Newsticker

Hochmooraner stürmen „Juicy Burger“.

Die begehrten Burger gibt es auch am nächsten Sonntag

Gescher/Hochmoor (reinholdröhling). Damit hatte keiner gerechnet, auch Ahmed Omar nicht, einer der Gründer von Juicy Burger. Auf Anregung des Hochmooraners Christian Schultewolter wagte Ahmed Omar einen Verkaufstermin am gestrigen Sonntag vor der Bäckerei Mensing in Hochmoor. Die Angst der Organisatoren, ob wohl einer kommt, erwies sich als unbegründet. Am Sonntag stürmten die Hochmooraner Juicy Burger geradezu und zeigten sich von ihrer besten Seite: Bis zu einer Stunde warteten sie geduldig auf einen der frischen Leckerbissen.

Auf der Speisekarte stehen 8 verschiedene handgemachte Burger-Varianten, vom klassischen Hamburger bis zum Nacho-Burger. Ab 15:00 Uhr waren Vorbestellungen möglich und 170 Burger waren bereits bestellt, bevor die Klappe des Verkaufstrucks sich um 16:00 Uhr in Hochmoor öffnete. Die Initiatoren um den Hochmooraner Christian Schultewolter trauten ihren Augen nicht. Bereits um 16:30 Uhr wurden bis zu 25 Wartende, mit Abstand und Maske gezählt.

Hochmoor im Burgerrausch. Schon früh bildete sich eine Schlange vor Juicy Burger.

Mit so vielen Vorbestellungen hatte man nicht gerechnet. Normalerweise hat das Team von Juicy Burger pro Truck ca. 100 – 150 Portionen dabei. Wer rechnet schon damit, das in Hochmoor das Interesse so groß ist.  Was also tun? Ein zweiter Verkaufstruck stand  gerade in Coesfeld und musste seinen Warenbestand opfern, damit in Hochmoor möglichst viele satt werden.

„Juicy Burger ist ein Familienunternehmen, bei dem alle mitarbeiten,“ erzählte Ahmed Omar Gescherblog im Gespräch. Seine Mutter habe am Sonntag morgen schon früh in der Küche Burger-Patties vorbereitet, da alles immer täglich frisch zubereitet werde und die Burger-Brötchen sollen demnächst sogar vom Bäcker Mensing kommen.

Das alles mache die Familie nicht reich. Ahmed Omar und seine Geschwister studieren noch. Er selbst hat am Dienstag seine Masterprüfung und konnte daher nicht selbst in Hochmoor sein. Juicy Burger diene in erster Linie dazu, das Studium für seiner Geschwister und sich zu finanzieren. Eigentlich will er, wie auch zwei seiner Geschwister, nach dem Studium als Wirtschaftsingenieure arbeiten. Alles unter einen Hut zu bringen, sei manchmal ganz schön anstrengend, aber er freut sich auch über die viele positive Resonanz.

Das ist nicht immer so. Ahmed Omar hat schon mal einen Standort aufgeben müssen, weil seine Familie wiederholt mit ausländerfeindlichen Sprüchen konfrontiert wurde. Ahmed ist Kurde und floh mit seiner Familie vor 18 Jahren aus Syrien nach Deutschland. Juicy Burger will nächste Woche wieder nach Hochmoor kommen, mit mehr Burgern im Gepäck.

Diesmal will Chef Ahmed Omar selbst dabei sein. In Hochmoor ist er mit seinem Team herzlich willkommen.

6 Kommentare zu Hochmooraner stürmen „Juicy Burger“.

  1. Dirk Drauschke // 15. Februar 2021 um 15:23 //

    @ Enttäuschter Hochmooraner

    geht doch. 😉 Vielleicht sieht man sich
    ja mal auf ein Bier bei Stefan, wenn
    es sich ergibt.

  2. Hallo „Juicy Burger“.
    ich habe einige Burger schon bei Euch in Gescher gekauft,
    ich muss sagen einfach „TOP“. ( warten lohnt sich )
    Das einige immer etwas zu maulen haben ist schon normal geworden,
    mit nichts halt zufrieden.
    Wie in jedem anderen neuen Unternehmen werdet ihr mit Euren Aufgaben wachsen und besser in der Organisation.
    Lasst Euch nicht entmutigen, die Mehrheit der Gäste steht hinter Euch.

  3. Ein enttäuschter Hochmooraner // 15. Februar 2021 um 11:24 //

    Der enttäuschte Hochmooraner kennt diese Situation genügend, hat im Service seine Erfahrung gemacht.Darum weiss er ja wie es besser gehen könnte,aber das was so verärgerte war der Ton der die Musik machte. Ich werde dem Team beim nächsten Mal eine zweite Chance geben.

  4. Dirk Drauschke // 15. Februar 2021 um 11:08 //

    Hallo Zusammen, hallo Ahmed.

    Manchmal frage ich mich wirklich, ob einige
    wenige nur kritisieren können und nicht das
    Schöne und Wunderbare sehen können.

    Sicherlich hast Du bzw. Ihr nicht mit dem
    Ansturm rechnen können, wo der geschiedene
    Bürgermeister doch feierlich betonte, dass
    in Hochmoor die Kaufkraft fehle. *sfg

    Alles in Allem freue ich mich mit sicherlich
    vielen HochmooranerInnen über Euer Angebot.

    Sicherlich mag die Kritik des entäuschten
    Hochmooraners berechtigt und aus dem Affekt
    entstanden sein. Doch nur wer selbst schon
    mal in einem Bier- oder Verkaufswagen stand,
    weiß Eure Situation zu beruteilen.

    In diesem Sinne herzliche Grüße aus Hochmoor
    nach Coesfeld.

  5. Ahmed Omar // 15. Februar 2021 um 10:55 //

    Erstmals vielen Dank an alle. Ich hoffe sehr, das die Leute die ein Burger bekommen haben waren auch zufrieden damit.
    Also wie gesagt, mit so einem Riesenansturm hat glaube ich niemand gerechnet und die Mitarbeiter haben die Vorbestellungen wahrscheinlich aufgenommen ohne richtig alles einzukalkulieren… es tut uns ehrlich für alles leid…
    Aber ich finde, man sollte immer respektvoll miteinander umgehen und die Nachrichten die ich erhalten habe, sind echt nicht mehr feierlich… Ich verstehe, das einige sauer sind. Aber ist es in Ordnung, das ihr beleidigen müsst…?
    Ich will nicht mehr viel drüber sagen und mich ein letztes Mal vom ganzen Juicy Burger Team Entschuldigung sagen.

  6. Ein enttäuschter Hochmooraner // 15. Februar 2021 um 10:45 //

    Ganz so happy war’s wohl nicht.Um 18:00 herrschte das totale Chaos am Stand. Juicy Burger war schlecht organisiert, es gab zum Beispiel keine Bestell Nr.,die Kunde wussten gar nicht welche Bestellung die nächste ist. Bedienung war mit der Situation überfordert.Viele Kunden sind verärgert ohne Burger wieder von dannen gezogen.Beim nächsten Mal könnte man noch vieles anders und besser machen.

Kommentar hinterlassen

%d Bloggern gefällt das: