Newsticker

Liberale sauer über Benachteiligung der parteilosen Bürgermeisterkandidatin Anne Kortüm

FDP stellt Bürgermeisterkandidatin Kortüm ihre Plakatflächen zur Verfügung

Gescher (pd). Am vergangenen Montag war die parteilose Bürgermeisterkandidatin Anne Kortüm zu Gast bei den Freien Demokraten. Neben einem ausführlichen Gespräch über die Wahlprogramme war auch die Platzeinteilung auf den Plakatstellwänden ein Thema.

Von der Verwaltung war ursprünglich vorgesehen, dass sich die FDP und Frau Kortüm einen Plakatplatz horizontal teilen. Demnach würde das Plakat von Frau Kortüm nach ganz unten rechts rücken, in halber Formatgröße so gut wie verschwinden. „Wir halten das für eine klare Benachteiligung der parteilosen Bürgermeisterkandidatin Anne Kortüm,“ so die Liberalen in einer Presseerklärung.

Die Bürgermeisterkandidaten/innen von CDU und SPD hingegen erhielten jeweils neben dem Platz für ein Parteiplakat auch Platz für für ihren Kandidaten.

„Frau Kortüm als Parteilose in die untere Ecke zu schieben widerspricht unserem Verständnis von Fairness und Gleichbehandlung der Bürgermeisterkandidaten und –kandidatinnen, beklagen sich die Liberalen beim Wahlleiter Bürgermeister Kerkhoff, CDU.

Deshalb habe sich die FDP kurzerhand entschlossen, der parteilosen Kandidatin Anne Kortüm zusätzlich auf allen Stellwänden die für die FDP vorgesehene Parteifläche zur Verfügung zu stellen, so kann das Plakat der Kandidatin im üblichen Format hängen“, bekräftigt Thomas Haveresch, Fraktionssprecher der FDP.

Bürgermeister Kerkhoff weist die Kritik der Liberalen zurück. In einer Mail an die Frakionssprecher schreibt er: „Ich teile Ihnen die Einteilung der städt. Wahlplakattafeln mit. Diese müssen nach dem Abschneiden bei der letzten Kommunalwahl eingeteilt werden bzw. ist auch neuen Bewerbern/innen eine Fläche in einer Größe, die der gültigen Rechtsprechung entspricht, zuzuteilen. Danach gilt die der angehängten Datei zu entnehmenden Aufteilung. (siehe oben)

9 Kommentare zu Liberale sauer über Benachteiligung der parteilosen Bürgermeisterkandidatin Anne Kortüm

  1. Liberté // 30. Juli 2020 um 20:12 //

    Als Vertreter liberaler Politik, ohne Parteizugehörigkeit, ohne Parteibuch muss man wirklich schmunzeln. Ich beobachte das politische Geschehen in Gescher seit Langem. Mit aller Macht wird versucht, eine aus dem Hut gezauberte CDU-Kandidatin durchzuboxen. Wird das Realität, kann man sich in Gescher weiter einstellen auf das abgekatete Spiel von CDU plus X, vielleicht SPD? Einen große Koalition wie im Bund, bitte nicht! Wird Frau Kortüm Bürgermeisterin, dann ist das das Beste, was Gescher passieren kann! Denn Gescher braucht Offenheit, Fortschritt und ihm Übrigen auch Gleichbehandlung! Hoffen wir, dass sich die kleinen Parteien gemeinsam durchsetzen können!

  2. Werner // 30. Juli 2020 um 15:44 //

    Eine parteilose Bürgermeisterin ist das bester, was Gescher passieren kann! Endlich müssen im Rat Entscheidungen diskutiert und getroffen werden – und nicht einfach abgesegnet werden, wie bisher CDU und Grüne es praktizierten. Stellwändeaufteilung hin oder her, die Verwaltung hat nicht allen Bürgermeisterkandidaten den gleichen Platz eingeräumt – so politisch „neutral“ geht es im Rathaus momentan zu. Und die kleinste Partei macht sich einen Witz draus – originell!

