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Mehr Rotkehlchen und Spatzen, weniger Meisen

In „Stunde der Wintervögel“ 5,6 Millionen Vögel beobachtet

Gescher/Berlin (pd). Folgen des milden Winters: Während weniger Kälteflüchtlinge aus dem Norden und Osten zu uns kommen, bleiben immer mehr frostempfindliche Arten ganzjährig bei uns. Insgesamt wurden bei der „Stunde der Wintervögel“ 5,6 Millionen Vögel beobachtet, darunter 1,1 Millionen Hausperlinge, so der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU).

An der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ haben mehr als 236.000 Menschen teilgenommen. Nach Auswertung aller Daten einschließlich der postalisch eingegangenen Meldungen steht eine Rekordzahl von 5,6 Millionen beobachteter Vögel aus 176 Arten zu Buche. Gezählt wurde vom 8. bis 10. Januar in bundesweit 164.000 Gärten und Parks.

Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion wird dadurch noch aussagekräftiger. Sicherlich hat auch der Corona-Lockdown dazu beigetragen, dass mehr Menschen ihr Interesse für die Natur vor der eigenen Haustür entdecken.

Futterhäuschen sind schlechter besucht als üblich.  Nicht zugenommen haben dagegen die Vogelzahlen – im Gegenteil. „Die durchschnittlich 34,5 Vögel pro Garten sind der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Aktion im Jahr 2011, zwölf Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.

Nur 2017 waren die Zahlen noch etwas niedriger. Auch damals machten sich besonders die typischen Futterplatzbesucher rar, nämlich sämtliche Meisenarten, Kleiber, Gimpel und Kernbeißer – alles Arten deren Winterbestände auf den Zuzug von Artgenossen aus dem Norden angewiesen sind. Dieser ist im bis kurz vor der Zählung europaweit sehr milden Winter wohl teilweise ausgeblieben.“

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Foto: Thomas Reich

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