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Affront gegen Hochmoor: Bauausschuss kassiert Beschluss des Bezirksausschuss

Hochmoor (r.röhling/fjk). Da hat die neue Ratsperiode gerade erst begonnen und schon gibt es den ersten Eklat. Die Tagesordnung der gestrigen Sitzung des neuen Bauausschusses enthielt verschiedene Tagesordnungspunkte, die am Tag zuvor auch im Bezirksausschuss Hochmoor besprochen und beschlossen worden waren. Sollen Grundstücke für die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes vorgehalten werden oder nicht? Ja, hatte der Bezirksausschuss Hochmoor mit deutlicher Mehrheit votiert. 

Dumm nur, wenn die die Mehrheitsverhältnisse im Bauausschuss andere sind und darüber hinaus Vertreter der Ratsfraktionen anders entscheiden, als Ihre Partei-Kollegen am Tag zuvor. CDU und UWG fegten den „Hochmooraner Beschluss“ in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Mittwochabend mit knapper Mehrheit vom Tisch. Die Grundstücke sollen nun an bauwillige Bürger vergeben werden.

In der ersten Sitzung des neuen Bezirksausschusses am vergangenen Dienstag waren sich fast alle Fraktionen einig: Auch wenn Norma jetzt nicht nach Hochmoor kommt, soll der geplante Standort – wenn auch mit Einschränkungen – möglichst weiter erhalten bleiben, um sich für die Zukunft noch eine Option offen zu halten. Bis auf die CDU Fraktion, die weiter für die Freigabe zur Wohnbebauung plädierte, waren sich alle einig, das Thema Einzelhandelsstandort Hochmoor weiter hochzuhalten.

Eine letzte Hoffnung für die Hochmooraner auf Erhalt einer „Verbrauchermarktoption“ ist  ein Antrag der FDP-Fraktion: Der Rat soll in seiner nächsten Sitzung in der Sache abschließend entscheiden. Bürgermeisterin Anne Kortüm wird die Entscheidung auf die Tagesordnung setzen.

6 Kommentare zu Affront gegen Hochmoor: Bauausschuss kassiert Beschluss des Bezirksausschuss

  1. Peter Hochmoor // 9. Dezember 2020 um 19:13 //

    Neben Gimbte gibt es sowas ja längst in Merfeld, als ganz normale GmbH … und zwar mit Rendite

  2. Oh, Entschuldigung, dass ich hier den Westfalenteil der Staatsmedien erwähnt habe. Ich fand den Lösungsansatz einfach besser, als immer nur zu nörgeln.

  3. verärgerter Bürger // 7. Dezember 2020 um 17:39 //

    @Lbausg//
    Wenn man alles, was man in der AZ lesen kann, als das
    „Evangelium der katholischen Kirche“ ansieht, haste Recht.
    Aber nur dann.
    Ich käme da eher auf die Idee, das die AZ, als der örtlichen C D U recht nahe stehendes Organ, dieser helfen möchte, aus dem Schlamassel glimpflich raus zu kommen.
    Nur so macht der Artikel Sinn.

  4. Da Hochmoor ja auch in den nächsten Jahren die notwendige 4000 Einwohnergrenze nicht knacken wird, sollten die Bewohner vielleicht mal einen Anlauf nach dem Vorbild Gimbte bei Greven nehmen. Steht heute in der AZ

  5. Reinhold Röhling // 4. Dezember 2020 um 18:37 //

    Als ich vor 15 Jahren nach Hochmoor gezogen bin, habe ich die Telekom gefragt, wann es in Hochmoor schnelleres Internet geben wird. Die Antwort war: In den nächsten 100 Jahren wohl nicht (Zitat!). Jetzt arbeite ich komplett von zu Hause (Hochmoor) aus mit einer 450 Mbit Leitung. Wo ein Wille ist, ist auch wen Weg. Mit dem Schwung, mit dem hier Glasfaser-Anschlüsse gelegt wurden, bekommen wir auch eine bessere Nahversorgung in Hochmoor hin.

  6. Norbert Kersten // 4. Dezember 2020 um 16:38 //

    Dass alle Grundstücke veräußert werden sollen, um möglichst allen Hochmooraner und Gescheraner Bauwilligen die Möglichkeit zum Eigentumserwerb zu geben, halte ich für okay. Denn einen Verbrauchermarkt, betrieben durch einen Investor, der Gewinn erzielen will, wird es in den nächsten 20 – 30 Jahren in Hochmoor aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht geben. Schlimm ist aber, dass es auf politischer Ebene einen Bezirksausschuss für Hochmoor gibt, der überhaupt keine öffentliche Beschlusswirkung für Hochmoor-Anliegen hat! Da wäre es doch besser, die Kosten, die für eine solche AusschussSitzung entstehen, einem caritativen Zweck zuzuführen.

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