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„Wir wollen Licht ins Dunkle bringen“

Nachbarn stellen Kerzen an jedem Baum auf, der gefällt werden soll

Gescher (fjk). Der Bau des neuen Kindergartens an der Riete in Gescher war nicht unumstritten. Aktuell wollen sich die Nachbarn gegen die Fällung einiger der großen, alten Bäume in Ihrer Nachbarschaft wehren. Wir werden um unsere Bäume kämpfen,“ sagt Annette Kortbuß aus der  Nachbarschaft. Am Samstagabend stellten sie an jeden Baum Kerzen auf. „Wir wollen Licht ins Dunkle bringen“, so Frau Kortbuß.

So richtig wissen die Nachbarn nämlich nicht, woran sie sind. Es fehlt ihnen an Informationen, was in Zukunft passieren soll. Deshalb wollen sie sich auch kurzfristig mit dem Bauherren Hendrik Wenning von der Pfarrgemeinde St. Pankratius/St. Marien in Verbindung setzen.

Uneingeschränkte Unterstützung aus der Politik gibt es aktuell nur von der FDP-Fraktion. Schon am 2. Februar machte sich die FDP für eine Erhaltung des gewachsenen Baumbestandes an der Riete stark und verwies auf das vorhandene Klimaschutzkonzept der Stadt Gescher. „In dem kommt das Wort Baum nicht einmal vor,“ kritisiert das der anwesende  Fraktionssprecher Thomas Haveresch.

Auch die FDP-Fraktion will „Licht ins Dunkle“ bringen. „Wir werden die Bürgermeisterin bitten, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung zu setzen, damit im Rat darüber diskutiert werden kann. Pfarrer Hendrik Wenning sollte dazu eingeladen werden, damit man aus erster Hand über die Absichten der Kirche etwas erfährt,“ so der Fraktionschef.

Grüne, UWG und CDU halten sich „bedeckt“. Eine Stellungnahme wollten sie zu der Thematik nicht abgeben. Lediglich die UWG kündigte an, dies zu gegebener Zeit tun zu wollen.

Geradezu eine Wende um 180 Grad macht die SPD-Fraktion. Am 11. Febr. kündigte sie auf ihrer Homepage an: „Die Bäume an der alten Musikschule sollen möglichst erhalten bleiben. Ein Festhalten an einer Gebäudeform darf nicht gegenüber Flächenverbrauch und ökologischen Interessen Priorität haben.“ Ein internes Memorandum, das GescherBlog vorliegt, spricht eine ganz andere Sprache.

Darin heißt es, die Stadt könne Fällung auf Privateigentum nicht versagen. Es sei gut, dass zwei alte Bäume stehen blieben (Anmerkung: 11 sollen gefällt werden) und 14 neu angepflanzt würden. Auch Bäume hätten ihren Lebenszyklus. Wenn die Bäume jetzt fielen, habe Gescher immer noch sehr viel Baumbestand. Darüber hinaus loben die Sozialdemokraten die positiven Auswirkungen auf den jetzigen Standort des Kindergartens  „Auf der Twente“. Die Ansiedlung des Kindergartens an der Riete bedeute für die Anwohner „Auf der Twente“   ein Gewinn. Die Twente werde ohne Fahrverkehr zum Kindergarten viel ruhiger. Und weiter: „Der Fahrverkehr zum neuen Kindergarten an der Riete tangiert dort keine Nachbarschaftsrechte“.

27 Kommentare zu „Wir wollen Licht ins Dunkle bringen“

  1. Hallo. Ich denke viele denken wie Jens. Denn es war jetzt sehr still geworden. Scheint niemanden zu Interessieren. Schade. Hatte eingentlich gehofft das sich noch mehr beteidigen und die Sache voran bringen. Aber wenn es viele Jense gibt war es das wohl.

  2. 1A Umweltschutz
    Erhalt der Bäume sollte höchst Priorität haben, grade jetzt, in Zeiten in denen der Umweltschutz eine Große rollte spiel, wie nie zu vor !
    Enttäuschen wie damit umgegangen wird

  3. Entsetzt // 22. Februar 2021 um 09:08 //

    Hallo Jens,
    Lies doch bitte die Argumentationen nochmal genau nach, vielleicht geht dir dann ein Licht auf. Hast du Kinder?
    Auch wusste ich nicht, dass Forstwirtschaft in der Innenstadt beitrieben wird!

