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Hurra, Gescher ist bald nicht mehr „anders“

Gescher (fjk). Bürgermeisterin Anne Kortüm packt ein „heißes Eisen“ an. Der ungeliebte Stadtslogan „Gescher natürlich anders“ soll (endlich) weg. Wie aus zuverlässigen Quellen zu hören war, hat die Bürgermeisterin bereits ITM aus Gescher beauftragt, Vorschläge zur Neufindung eines Logos und vor allen Dingen eines neuen Stadtslogans zu finden.

Rückblick: 2013 drückte der damalige Bürgermeister Hubert Effkemann den Slogan „Gescher natürlich anders“ politisch durch. Trotz Protest und Mahnungen von Politikern, Stadtmarketing und Fachleuten. Besonders letztere sahen Gescher damit negativ belastet. Diese Befürchtung trat auch tatsächlich ein. Gescher wurde fortan verunglimpft, belächelt und verhöhnt: „Die sind doch sowieso anders.“

Das soll nun anders werden. Heike Steinbauer (links), die das Projekt bei ITM betreut, schüttelt den Kopf wie die damaligen Kollegen einen solchen Slogan vorschlagen konnten. „Wir wollen bei der Neufindung auf jeden Fall die Bürger einbinden,“ sagt sie im Gespräch mit GescherBlog. „Es wird eine Umfrage geben, wir wollen wissen was der Gescheraner denkt und fühlt“ Von einem Stadtslogan müsse auch ein positiver emotionaler Impuls ausgehen, meint die Fachfrau.

Möglicherweise wird am Mittwoch, 10.02.2021, im Rahmen der Vorstellung des Stadtmarketing-Konzeptes von Jana Ay (Hauptausschusssitzung – Beginn 18.00 Uhr), zum ersten Mal über das Thema gesprochen: Gescher nicht mehr anders, diesmal aber auf dem richtigen Weg.

Lies hier: „Stadtslogan – Meuter kriegt die Kuh nicht vom Eis“

21 Kommentare zu Hurra, Gescher ist bald nicht mehr „anders“

  1. Elisabeth // 11. Februar 2021 um 11:54 //

    Der Meinung bin ich auch. „Glockenstadt Gescher“ reicht völlig aus. Das Spiel mit 6 Grad versteht kein Mensch und Auswärtigen kann man das auch nicht sinnvoll erklären.

  2. Es wäre eine tolle Sache hier Namen zu finden. Herr Kunst kann ja dazu aufrufen, sammeln und dann präsentieren. Das wäre dann Bürgernähe. Mein Vorschlag. „Glockenstadt Gescher mit Herz“

  3. Gescher lässt die Glocken hell erklingen

  4. Jürgen Schmitz // 11. Februar 2021 um 08:56 //

    Hallo FJK, irgendwie habe ich dass Dingen wohl falsch verstanden- ein neuer Slogan, oder wie es in der Fachsprache heißt „Claim“ muss her. Wofür? Dass Gescher irgendwie anders ist? Vielleicht habe ich mich falsch oder unverständlich ausgedrückt, aber „Glockenstadt Gescher“ ist Name und Slogan genug und benötigt weder einen zusätzlichen Claim noch irgendwelche Ergänzungen. Bevor die Kunst um das Rathaus erklärt oder interpretiert wird, sollte sie mal lieber wieder aufgemöbelt werden (kaputten Würfel usw.). Was nutzt uns das revolutionäre Gemälde im Rathaus, wenn Besuchern von Gescheraner Firmen die Möglichkeit genommen wird, dieses zu besichtigen?
    Zur Information möchte ich noch einfügen, das wir für art-FAKT Kunst und Kultur in Gescher bereits vor mehr als 30 Jahren die stilisierten Würfel im Logo benutzt haben, nur fielen diese damals nicht in den Namen. Abschließend noch zur Information, habe mich nun über 50 Jahre mit Werbung beschäftigt, u.a. für namhafte Firmen, alles ist Geschmacksache und bedarf der Begleitung- aber es lasst sich auch Vieles verkaufen, wenn nur genug drumherum geredet wird.

  5. Anmerkung: GLOCKENSTADT GESCHER steht nicht zur Disposition. Schon deshalb nicht weil GLOCKENSTADT Teil des Stadtnamens ist (anstelle von „Stadt“ Gescher). Bei dem Auftrag an ITM geht es um das Logo (Spiel um 6 Grad) und den Slogan (Gescher natürlich anders). Gruss fjk.

    Lies hier einen GB-Beitrag aus 2013 – http://www.gescherblog.de/?p=17624

  6. Jürgen Schmitz hat natürlich Recht.Es kann nur Glockenstadt Gescher heißen.

  7. Franziska // 10. Februar 2021 um 12:29 //

    @Jürgen Schmitz, auch ich höre von vielen Auswärtigen den Satz: Achso aus der Glockenstadt Gescher kommst du. Das ist doch die Abfahrt an der A31.
    Wenn ich dann noch erzähle, dass tatsächlich noch Glocken hier hergestellt werden und es ein Glockenmuseum gibt, sind sie total interessiert.
    „Die Glockenstadt im Münsterland“ halt.

    Man sollte in keinem Fall wieder mit Sprüchen anfangen.

  8. Tag, danke Brandy für deine Antwort. Aus anderen Gemeinden kenne ich, die dafür nicht viel Geld ausgeben wollen, das man Wettbewerbe in Schule und Vorschulen für Logos und Spruch-Ideen veranstaltet.
    Für beiden Seiten eine Interessante Sache.
    Aber immer noch, “ Gescher einfach …..“.

  9. @Bolzen
    Schätze mal, das ist ‚freihändig‘ vergeben.Eine Ausschreibung mit Wettbewerb dazu habe ich nicht mitbekommen. Das wären nach VOB/A 10.000,- € die es maximal kosten darf. War das nicht auch der Preis vom letzten mal ? Einen Wettbewerb auch mit externen Agenturen die auf sowas spezialisiert sind, hätte ich besser gefunden. Aber das dürfte wohl zu teuer sein ….

  10. Eine gute Tat von der Bürgermeisterin das heiße Eisen anzugehen. Weiter so. Die Frage nach den Kosten wurde leider noch nicht beantwortet. Ist es nicht möglich, durch die Stadtmarketing Vorschläge von Bürger und Geschäftsleute zu sammeln. Das wäre doch eine gute Bürgerbeteiligung!

  11. Tag, würde mich auf jeden Fall interessieren , was das alles bei Fertigstellung wieder gekostet hat, und wer der Sponsor ist ( Steuerzahler )

  12. Jürgen Schmitz // 10. Februar 2021 um 08:46 //

    Gescher wirbt nun schon seit Jahren mit irgendwelchen seltsamen „Claims“ in vielen Medien, sei es „klingt gut“, „einfach anders“, oder das „Herz im Münsterland“- Sprüche die mehr oder weniger austauschbar sind und überhaupt nichts mit Gescher zu tun haben. Nun ist vor einiger Zeit vom Rat der Beschluss gefasst worden, Gescher in „Glockenstadt Gescher“ zu benennen. Wenn ich z.B. über die A4 in Richtung Dresden fahre, sehe ich am
    Seitenstreifen „Glockenstadt Apolda“. Ist doch irgendwie seltsam, dass eine Stadt, die ca. 10km von der Autobahn entfernt ist, keine Gießerei mehr hat und nur über eine kleines Museum verfügt so auf sich aufmerksam macht! Sollten wir nicht mal auf das Brett vor Kopf verzichten und auf alle Claims / werblichen Sprüche verzichten, einprägsam wäre es zumindest. Nebenbei, vor längerer Zeit sprach mit dem Geschäfstführer eines Touristikverbandes der mir nur bestätigte, wenn er die Bezeichnung „Glockenstadt“ vorab setzen könnte, würde er auf alles weitere verzichten, also „Glockenstadt Gescher“

  13. Benedikt Herzog // 9. Februar 2021 um 21:09 //

    Hallo Herr Kunst,

    nee, ich war (wie bereits erwähnt) nicht involviert. Daher kann ich zum Prozess wenig bis überhaupt gar nichts sagen.

    Bei Frau Steinbauer entschuldige ich mich an dieser Stelle natürlich aufrichtig für die falsche Ansprache.

