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Bürgermeisterin will Bäume nachhaltig schützen

Schmerzhafte Erfahrung mit der Baumfällung an der Riete führt zu Reaktionen

Gescher (pd). Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Stadt mitunter nicht über genügend Möglichkeiten zum Schutz ihrer Bäume und damit des Klimas verfügt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand und dürften unumstritten sein: Studien zufolge lässt sich der Klimawandel effektiv durch Aufforstung bekämpfen. Denn Bäume verfügen über das Potential, zwei Drittel der bislang von Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen aufzunehmen.

In der Zeit vom 1.03. bis zum 30.09. eines jeden Jahres dürfen  Bäume nicht angetastet also nicht gefällt werden, darauf weist Bürgermeisterin Anne Kortüm hin. Diese Zeit will sie nutzen, um zu ermitteln und  politisch zu beraten, welche Maßnahmen man ergreifen kann, um den gesunden und verkehrssicheren Baumbestand in der Glockenstadt zu schützen und nachhaltig zu sichern. Die Bürgermeisterin sieht den Erlass einer Baumschutzsatzung  als notwendig an.

Baumfällungen, wie in der vergangenen Woche auf dem Baugrundstück des zukünftigen Kindergartens, sollen  nicht mehr möglich sein, geht es nach den Vorstellungen der Bürgermeisterin.

Unaufschiebbare Maßnahmen zur Gefahrenabwehr oder zum Zwecke der Verkehrssicherungspflicht haben selbstverständlich Vorrang, heißt es in der Pressemitteilung. „Das soll uns aber nicht davon abhalten, die wechselseitigen Interessen im Einzelfall abzuwägen, um ein sinnfreies Abholzen unserer Bäume zu vermeiden. Sie versorgen uns zuverlässig mit Luftfeuchtigkeit, Schatten und einem guten Klima.  Das trägt erheblich zu unserem Wohlbefinden bei“, ist die Bürgermeisterin überzeugt.

19 Kommentare zu Bürgermeisterin will Bäume nachhaltig schützen

  1. Hallo Daniel. Das Problem mit den Bäumen war mir im Oktober nicht bekannt. Ich hätte trotzdem gerne mal gewusst, warum der Kindergarten abgerissen werden muss? Wissen sie auch nicht oder? Sie wissen besser Bescheid wie ich. Das ist gut. Dann erklären Sie es mir doch mal. Die Bürgermeisterin hätte vielleicht mal in der Zeitung Stellung beziehen können, bevor die Bäume gefällt wurden. Oder auch andere .Das wäre für die Bürger ein Zeichen gewesen. Oder?

  2. Daniel // 7. März 2021 um 08:05 //

    Liebe Tina, extra für Sie ein kleiner Exkurs in Sachen „politischer Bildung“: wir leben in einer indirekten Demokratie, in der politische Sachentscheidungen (im Gegensatz zur direkten Demokratie) nicht unmittelbar durch das Volk selbst, sondern durch Abgeordnete getroffen werden. In diesem Fall dem Stadtrat, den auch Sie vergangen September gewählt haben. Deshalb wird der Bürger nicht gefragt.
    Wenn Ihnen der Standort nicht passt, hätten Sie schon vor über einem Jahr Ihre Einwände erheben können, denn ungefähr zu dem Zeitpunkt wurden die Pläne (abgesehen von dem Fällen der Bäume) publik gemacht. Sie hätten vielleicht sogar Unterschriften sammeln können, eine Bürgerinitiative gründen können und versuchen können, damit den alten Standort an der Twente zu erhalten.

    Ebenso möchte ich Ihnen leider die Illusion nehmen, dass eine Bürgermeisterin in den Kommentarspalten einer Internetdiskussion, die in einem Blog geführt wird, offiziell Stellung bezieht. Wenn Sie sich Kontakt zu ihr wünschen, wenden Sie sich doch an das Rathaus!

    Sie haben also schon noch ganz schön viele Möglichkeiten, sich zu melden und mitzugestalten. Hier (unzensiert) an einer Diskussion teilnehmen ist nur der erste Schritt. Es ist aber lediglich ein Organ der Meinungsäußerung und kein Organ der politischen Gestaltung.

