eine saubere ordnungspolitische Umsetzung, damit die Abgabe am Ende auch wirklich den Tieren zugutekommt“, sagte Florian Scholbeck, Sprecher von Aldi-Nord. Die Mitglieder der Borchert Kommission hatten sich für eine mengenbezogene Abgabe auf tierische Produkte als die am besten geeignete Lösung für die Finanzierung des Umbaus ausgesprochen. Die Abgabe soll in einen Fonds fließen, aus dem die Kosten für Stallumbauten bestritten werden.

Verbraucherschützer äußerten sich bereits kritisch über die Bedingungen, die Aldi für eine Tierwohlabgabe erhebt. Aldi stehle sich aus der Affäre und schiebe die Verantwortung weiter, kritisierte Anne Markwardt, Lebensmittelexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) im Spiegel. Aus ihrer Sicht könne Aldi seine Einkaufsmacht bereits heute nutzen, um kostendeckende Preise für tiergerechtere Haltungsformen durchzusetzen.

*Quelle: topagrar/Spiegel

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