  3. verärgerter Bürger // 30. Juli 2020 um 12:43 //

    Plakate hin oder her, wer sich ansieht, das die Grünen und dann in der massiven Form, sich für Frau Kortüm einsetzen, wird sich fragen müssen, ob denn „nach der Wahl“ die Grünen erneut zum Schoßhopser der C D U werden oder nicht?
    Bislang gibt es dazu keine Erklärung der Grünen.
    Wenn es dabei bleibt, wir Frau Kortüm schneller innerhalb der gescheraner Politik zerrieben,wie man glaubt.
    Es bedeutet mehr Stillstand wie bisher.

  4. Brigitte // 30. Juli 2020 um 11:05 //

    Es wird ja nicht nur die/der BGM_in gewählt, sondern auch: Stadt- und Gemeinderäte, (Ober-)Bürgermeister und Landräte.
    Deswegen werden die Parteien auch ihre Kandidaten auf den Plakaten für die Gemeindevertretung vorstellen wollen.

    Nach Gesetz stehen der größten Partei der vorhergegangen Wahl die größten Plakatflächen zu, genau wie der größten Partei der vorhergegangen Wahl die höchste Finanzierung bekommt. Wie so oft, empfindet man das als nicht gerecht und richtig.

  5. Da schließe ich mich dem Harwicker Jung sofort an. Die Parteien sollten sich jetzt hinter ihre Kandidatin stellen damit in Gescher alle wissen, wer wen unterstützt.
    Der Wahlkampf ist momentan wegen Corona sehr verhalten.
    Man kann sich nur ganz gezielt informieren ( wenn man danach sucht (-) Da ist es für alle Kandidaten*innen nicht einfach ihre Ziele an die Öffentlichkeit zu bringen.
    Jetzt wird es Zeit klare Linien zu zeigen.
    Es wird spannend.

  6. Harwicker Jung // 30. Juli 2020 um 09:54 //

    Ich weiß gar nicht, wo das Problem liegt!?
    Frau Kortüm hat ihre eigene Fläche und zusätzlich wird sie von den Grünen, der UWG und der FDP unterstützt. Wenn man die Flächen addiert, hat Frau Kortüm die grrößte Fläche zur Verfügung. Die Partein sollten sich nur einig sein und auch zeigen, dass Sie GEMEINSAM hinter Frau Korüm stehen und ihr die Fläche zur Verfügung stellen. Alle drei Partein können ja trotzdem das jeweilige Parteilogo als Unterstützer Bekenntnis mit einem kleinen Slogan veröffentlichen. Hier wäre nur ein Überparteiliches Zusammenarbeiten gefordert, was ja leider nicht nicht immer so einfach ist.
    Sollte dies gelingen, wäre es ein deutliches Zeichen gegen die aktuelle Herrschaft der CDU in Gescher und die ersten positiven Signale für einen Neuanfang der Ratsarbeit nach der Kommunalwahl 2020 zumindest vorab schon mal andeuten.

  7. Also, wenn man über die Hambrücke Richtung Tungerloh-Capellen fährt, kann man Frau Kortüm gut erkennen 😉

  8. Ein verärgerter Bürger // 29. Juli 2020 um 16:54 //

    War ja klar, dass sich wieder jeder beschwert. Wenn unser BM was falsch macht, meckert jeder; wenn er was richtig macht, meckert auch jeder! Leute, was wollt ihr eigentlich? Offensichtlich hat unser BM hier alles nach geltendem Recht eingeteilt. Wen das geltende Recht stört, soll bitte eine Initiative starten, um das geltende Recht zu ändnern. Aber bitte fordert unseren BM nicht dazu auf, gegen das Gesetz zu handelt. Allein das sollte schon strafbar sein!
    Gescher. Natürlich anders.

  9. Stephan // 29. Juli 2020 um 14:28 //

    Da zeigt sich mal wieder die Kleinkariertheit der Verwaltung und der CDU. Hat man nichts Wichtigeres zu tun?
    Legal, aber nicht anständig!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: