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Vergabekriterien für Wohnbaugrundstücke in Gescher und Hochmoor

Hauptausschuss berät am Mittwoch.

Gescher (fjk). Neben den von der Grundstücksgesellschaft Gescher mbH im Baugebiet „Schultenrott“ in Kürze zu vermarktenden Baugrundstücken, wird auch die Stadt Gescher im Ortsteil Hochmoor im Umlegungsgebiet „Landsbergstraße“ noch in diesem Jahr Wohnbaugrundstücke anbieten können. Doch wer soll diese Grundstücke erhalten? Dafür will der Hauptausschuss in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch Kriterien festlegen.

Aufgrund der vorliegenden Interessensbekundungen ist für beide Baugebiete davon auszugehen, dass die Anzahl der Bewerbungen auf Zuteilung eines Wohnbaugrundstückes die Anzahl der zur Verfügung stehenden Grundstücke deutlich übersteigen wird, so die Sitzungsvorlage. Sinnvoll sei es daher, für beide Baugebiete einheitliche Kriterien für die Vergabe der Grundstücke zu verwenden, die dann auch für weitere Baugebiete in den nächsten Jahren Anwendung finden können.

Als Diskussionsvorlage legt die Verwaltung ein Muster des  Städte- und Gemeindebundes NRW für die Vergabe von Wohnbaugrundstücken vor. -Download hier – (Mustersatzung Baden Württemberg).

Download hier Mustersatzung

Lies hier Satzung der Stadt Ahaus

14 Kommentare zu Vergabekriterien für Wohnbaugrundstücke in Gescher und Hochmoor

  1. Ich schließe mich einigen Kommentaren an. Wenn man mit Anfang/Mitte fünfzig für das Alter plant und ebenerdig bauen will, hat man keine Chance berücksichtigt zu werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man mangels Angebot an entsprechenden Wohnungen den Ort, in dem man sein Leben lang gewohnt hat, verlassen muss. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? So lange man jung ist und die Schulen und Kindergärten “bestückt“, ist man erwünscht, danach bitte nicht stören. Schade, eine bunte Mischung ist für die Gesellschaft wichtig.

  2. Jürgen // 13. August 2020 um 16:00 //

    Schließlich heißt es ja auch,, Baugrundstück “ und nicht,, Kapitalanlage“.

  3. Jürgen // 13. August 2020 um 12:10 //

    Hallo Anja,
    ich schätze deine Offenheit.
    Ich kann dein Handeln auch respektieren, ist es doch genau so verständlich wie legitim.
    Jedoch kann ich das Handeln der Stadt genauso gut verstehen, durch gewisse Vergabekriterien dieses gewinnorientirte Handeln zu unterbinden um es auch jungen Familien zu ermöglichen ein Baugrundstück zu erwerben.
    Ist es doch genau so verständlich wie legitim.
    Mfg Jürgen

  4. Andrea Klein // 13. August 2020 um 08:38 //

    Hallo Jürgen,

    ganz einfach: Um es zu gegebener Zeit mit Gewinn zu verkaufen.

  5. Jürgen // 12. August 2020 um 21:55 //

    Hallo Andrea,
    ich gönne dir dein Baugrundstück.
    Aber warum ist ein Baugrundstück mitten in Gescher immer noch,, Baugrundstück „?

  6. Andrea Klein // 12. August 2020 um 21:22 //

    Gut dass ich ein Baugrundstück mitten in Gescher besitze!

  7. Jürgen // 12. August 2020 um 21:17 //

    Da wurden ja jetzt viele Beispiele aufgezählt.
    Aber ich glaube wenn ich als 21 jähriger Single ohne Ausbildung ein Grundstück, das dann auch innerhalb der nächsten zwei Jahren bebaut werden muß, bei der Bank einen Kredit aufnehmen will wird mir jede seriöse Bank diesen Ablehnen.
    Und das ein 25 jähriges Kind, was vielleicht noch 2 Jahre zuhause wohnt anders bewertet wird wie ein 2 jähriges Kind das kann ich schon verstehen.
    Zugegeben, das ganze Andere, wer wie lange und wo gearbeitet hat etc da sollte man meiner Meinung nach nicht nur auf Paragrafen reiten.
    Wenn Gescher wachsen soll dann doch wohl nur in Harmonie, und die vom erstem Tage an.
    Bleiben sie gesund

  8. Es gibt nicht nur Familien mit kleinen Kindern, die bauen wollen.
    Es gibt auch andere … z.B.:
    ältere Generation 50+ …ohne Kinder
    ältere Generation 50+ …mit minderjährigem und volljährigem Kind
    ältere Generation 50+ …mit volljährigem Kind
    junge Leute, die nicht verheiratet sind
    junge Leute, die verheiratet sind
    Singles
    Patchworkfamilien
    mit Kind/ohne Kind/mit Patchwork-Kindern
    mit Pflegefall, z.B. Oma
    usw. …

    Warum werden volljährige Kinder gar nicht berücksichtigt??
    Es gibt Kinder, die mit 18 oder 20 noch zur Schule gehen oder auch mit 24 erst ihre Ausbildung beenden.
    Für die bekommt man Kindergeld von der Familienkasse und die werden auch von der Stadt Gescher noch in der Familienkarte vom Freibad berücksichtigt (solange man Kindergeld für die bekommt),
    aber bei den Vergabekriterien möchte man die scheinbar gar nicht berücksichtigen?!
    Das kann ja wohl nicht sein!!!
    Und Kindern in verschiedenen Altersklassen unterschiedliche Punktezahlen zu geben (z.B.: 5 Jahre-18 Punkte…15 Jahre-8 Punkte), ist auch nicht richtig. Kind ist Kind, da sollten ALLE GLEICH behandelt werden und auch alle die gleiche Punktzahl pro Kind bekommen.

    Wichtig wäre:
    Bewerber selbst oder deren Ehepartner dürfen NICHT bereits Eigentümer von Baugrundstücken oder bebauten Grundstücken (Eigenheim, Mietwohnhaus, Eigentumswohnung) sein.
    Bewerber oder deren Ehepartner dürfen innerhalb einer Frist von z.B. zwei oder drei Jahren NICHT ein Baugrundstück oder bebautes Grundstück veräußert, verschenkt oder vererbt haben.

    Wer darf sich bewerben?
    Jeder, der schon 18 J. alt ist?
    Oder würde ab 21 J. auch reichen?
    (in Velen z.B. erst ab 23 J.)

    Zum Thema Bedürftigkeit der Bewerber nach Vermögen und Einkommen:
    Punktezahl (z.B. 5 oder 10) gestaffelt nach verschiedenen Werten und ob Single oder Paare?
    Hier sollte es eine einheitliche Einkommensgrenze (z.B. von 120.000 Euro im Jahr) geben, das heisst nur das EINKOMMEN zählt.
    Warum sollte das Vermögen zählen?
    Heißt auf gut deutsch:
    Jemand der lange Zeit darauf gespart hat und jetzt VERMÖGEN hat, wird dafür bestraft und bekommt weniger Punkte, weil er jetzt nicht so bedürftig ist.
    Und jemand, der das gleiche Geld vorher zur Verfügung hatte und das im hohen Bogen zum Fenster rausgeschmissen hat, der ist jetzt bedürftig und bekommt mehr Punkte (also 10 Punkte).
    Bei gleichem Einkommen vorher:
    Der eine hat Verzicht geübt und bekommt jetzt weniger Punkte (da Vermögen),
    der andere hat gut gelebt und bekommt jetzt mehr Punkte (da jetzt bedürftig).
    Warum?

    Wie sollen unter sozialen Gesichtspunkten eigentlich Alleinverdiener oder Doppelverdiener gewertet werden?

    Zum Thema Ehrenamtliches Engagement:
    Ehrenamtliches Engagement ist wichtig und gut, aber dabei werden doch nur die berücksichtigt, die JETZT GERADE eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben.
    Ich habe FRÜHER selber viele ehrenamtliche Arbeit gemacht (d.h. OHNE irgendeinen Cent als Entschädigung, Aufwandsentschädigung o.ä. dafür zu bekommen)…bei Kindern kommt dann schon einiges zusammen, so habe ich viele Jahre Ehrenamtliches im Kindergarten, in der Grundschule, in 2 Fußballgruppen und auch im eingetragenen Verein einer Grundschule geleistet
    (und ich rede jetzt von mindestens 10 Jahren …)
    Was bringt mir das JETZT bei der Punktevergabe? Nichts!
    Was bringt das den Leuten, die zukünftig sich ehrenamtlich engagieren? auch nichts!

    Und wie soll Ehrenamt überhaupt definiert werden?
    (Ist ein Ehrenamt noch ein Ehrenamt, wenn man eine Entschädigung, Aufwandsentschädigung, Sitzungsgeld oder sonstwas dafür bekommt?)