  4. Wahnsinn, wofür die Natur heute alles den Kopf hinhalten muss.

    1) Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wird so auch schon seit zig Jahren als Alternative zum Raubbau für „naturverbundene Bauwillige“ angepriesen.

    2) Ohne den nachwachsenden Rohstoff Holz würde man nicht nur morgens auf dem Klo ein sehr dummes Gesicht machen, sondern in vielen Lebensbereichen.

    3) Verzichtet man den „Alexandra Tänzern“ zuliebe auf den Anbau heimischer Hölzer, würde der Regenwald noch schneller gerodet werden.

    4) Geht es hier nicht wirklich eher darum, dass man keinen lauen Kindergarten vor der eigenen Haustür möchte? Dann nennt es bitte auch so und versteckt euch nicht hinter Greta. Die hat schon genug zu buckeln.

    Naturschutz ist gut und wichtig. Daher sollte der nicht als Totschlagargument für jede kleine persönliche Befindlichkeit missbraucht werden.

  5. Der erhalt der Bäume, sollte höchste Priorität habe in der jetzigen Zeit mehr also ohne hin schon !

    Traurig, dass da so entschieden wird

  6. verärgerter Bürger // 18. Februar 2021 um 22:44 //

    Ich möchte auf Folgendes hinweisen:
    Jeder Pastor sieht sich als „Hirte seiner Herde“.
    Als Hirte bestimmt man aber auch, wo die Herde grasen oder hin laufen soll. Das hat das Gespräch mit dem Pastor gezeigt.
    „Es wird ein schöner Kindergarten“!

    Den Kommunalpolitikern sei gesagt, das weder der Pastor noch ein Stadtplaner oder Gebäudeplaner zu bestimmen oder festlegen kann, ob die Anliegerstraße den Verkehr aufnehmen kann- oder soll.
    DAS sollte weiterhin in der Entscheidung der Kommunalpolitik liegen,
    ansonsten empfehle ich den Damen und Herren des Rates, bei jeder Entscheidung bzgl. Straßen Um- oder Neubau, zuerst den Pastor zu konsultieren. Der entscheidet dann ob es machbar- oder den Anliegern genehm ist.

  7. Wir sitzen hier gerade und diskutieren, das ist dabei herausgekommen:
    Der Leserbrief vom Naturschutz Vorsitzenden und der Kommentar unseres Redakteurs müßten Verschreibungspflichtig sein! Sie kommen wie ein hochdosiertes Beruhigungsmittel rüber!
    Ein Naturschützer sollte einen klaren Standpunkt haben und nicht das Gefühl der Unabkehrbarkeit vermitteln!
    Wir hätten gerne die Rechtsgrundlagen offengelegt!

  8. Hallo „Traurig“. Ich bin Erzieherin und weiss ebenfalls wovon ich spreche. Gebe Ihnen voll Recht. Kinder brauchen Platz. Aber schauen sie sich um. Auch die anderen neuen Kindergärten haben kleine Gärten. Kaum Platz um zu bolzen . Standardspielgeräte….Das ist echt traurig. Ich habe in einem Zweistock gearbeitet mit grossem Garten, viel Platz zum toben…und alte Bäume. Die gaben im Sommer natürlichen Schatten, Markisen waren nicht nötig. Heute muss alles clean sein.
    Schön das Sie dabei sind. Wie wollen wir weiter machen? Jetzt einfach Ruhe geben ist doch falsch. Dann hätten wir uns ja gar nicht austauschen brauchen. Fänd auch die Meinung der Eltern interessant. Wo sind die? Ich bin selber eigentlich nicht betroffen. Rege mich jedoch über die Gleichgültigkeit auf , wie mit der Umwelt umgegangen wird. Der Vergleich mit den Hecken und Steinvorgärten aus einem anderen Leserbrief ist gut. Das ist genauso schlecht. Wenn wir so weiter machen, was passiert mit unserem Lebensraum. Bunte Vorgärten sind auf jeden Fall wichtig und besser. Aber wie gesagt . Clean ist in.Ich hoffe das die Menschen wieder gescheit werden und Blumen sowie Hecken pflanzen.
    Ich bitte drum sich zu melden. Lasst uns angagieren.

