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Rad- und Pedelecfahrer im Fokus der Polizei

Kreis Borken (ppp). Mehr als 750 Fahrrad- und Pedelecfahrer wurden im Jahr 2019 bei Verkehrsunfällen verletzt. Fünf kamen zu Tode, 94 wurden schwer verletzt. Dass die Erhöhung der Radfahrsicherheit ein vorrangiges Ziel der Kreispolizeibehörde Borken ist, liegt angesichts dieser Zahlen auf der Hand.

Am Mittwoch führte die Polizei in Ahaus, Bocholt, Borken, Gescher, Gronau, Vreden, sowie Stadtlohn Schwerpunktkontrollen durch, um Fehlverhalten von und gegenüber Radfahrern zu überwachen. Im Rahmen dieser Kontrollen händigten die Polizistinnen und Polizisten auch Handzettel aus, um auf gefährliche Verhaltensweisen im Straßenverkehr hinzuweisen.

Insgesamt wurden 390 Fahrradfahrer, 135 Pedelecfahrer und 95 Kraftfahrzeugführer kontrolliert und dabei 238 Verstöße festgestellt (Radfahrer: 131; Pedelecfahrer: 35 und Kraftfahrzeugführer: 72).

Bei den Verstößen der Fahrradfahrer handelte es sich überwiegend um das Fahren auf der falschen Straßenseite, das Befahren der Fußgängerzone und das verbotswidrige Benutzen des Mobiltelefons während der Fahrt.

Bei den Pedelecfahrern lag das Fahren in der Fußgängerzone und auf Gehwegen auf den vorderen Plätzen.

Geschwindigkeitsverstöße und die Missachtung der Gurtpflicht waren die häufigsten Verkehrsverstöße der Autofahrer.

Insgesamt wurden 209 Verwarngelder bzw. Zahlkarten fällig. Hinzu kamen 21 Ordnungswidrigkeiten und 4 Strafanzeigen (Fahren ohne Fahrerlaubnis bzw. ohne Versicherungsvertrag).

30 Eltern erhalten sogenannte „Elternbriefe“, da ihre Kinder sich nicht verkehrsgerecht verhalten hatten.

Die ganz überwiegende Mehrheit der Betroffenen sah ihr Fehlverhalten ein und zeigte Verständnis für die Kontrollmaßnahmen.

Die Polizei weist darauf hin, dass derartige Schwerpunktkontrollen auch weiterhin durchgeführt werden. Verkehrsunfälle werden fast ausnahmslos durch die Nichtbeachtung bestehender Verkehrsvorschriften verursacht – polizeiliche Verkehrsüberwachung ist unverzichtbar, um die Regelbeachtung zu erhöhen und Verständnis zu erzeugen.

Regelbeachtung ist der beste Unfallschutz – dies gilt für alle Verkehrsteilnehmer!

Radfahrerinnen und Radfahrer sollten sich zudem ihr erhöhtes Verletzungsrisiko bei Verkehrsunfällen bewusst machen. Man hat halt keine „Knautschzone“, kann aber durch einen passenden und korrekt getragenen Helm oder Radfahrer-Airbag das Kopfverletzungsrisiko minimieren. Durch entsprechende Bekleidung kann die Sichtbarkeit zudem erhöht werden.

Foto: ppp

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