    Dass allgemein „Gescheraner“ bevorzugt werden sollten, egal ob sie seit x Jahren in Gescher wohnen oder früher mindestens x Jahre in Gescher gewohnt haben oder seit x Jahren in Gescher arbeiten oder sonstwie mit Gescher irgendwie verwurzelt sind, ist richtig. (Velen hält z.B. eine kleine Anzahl von 5 Baugrundstücken pro Baugebiet auch für Fremde vor.)
    Aber wenn ich seit 20, 30, 40, 50 Jahren in Gescher wohne, das alleine müsste ja schon ausschlaggebend sein.
    Aber dann vielleicht noch hingehen, und zusätzlich Punkte zu verteilen für Leute, die in Gescher arbeiten…je länger sie hier in Gescher gearbeitet haben, desto mehr Punkte…Warum wird sowas berücksichtigt? Wichtig ist, dass man arbeiten geht und das Grundstück und das Haus bezahlen kann, da ist es doch wohl vollkommen egal, ob ich glücklicherweise bei einer hiesigen Firma arbeiten kann oder ob ich mit viel Fahrzeit bei einer auswärtigen Firma arbeite.

    Und wie sollen junge Leute dann überhaupt viele Punkte zusammenbekommen,
    wenn sie z.B. noch nicht verheiratet sind, und auch wegen der Vergabekriterien jetzt nicht heiraten wollen, keine Kinder haben, erst seit ein paar Jahre arbeiten gehen, vielleicht glücklicherweise in Gescher, vielleicht auch nicht…diese jungen Leute sind auch auch unsere Zukunft.
    Das darf man nicht vergessen.

    Werden ältere Generationen (50+) auch berücksichtigt?
    Diese wollen vielleicht auch mit ihren Kindern Mehrgenerationen bauen…
    und ersparen somit in der Zukunft Alters-/Seniorenheim bzw. Pflegedienst/Fachpersonal ein.

    Es gibt sovieles zu berücksichtigen.

    Die Muster-Richtlinien, die Gescher gerade zugrundelegt (Ahaus und Baden-Württemberg) haben ganz viel Luft nach oben.
    Ich habe mir daher lieber die Richtlinien der Stadt Velen angesehen.

    Wir können nur hoffen, dass die einzelnen Kriterien kritisch hinterfragt und recherchiert werden und GUTE, FAIRE Vergabekriterien ausgesucht werden.
    Denn die werden ja wahrscheinlich auch bei den künftigen Baugebieten auch angewandt werden.

  9. Jürgen // 11. August 2020 um 20:54 //

    An Single,
    hast du jetzt schon ein Scheidungs/Trennugshaus gekauft?
    Wenn ja dann ist doch auch gut.
    Dann sollten doch auch erstmal Familie mit Kinder dran kommen um Grundstückspekulationen zu umgehen.

  10. Nunja, zu den Kriterien muss man als Single nichts sagen, ich habe mir vor Jahren schon den aberglauben abgewöhnt, hier im Ort ein Baugrund zu bekommen als Bewerber…
    Ich warte meist die Trennungen und Scheidungen ab, um evtl ein gebrauchtes zu bekommen, da es als Alleinstehender ja keine andere Chance gibt…

  11. Fortgezogener // 11. August 2020 um 18:04 //

    @Andi

    Dass Vergabekriterien jemanden benachteiligen, ist doch der Sinn einer solchen. Es bliebe ansonsten nur die Vergabe per Los, wenn nicht im Voraus festgelegt werden soll, wer uU nicht zum Zuge kommt. Wie sonst sollten auf 150 Bewerber 100 Grundstücke vergeben werden, ohne einen Einzigen auszuschließen?

    Werde ich benachteiligt werden, weil ich zur Fort- und Weiterbildungszwecken nicht mehr in Gescher wohne, vermutlich. Aber dafür kann ich niemanden die Schuld geben.

    Dass voraussichtlich eher Familien mit Kindern bevorzugt werden, ist im Interesse, einer schrumpfenden und alternder Bevölkerung entgegenzuwirken. Ansonsten bliebe nur die Zuwanderung. Das Interesse eines Staates wird es immer sein, ein Bevölkerungswachstum zu erreichen.

  12. @Rudi Rüssel

    Der Preis -voll erschlossen- für die Flächen dürfte mehr oder minder deutlich über 140 Euro/qm liegen, dem Preis des letzten großen Baugebietes „An den Bachgärten.“

  13. Wenn ich solche Satzungen lese kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
    Typisch Deutsch ältere Menschen werden hier diskriminiert da sie sicher keine Kinder mehr im Haushalt haben.
    Junge Paare die keine Kinder bekommen können werden
    ebenfalls benachteiligt.
    Armes Deutschland wo wird das auf Dauer noch hinführen.

    Es fehlt nur noch das Familien die einer bestimmten Glaubensgemeinschaft angehören extra Punkte bekommen!!

  14. Rudi Rüssel // 10. August 2020 um 21:35 //

    Weiß man wie hoch die Grundstückspreise sind?

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