  9. Hallo Tina, ich wäre dabei!
    Ich meine aber Naturschutz geht noch weiter! Wo bleiben die Eltern, deren Kinder die Einrichtung besuchen werden?
    Halten sie es für den richtigen Weg für ihre Kinder? Naturnahes spielen ist für 100 Kinder auf so einem kleinen verbleibenden Grundstück nicht möglich. (siehe Grundriss in der Zeitung) Hier entstehen jede Wette Rutsche, Schaukel, Kletterturm mit entsprechendem Fallschutz und da verbleibt kaum Platz für Grünes. Höchstens im Topf oder Hochbeet, weil sonst von 100 Kindern alles zertrampelt wird. Ich spreche aus Erfahrung! Kinder brauchen Platz, viel Gebüsch und Spielmöglichkeiten die Kreativität zulassen. Nur so können sie Bäume und Sträucher lieben und schützen lernen!
    Also zweigeschossig bauen, Mensa , Schlafräume und Verwaltung nach oben…..draußen Platz für Bewegung und Naturbeobachtung schaffen, für unsere Zukunft: Natur und Kinder
    Bitte liebe Eltern, meldet euch zu Wort, lasst euren Kindern diese Erfahrungen nicht nehmen!

  10. Bernd Mecking // 18. Februar 2021 um 11:03 //

    Traurig, der Artikel heute in der Gescheraner Zeitung macht es deutlich. Der Zug ist abgefahren. Die Bäumer werden gefällt. In der Entscheidung zwischen Mammon und christlichen Werten hat sich die Kirche wie immer auf die richtige(??) Seite geschlagen. Als ob die jetzige Planung alternativlos ist. Und unsere Politiker? Die jaulen freudig erregt zustimmend hinterher.

    https://www.azonline.de/Lokales/Gescher/4369936-Fuer-Neubau-an-der-Riete-werden-voraussichtlich-elf-Baeume-weichen-muessen-Wird-ein-schoener-Kindergarten

  11. Ich wünschte, die Gescheraner würden ähnlich aufschreien, wenn sie sich mal mit den Dutzenden Gartenhecken, die zugunsten toter Metallzäune mit Plastiksichtschutz vernichtet wurden, und den ganzen versiegelten (Vor)Gärten befassen würden.

    Dass hier in der Kommunikation der Planung was schief gelaufen ist, ohne Frage. Und sicherlich ist jeder Baum schützenswerte.

    Aber so ganz trau ich hier dem Braten nicht. Insbesondere der Motivation, die dahinter steckt.

  12. Hallo „Privat“. Super Beitrag. Ganz deiner Meinung. Ich sehe das 100 Prozent genauso. Ärmel hoch Krempeln und los. Lasst uns zusammen tun und ein Schreiben aufsetzten und das Fersehn dazu nehmen. So ein dummes Zeug soll die ganze Welt sehen. Wie wäre es mit einer Whattapp Gruppe. So treffen ist ja schlecht. Muss ja jetzt irgendwie weiter gehen.Nur Reden bringt ja auch Nix.

  13. Wer will denn da was? Wer wurde gefragt? Diejenigen warum es geht, sind doch die Kinder! Wollen sie die Abholzung? Haben sie nicht schon genug versiegelte Flächen? Oder wollen das die Erzieherinnen?? Wir Erwachsenen sollten die Verantwortung für unsere Kinder übernehmen, sie sollen doch gesund und naturverbunden aufwachsen…. da reicht kein Blumentopf!
    Warum lassen wir uns das gefallen?
    Und später ist wieder ein großes Foto in der Zeitung, auf dem der Herr Pfarrer und der Architekt ( und die Bürgermeisterin) in die Kamera grinsen und mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf „ein gelungenes Gebäude“ zeigen! Ha Ha

  14. Mit Artenschutz und Naturschutz kann man definitiv ganz viel bewirken!!!
    Vielleicht kann man z.B. diese Bäume auch unter Naturdenkmal stellen.

    Im Bundesnaturschutzgesetz und im Naturschutzgesetz NRW ist bestimmt einiges an sehr wertvollen Informationen zu finden. Diese Gesetze schützen doch alle wildlebenden Tiere und Pflanzenarten sowie ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume.

