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Tierärzte sehen Biogasanlagen nicht unkritisch!

GESCHER (fjk/pd). Biogasanlagen! Neben Photovoltaik und Windernergie, ist es die dritte Form der Energieerzeugung die in der Landwirtschaft mehr und mehr Fuß faßt. Besonders im Münsterland, jetzt auch in Gescher. Dabei hat gerade die Energiegewinnung durch Biogas einen besonders „charmanten“ Nebenaspekt: Die „ungeliebte Gülle“, stinkendendes Massenabfallprodukt aus Massentierhaltung, wird auf saubere (Wiedereinbringung in den biologischen Kreislauf) und sinnvolle (Energiegewinnung) Art und Weise entsorgt.

Sinnvoll ja, aber auch sauber? Ein Landwirt macht GescherBlog auf die zunehmenden vetrinärgesundheitlichen Bedenken dieser Art der Energiegewinnung aufmerksam. Es sind die Tierärzte, die Alarm schlagen. Sie fordern dazu auf, das Krankheitsbild Botulismus genauer zu erforschen – insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Übertragung durch Biogas-Gülle. Das sei auf der Haupttagung der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) von den Tierärzten deutlich vorgetragen worden.

Denn Gärreste aus Biogasanlagen seien zu erheblichen Teilen mit pathogenen Clostridien, auch Clostridium botulinum, kontaminiert. Durch das Ausbringen dieser Gärreste auf Futterflächen würden Clostridien in das Siliergut und somit auch in das Tierfutter gelangen. Das hat nach Aussage der Tierärzte wiederum zur Folge, dass sich die Erregerkonzentration im Tierkörper erhöhe bis schließlich das klinische Bild des chronischen Botulismus mit Lähmungen sichtbar sei. Dieses Krankheitsbild ist bisher aber nur  bei Milchkühen in Erscheinung getreten.

Möglich sei auch, dass sich die Tierhalter bzw. Tierbetreuer und Tiermediziner mit dem Erreger infizieren. Deshalb müsse das gesundheitliche Risiko, das von Biogasanlagen ausgehe, von den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen zur Kenntnis genommen werden.

*Quelle: TopAgrar.

2 Kommentare zu Tierärzte sehen Biogasanlagen nicht unkritisch!

  1. Landwirt aus Pröbsting // 2. August 2010 um 21:48 //

    Was sagt der LOV dazu? Gibt es eine Stellungnahme? Was sagt Antonius Kloster? nichts, nichts,nichts,

  2. Realist // 2. August 2010 um 19:58 //

    OHNE RÜCKSICHT AUF VERLUSTE!

    Das sich die Kommunalpolitik nicht darüber empört , dass z.B. die Biogasanlage in Tgl.Capellen die Existenzgrundlage von Bauern vernichtet , ist noch halbwegs verständlich.

    Das die Kommunalpolitik die Grundwassergefährdung durch Vermaisung der Landschaft hinnimmt , ist nicht verständlich.

    Das man solche Anlagen priviligiert bauen lässt, ist nicht verständlich.

    Das Herr Schröer , von der AZ , die Bürger erst NACH Erteilung der Baugenehmigung informiert, ist erstaunlich.

    Das ausgerechnet Münsters Bischof diese Umweltverpestung (auch Stift Tillbeck) fördert, ist ethisch verwerflich.

    Nach dem landwirtschaftlichen Wochenblatt sollen künftig mehr Abfälle in die Biogasanlagen. Also auch Hähnchenmist mit Hähnchenkadaver. Dann wird die Gefahr der Botulismusverbreitung noch größer.

    Da man aber in Gescher Ethik und Moral sehr tief hängt , ist ja alles in Ordnung. In Büren kann auch noch eine Anlage gebaut werden. Der Strom ist ja soooo grün!

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