  3. Schön das die Bürgermeisterin nachhaltig Bäume schützen möchte. Wo war sie denn in den letzten Wochen? Wir haben hier so viel geschrieben, sie hätte doch mal antworten können. Genauso wie die Grünen. Wo waren die. Nochmal meine Frage. Warum muss der St. Marien Kindergarten überhaupt abgerissen werden? Wegen einer defekten Heizung oder warum? Ich reiss mein Haus auch nicht ab weil es 50 Jahre alt ist.
    Wenn man es schon macht warum wählt man den Standort? In der Ecke sind doch schon genug Kindergärten. Und wieso waren alle so unflexibel. Ich denke , wenn unsere Bürgermeisterin sich eingesetzt hätte, wären die Architekten bestimmt in der Lage gewesen den Bau so zu planen , das die Bäume gerettet worden wären. Ok. Hätte bestimmt etwas mehr gekostet. Aber das wäre es wert gewesen. Warum wurden die Bürger vorher nicht gefragt ob der Kindergarten abgerissen werden soll usw. Ach ne. Da haben wir alle nix zu melden. Aber nen neuen Slogan sollen sich die Bürger überlegen. Lächerlich. Da dürfen wir mitreden. Merkt ihr was?

  4. Traurig // 6. März 2021 um 09:48 //

    Schön, dass die Grünen jetzt auch Stellung zum Thema nehmen! Besser spät als garnicht….ist zu spät!
    Zu den Äußerungen: „ die Kinder gegen Bäume ausspielen, lehnen wir ab“. Da ist wohl was grob falsch verstanden worden! Wie kann man bitte die Liebe zur Natur, Naturschutz und Nachhaltigkeit von Kindern losgelöst betrachten?
    Welche Chancen haben haben Menschen, wenn wir nicht schon Unseren Kindern die Achtsamkeit vorleben? Wie soll Naturschutz ohne die Liebe zur Natur funktionieren, wenn Kinder bis zu 45 Std. in der Woche auf versiegelten Flächen spielen mit künstlichen Spielwelten und die kleinen Rasenflächen mit Kunstrasen ausgelegt werden, weil die Grashalme beim besten Willen keine 200Kinderfüsse aushalten können. Aber die Kinder sind sauber und „fallsicher“ untergebracht! Da müssten auch die Grünen merken: Umweltschutz geht nur mit Kinder ( und Bäumen)
    Und wer alles vorher von den Plänen wusste? Sicherlich all die, die am dichtesten dran waren !

  5. verärgerter Bürger // 5. März 2021 um 11:49 //

    @ Reinhard,
    das zeigt deutlich, sehr deutlich, was man von derlei
    „Gemeinde Leben Pfarrbrief“ halten kann und soll.

    Eigentlich schade das man aus so Dingen lernen muss, das auch die Kirche lediglich „hohle Sprüche und Phrasen“ verteilt.

    Man hat also nie vorgehabt, auf die Bäume Rücksicht nehmen zu wollen.

    Es muss, auch an einem Kindergarten, fürchterlich viel Geld zu verdienen sein.
    Die Kirche „besorgt“- oder „“kungelt““ sich ein Grundstück.
    Stellt „als Bauherr“ den Bauantrag u n d, lässt über einen „Investor“ das Gebäude errichten. Dieser wiederum VERPACHTET das Gebäude dann „“an den Bauherren““.
    Ungeachtet der recht seltenen Konstruktion darf man davon ausgehen, das NIEMAND an diesem Projekt Geld dabei legt.
    Eine schön verschlüsselte, gut verpackte und zurecht gekungelte Angelegenheit.
    Was und Wem soll man noch glauben?

  6. Reinhard // 4. März 2021 um 21:20 //

    Hallo,
    schade das die Bäume gefällt wurden.
    Was mich jedoch wundert, im Gemeinde Leben Pfarrbrief steht: Das vorhandene Grundstück ist von markanten, großkronigen und hohen Bäumen geprägt. Der eingeschossige Entwurf nimmt auf einen Großteil der vorhandenen Bäume Rücksicht und bindet die ökologische Beschaffenheit des Grundstücks in die städtebauliche Figur mit ein.
    Irgendwie scheint sich da keiner dran gehalten zu haben.
    Find ich sehr schade und hoffe das der Baumbestand besser geschützt wird. Aber die Natur muss besser geschützt werden, der Klimawandel und Naturkatastrophen sind so vorprogrammiert.