    Es gibt auch Untersuchungsprogramme und Förderprogramme für einheimische Tiere und Pflanzen. Auch für Greifvögel, Eulen, Eichhörnchen, Wespen, Hornissen, Kröten, Fledermäuse usw. gibt es teilweise umfangreiche Untersuchungsprojekte und Förderprojekte.

    Ich bin zwar nur Laie und kein Fachmann, aber in der Vergangenheit hat man ja schon öfter gehört, dass solche Vorhaben gestoppt werden konnten oder korrigiert werden mussten, weil z.B. seltene oder aussterbende Tiere oder Pflanzen dort entdeckt worden sind. Dies könnten z.B. die Fledermäuse sein, die dort ja schon entdeckt worden sind oder das Greifvogelpaar, was im Sommer dort nistet.
    Da sollte man mal ansetzen!

    Unter Architektenkammer NRW habe ich z.B. gelesen, dass bei Vorhaben auf Baugrundstücken im Innenbereich die Bauaufsichtsbehörde, beispielsweise dann die UNTERE Landschaftsbehörde, beteiligt wird, wenn planungsrelevante Arten im Umkreis von 300 m um das Baugrundstück vorkommen oder wenn sich auf dem Grundstück ein nicht nur unwesentlicher Bestand an mehrjährigen Bäumen und Sträuchern befindet.

    Also: recherchieren, Fakten sammeln (wie alt sind die Bäume? welche Tiere leben dort? usw), die richtigen Stellen ansprechen und anschreiben bzw. die richtigen schriftlichen Anträge stellen.
    (sei es die Stadt Gescher bzw. die Bürgermeisterin, der Kreis Borken, sei es die einzelnen Parteien, der Naturschutzbund, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland/BUND, die Bauaufsichtsbehörde wie die Untere Landschaftsbehörde oder vielleicht die Obere Landschaftsbehörde, WDR Lokalzeit Münsterland, Radio WMW, Mario Barth usw.)

  15. Kotelett Klaus // 17. Februar 2021 um 18:53 //

    Wenn der Wille aber nicht da ist, kannste nix machen.
    Rein rechtlich ist da vermutlich nichts zu machen

  16. Ich hab nochmal einen Nachtrag . Wie wäre es wenn man das z.B. Mario Barth schreiben würde. Vielleicht kommt dadurch nochmal Bewegung in die Sache. Denn einfach zu sagen das man da jetzt Nichts mehr ändern kann ist doch wohl ein Witz. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Gebüsch.

  17. Christian // 16. Februar 2021 um 23:13 //

    Verehrter Pastor Wenning, es kann doch auch nicht in ihrem Interesse sein, solch wertvollen Baumbestand wegzuholzen. Es steckt doch so viel Leben drin! Nicht nur der Gescheraner Naturschutzverein, auch die Kirche darf solch ein Bauvorhaben nicht unterstützen. Es ist ein unwiderbringliches Töten von Leben, ein Töten von Altgewachsenem, das gut erhalten werden könnte. Haben Sie doch Erbarmen, wenn schon der Umweltschutz und auch die Grünen kein Wort für die Natur einlegen, so sollte wenigstens die Kirche zeigen, dass sie Leben für lebenswert hält.

  18. Noch eine verärgerte Bürgerin // 16. Februar 2021 um 22:12 //

    Ich bin geschockt das Bäume kein Recht auf Leben haben!
    Der UWG Mensch, der angeblich derEinem „Naturschutzbund“angehört beschwichtigt :“ Nächstes Mal achten wir darauf, wir pflanzen neue Bäume“ Nächstes Mal wird er nicht erleben, denn bis seine neuen Pflänzchen Bäume sind, lebt er gar nicht mehr! Außerdem sieht der „Schützer“ die Bäume schon am Boden!
    Das bei einem Tauschgeschäft der Naturschutz nicht bedacht worden ist, (Zitat Herr Homann) kann man keinem weismachen, das wird mit Absicht weggelassen, oder sind die Fachleute im im Sandkastenalter?
    Die Kindergartenkinder können sich Bäume später im Bilderbuch anschauen, ebenso die Tiere die dort leben, sie sitzen dabei unter Plastiksegeln im Schatten!
    Komisch, dass die Albert-Schweizer- Schule auf dem Gelände Platz hatte, obwohl dort überall Bäume im Weg stehen!

