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Traporol in Hochmoor: Global Player durch Fusion

Gescher/Hochmoor (reinholdröhling). Traporol aus Hochmoor baut einen neuen Betrieb in Gescher/Gewerbegebiet West. Das hat im Ortsteil Hochmoor zu lebhaften Diskussionen geführt.  -Lies hier- Über die Änderungen besonders dem Eigentümerwechsel bei Traporol unterhielt sich Reinhold Röhling mit dem Geschäftsführer Damiano Mele (siehe Bild oben):

Kaum jemand hatte es so richtig wahrgenommen, aber schon seit dem 22. Januar 2020 ist die Hochmooraner Traporol GmbH eine 100%ige Tochter der IEM Fördertechnik GmbH aus dem oberpfälzischen Kastl.

Die IEM hat sich auf Techno­logien für Förder-, Transport- und Umwelt­anlagen spezia­lisiert und war noch in 2014, kurz vor dem 40-jährigen Betriebsjubiläum in finanzielle Schieflage geraten. Neue Gesellschafter investierten und machten aus dem Traditionsunternehmen einen erfolgreichen internationalen Player, der weiter wachsen will.

Global Player durch Fusion

Nach Übernahme der Traporol durch die IEM im letzten Jahr erfolgte nun eine Fusion mit dem Fertigungsbereich Rollentechnik der IEM zur ROS Rollentechnik GmbH, die nun in Gescher neu baut. Es entstand ein Unternehmen mit rund 11 Millionen Umsatz und ca. 80 Mitarbeitern (Gescher und Kastl).

Auf die Frage warum nicht in Hochmoor sondern in Gescher expandiert wird sagte Damiano Mele: In Hochmoor sei einfach nicht mehr genug Platz  und Erweiterungsmöglichkeiten durch Zukauf eines neuen Grundstücks seien nicht gegeben gewesen. Man habe sich in Velen und Gescher nach Standorten umgesehen und Gescher bekam letztlich den Zuschlag,  denn „die Option in Gescher hat sich als die für uns beste Option dargestellt. Dort haben wir eine bessere Skalierungsmöglichkeit.“

Die nun freiwerdende Halle soll  weiter von der Trapo AG genutzt werden, die damit den eigenen Platzbedarf abdecken will. Mehr Platz braucht die neue ROS Rollentechnik  auch, denn in Gescher hat man die Realisierung bereits fest geplanter Projekte vor.

So möchte man  für die Schwerlasttechnik produzieren, wenn auch in geringeren Dimensionen, als dies in Kastl schon der Fall ist.  Ebenso kommt der Stückgutbereich oder der Leichtrollenbau  als Erweiterung für Gescher in Frage.

Kein Personalabbau, Mitarbeiter werden übernommen

Die im Rahmen vergleichbarer Firmenübernahmen nicht seltenen personellen Umstrukturierungen wird es nicht geben, so Mele.  Alle Mitarbeiter der Traporol werden übernommen ebenso die ausgeschriebenen fünf Azubi-Stellen. „Wir wollen schließlich wachsen,“ sagte der Geschäftsführer und weiter:  „Es ist natürlich ein generelles Ziel, mit dem erweiterten Produktspektrum auch im internationalen Kontext unseren Kundenstamm deutlich zu erweitern.“

So geht man davon aus, dass auch die Anzahl der Mitarbeiter (in Gescher zur Zeit 39 und in Kastl ca. 40 Mitarbeiter) steigen wird, wenn der Mittelstand nicht weiter so gebeutelt werde wie zur Zeit.

Tagesgeschäft läuft gut, Projekte werden verschoben

Als Serienfertiger ist die neue ROS Rollentechnik OEM Lieferant (=Original Equipment Manufacturer, bzw. Orginalausrüstungshersteller) für mittelständische Unternehmen. Wenn dort Auftragseingänge zurückgehen, dann merke man das auch bei der ROS Rollentechnik. Das Tagesgeschäft funktioniere aktuell weiter gut, doch das Projektgeschäft, z.B. für Kunden die ganze Förderstrecken bauen lassen, sei gekennzeichnet von Verschiebungen.

Da scheint der vor diesem Hintergrund der mutige Aufbau neuer Produktionskapazitäten in Gescher passend zum erhofften Ende der Coronapandemie fertig zu sein. Im Sommer soll der Umzug vollzogen sein, bereit für neue Projekte und Kunden.

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