    „Fachliche Fehlleistung“

    Musste bei der Begrifflichkeit schwer schlucken. Starker Tobak.
    Wenn das Ihrerseits die Art des Diskurses als freie Pressestelle der Stadt Gescher sein soll (sei Ihnen selbstverständlich unbenommen), macht es denselbigen schwierig.

    Viele Grüße
    B. Herzog

  14. Patrick // 9. Februar 2021 um 20:20 //

    „Wir wollen wissen, was der Gescheraner denkt und fühlt“ – Na ja, also ich erwarte von einer Agentur, deren „Fachfrau“ übrigens der CDU angehört, einen werbewirksamen Slogan, der Gescher gut dastehen lässt und eine Identifikation ermöglicht. Was der Gescheraner denkt und fühlt ist wohl etwas anderes. Die Werbung der Gescheraner CDU – ebenfalls erstellt von ITM (Steinbauer, Lammerding) – empfinde ich als eher altbacken. Nun geht es aber um unsere Stadt, das muss gut werden!

  15. Ralf Hanses // 9. Februar 2021 um 19:24 //

    Warum nicht einfach auf unser altes Lied zurückgreifen: Gescher- das Herz des Münsterlandes! So verknüpfen sich positive Assoziationen im emotionalen Bereich mit echter Gescheraner Tradition! Das wäre mein Wunschmotto!

  16. fjkunst // 9. Februar 2021 um 18:56 //

    @Benedikt Herzog
    Ja sicher hat er eine Tendenz. Nämlich die, das der alte Slogan zwar eine politische Fehlentscheidung aber auch eine fachliche Fehlleistung war. Deshalb hat Frau Steinbauer, nicht Frau Lammerding, auch Recht. Der Vorschlag des damaligen Auftragnehmers ist fachlich nicht nachvollziehbar. Und wenn Sie wissen, wie es „zu diesem Claim kam“, lassen Sie uns es wissen. Könnte spannend sein. Gruss fjk.

  17. Benedikt Herzog // 9. Februar 2021 um 18:43 //

    P.S:: Auch die Berichterstattung, hier vor allem der Titel Ihres Beitrages lieber Gescherblog, ist tendenziös.

    Bevor Fragen oder Vermutungen aufkommen; ich stehe in keinerlei geschäftlichen, verwandtschaftlichen oder freundschaftlichen Beziehung mit den Verantwortlichen.

  18. Benedikt Herzog // 9. Februar 2021 um 18:32 //

    Hallo zusammen,

    als Fachfrau (für Kommunikation?) sollte es Frau Lammerding doch eigentlich besser wissen. Sich in der Öffentlichkeit despektierlich über einen Marktbegleiter zu äußern, sieht immer etwas unbeholfen aus. Für mich persönlich ist das auch schlechter Stil

    Wissen wir wie viele Slogans seinerzeit vorgeschlagen wurden? Was der Weg zum Claim war?

    Viele Grüße und einen schönen Abend,

    Benedikt Herzog

  19. Brandstifter // 9. Februar 2021 um 15:41 //

    Das Logo zum 50ten hat ITM Design ja schon gemacht … einfach die 50 rausnehmen und was nehmen was die Ortsteile symbolisiert … das wär mal konsequent und günstiger… abgesehen davon gibts ja noch das Stadt-Wappen (immerhin auch auf wikipedia), aber das will – ausser Gescherblog – wohl keiner mehr sehen, zumindest auf Gescher.de 🙂 oder ?

  20. Dirk Drauschke // 9. Februar 2021 um 13:38 //

    Hallo Zusammen.

    Wie ich finde eine sehr richtige und weise Entscheidung.

    In der Grundschule lernte ich die Bedeutung der Wappen
    der Stadt Coesfeld, Geschers und des Kreises Borken.

    Vielleicht lässt sich der neue Slogan ja daran und der
    Historie orientieren. Würde mich freuen und bin schon
    sehr gespannt.

    In diesem Sinne herzliche Grüße aus Hochmoor nach Gescher.

    Dirk

    Drauschke

  21. Super Idee. Es haben sich tatsächlich viele meiner Bekannten, die nicht aus Gescher kommen, über diesen Slogan lustig gemacht.

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