  19. Lustiger Bürger // 16. Februar 2021 um 21:14 //

    Sind das alles Eichen? Dann will ich bei nicht fällung auch kein geheule mehr hören über die Eichenprozessionsspinner!!! Also es werden doch neue Bäume gepflanzt! Ich finde einen neuen Kindergarten sehr sinnvoll wenn man bedenkt wie alt der Marion kiga schon ist!!

  20. Nein, der Verfasser des Leserbriefes ist Matthias Hohmann, der ist Mitglied der UWG und denen ist es völlig egal.
    Hauptsache 30er-Zonen-Schilder verteilen, aber solch ein Verkehrschaos mit Ansage einfach hinnehmen.
    UWG meldet sich dann wenn die Bäume gefällt sind und bekundet dann ihren Unmut.

  21. verärgerter Bürger // 16. Februar 2021 um 12:29 //

    Zunächst darf ich bemerken, das es hier im Blog scheinbar „mehrere“
    verärgerte Bürger gibt.

    Zum Eigentlichen:
    Man muss sich zunächst fragen, WARUM das Dreiecksgeschäft, nichts anderes ist es doch, überhaupt angeschoben wurde u n d, wer denn wohl Initiator dieses Geschäftes war.
    Involviert sind hier Stadt, Siedlungsgenossenschaft und Kirche.
    In diesem Dreieck muss man dann die „Verbindungen“ suchen.
    Wer sitzt in welchem Gremium u n d, seit wann arbeitet man, auch auf anderer Ebene, zusammen.
    Man sehe sich dazu die Besetzung der drei Gremien, CDU-Vorstand, Siedlungsgenossenschaft und Kirchenvorstand an.

    Zur Planung des Kindergartens.
    Für mich wirkt ein 7zügiger Kindergarten eher als eine Kinderverwahr- FABRIK, als ein „Kinder – Garten“!
    Die Zufahrt dann noch über eine Sackgasse zu planen, die ein Wenden innerhalb der Straße NICHT zulässt kann man eher als ein Schlaf-Fehler der Planer sehen, als PLANUNG sicher nicht.

    Bevor die Planung überhaupt bekannt war, wurde das Gebäude an der Riete erst mal abgerissen. Ein blitzartiges Vorgehen OHNE erkennbaren Grund, a u s s e r, man kommt auf die Idee, das sehr schnell
    „Fakten geschaffen werden sollten- und mussten“.
    Eine Integration der Altimmobilie hat man nie vorgesehen, noch in die Vorplanung mit einbezogen.

    Ungeachtet dessen sollten wir bei all der Diskussion um Umweltverträglichkeit etc. uns mal fragen, warum das Altgebäude eigentlich nicht nutzbar war. Warum wurde das Altgebäude nicht mit „eingeplant“?
    Gleichfalls aber auch, was ist eigentlich an dem Kindergarten auf der Twente so defekt, das der nicht mehr nutzbar ist?

    Das ehemalige Schulgebäude war ca. 65 Jahre alt. Der Kindergarten auf der Twente ca. 50 Jahre.
    Kennt jemand ein Wohnhaus was „“aus Altersgründen““ nach o.g. Zeitraum abgerissen wird?
    Abriss, insbesondere Neubau kostet Unmengen an Energie zur Herstellung der dazu notwendigen Materialien. Gehört das nicht zur Umweltverträglichkeit?

    Ich denke es wird in Kürze ein Gutachten auftauchen und die zu fällenden Bäume werden dadurch entsprechend schlecht klassifiziert.
    „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe“.
    Dadurch wird eine Fällung der Bäume kein „schlechtes Gewissen“ hinterlassen. Man hat sich auf das Gutachten VERLASSEN!

    Die Mehrheitspartei in Gescher hat sich auch an dieser Stelle erneut über die Belange und den Willen der Anwohner einfach hinweg gesetzt. Dass Grundstück am Friedhof, -Dreiecksgeschäft- wird mit einem
    Mehrfamilienhauses bebaut, obwohl die Anlieger es nicht wollen.
    Hier muss man allerdings einfügen, das es unter einem C D U geführtem Bürgermeister angeschoben wurde.

    Jede Argumentation von den Beteiligten -Siedlungsgenossenschaft, Stadtverwaltung, Kirche- ist lediglich eine hingehaltene Beruhigungspille. Nicht mehr und auch nicht weniger.

    Eventuell wird ja die Kindergeburtenrate nach Corona stark ansteigen, damit der Bedarf an Kindergartenplätze tatsächlich notwendig wird.

  22. Der Verfasser des Leserbriefes in der heutigen Allgemeinen Zeitung ist doch auch Mitglied der Grünen. Folge dessen hat der Schreiber auch ein großes Stück der Verantwortung dieser Entscheidung zu tragen. Daran gibt es nichts zu rütteln!! Oder erinnern sich die Grünen wieder mal nicht mehr an die Verantwortung vor der Wahl und wähnen sich nun in heulendem Elend. Die Kirchengemeinde hat lediglich eine Entscheidung angenommen die so angeboten wurde. Die einzigste Möglichkeit dieser Misere: die Bäume sind rasant schnell gewachsen!! Kein Mensch hat sie vorher gesehen (~:

  23. Der Leserbrief des sog. „Naturschutzvereins“ heute in der GZ ist an Defätismus kaum zu überbieten, ich rege eine Umbenennung in Naturschutzuntätigkeitsverein an.

  24. verärgerter Bürger // 15. Februar 2021 um 15:34 //

    Die Twente wir entlastet? Und die Riete wird immer mehr belastet!!! Aber das interessiert ebenfalls niemanden.
    Doch Hauptsache es wird ein neuer und noch größerer Kindergarten gebaut und wenn dann Bäume (welche Lebensqualität für alle liefern) im Weg stehen, dann müssen die halt weg. Man darf gar nicht drüber nachdenken sonst wird man wirklich sauer, was in der eigenen Heimatstadt vorgeht. Es gibt kaum eine Maßnahme die ohne Probleme oder Fehlplanungen abläuft. Warum sollte man alten Baumbestand nicht ins Konzept integrieren können?
    Naja das die grünen sich wegducken ist ja nichts neuen…

  25. Brigitte // 15. Februar 2021 um 14:04 //

    Ist schon lustig, dass die FDP hier in Gescher die Arbeit der Grünen macht, die sich hoffentlich im Verlauf dieser Geschichte nicht weiter als schwarzes Anhängsel generiert.

    Dass die SPD in unserem Örtchen nicht wählbar ist….echt jetzt, die Twente wird entlastet- schön, aber wer wird denn belastet, liebe SPD?
    Vielleicht lest ihr auch nochmal nach, oder leistet euch jemanden vom NABU, der euch was zum Lebenszyklus von großen Bäumen erklärt?
    Besonders schlimm finde ich persönlich, dass der Öffentlichkeit quasi Honig ums Maul geschmiert, intern aber komplett anders agiert wird.

    Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die anderen Parteien positionieren.

    Bäume leben, die können nicht einfach so ihre Wurzeln aus dem Boden ziehen und weiterwandern.

  26. Es wird gebaut auf Teufel komm raus. Ich frag mich sowieso schon die ganze Zeit wieso der Kindergarten fünfzügig ist. Wo komnen denn die ganzen Kinder her? Wir haben so viele Kindergärten mitlerweile. Aber das nur am Rande. Traurig das in der heutigen Zeit über das Fällen gesunder Bäume diskutiert werden muss. Ich finde das ganz schlimmm. Anscheinend ist doch falsch geplant worden. Einfach zugeben und die Planung ändern wäre doch der bessere Weg. Die Bürger in Gescher möchten die Bäume behalten. Wo ist das Problem?

  27. Hallo,

    ich bin SPD-Mitglied und habe mich auch für die Bäume eingesetzt. Nachfragen bei der NABU in Berlin, Billerbeck und Coesfeld.
    Mehrere Telefonate mit Fledermausschutz in Ahaus.

    Und interne E-Mails gehören bestimmt nicht zur breiten Meinung der SPD.

    Nur weil manche Älteren so denken, dass diese Bäume weg könnten, ist das nicht der große Teil der SPD.

    Ich selber distanziere mich von dieser Ausage hier im GescherBlog.
    Ich bin über solche Ereignisse beschämt und tiefst verletzt.
    Bäume und Tiere haben keine Stimme, aber wir Bürger.

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