  7. Verbote durch die Stadt auf privatem Grund? Wir haben davon schon genug! Wenn ich einen Baum auf meinem Grundstück pflanze und ihn groß werden lasse, dann möchte ich auch weiterhin darüber entscheiden, ohne das ich erst bei der Stadt fragen muss und behördliche Vorgänge abarbeite. ICh habe ihn gepflanzt, ich habe mich um ihn gekümmert, ohne mich hätte es ihn nicht gegeben!

  8. Nachbar // 3. März 2021 um 13:21 //

    Ein Schritt in die richtige Richtung!
    Aber der Inhalt der Baumsatzung muss stimmen!!!
    Und man sollte davon ausgehen dass die Baumschutzsatzung
    von allen anderen Parteien so durchgewunken wird.
    Und wo in der Stadt werden die
    versprochen Bäume
    (keine Stöckchen)
    gepflanzt).???

  9. Jürgen // 2. März 2021 um 17:34 //

    Wenn man jetzt so die Aktionen und Reaktionen aus dem Rathaus so sieht sieht man erst was man in den letzten 5 Jahren vermisst hat.
    Frau Kortüm, Daumen hoch.
    Mfg Jürgen

  10. Kerstin // 2. März 2021 um 15:36 //

    Sie hat ja auch im Wahlkampf angekündigt Gescher zu einer grünen Stadt machen zu wollen. Dafür habe ich sie gewählt. Ich glaube, sie macht´s wirklich. Ich drücke ihr auf jeden Fall alle meine grünen Daumen.

  11. Evelyn // 2. März 2021 um 13:36 //

    Super, dass das Thema direkt angegangen und nicht unter den Teppich gekehrt wird. Unterstütze die Ansicht von Frau Kortüm voll und ganz und bin sehr guter Hoffnung, dass Gescher sich somit bald in eine notwendigerweise klimafreundlichere Stadt entwickelt. Daumen hoch.

  12. verärgerter Bürger // 2. März 2021 um 11:07 //

    @ Bernd Mecking
    „Die Zeiten unerträglichen Parteienklüngels sind vorbei.
    Das tut Gescher gut“.
    Das es Gescher gut tun KANN, dem kann ich zustimmen, nuuuur,
    so lange die C D U und deren Klüngel noch die Mehrheit hat, wird es so weiter gehen.
    C D U, Karnevalsverein, Geno und Kirchenvorstand bis hin zur Feuerwehr sind davon durchzogen.
    Bis vor ein paar Jahren waren selbst bei allen örtlichen Banken die Leitungen C D U besetzt.

  13. Bernd Mecking // 2. März 2021 um 10:04 //

    Ich finde es ist schon bemerkenswert wie die neue Bürgermeisterin ihren Job angeht. Sie packt sofort heiße Themen an wie den unerträglichen Stadtslogan, den Rettungswachenneubau usw. an. Da sie parteilos ist (Gott sei Dank) ist sie natürlich ganz besonders auf die Unterstützung ihrer Bürger angewiesen. Wir Bürger sollten ihr diese Unterstützung nicht verweigern. In der Sache der Bäume an der Riete konnte sie nichts mehr retten, auch wenn sie es gerne getan hätte. Jetzt zieht sie die richtigen Schlüsse. Eine Baumsatzung wird das ungehemmte Bäume fällen in Gescher zukünftig verhindern. Die Zeiten unerträglichen Parteienklüngels sind vorbei. Das tut Gescher gut.

  14. Klar bekommt sie von mir ne Chance. Sie ist ja ne sehr Nette. Aber als sie das Amt angenommen hat wusste sie sicherlich von diesem Plan. Hätte man ja vielleicht reagieren können ,oder?

  15. Uli W. // 2. März 2021 um 08:55 //

    Jetzt gebt unserer neuen Bürgermeisterin doch auch mal eine Chance!!! In ein paar Monaten kann man nicht alles ändern, was der super BM vorher verzapft hat!!!!

  16. Was soll man dazu noch sagen. Den besagten Bäumen bringt das nun auch nix mehr. Wahnsinn mit welcher Geschwindigkeit gearbeitet wird. Wenn ein Arzt so arbeiten würde wäre der Patient schon tot.

  17. Joe Zett // 1. März 2021 um 21:39 //

    Herzlichen Glückwunsch! Leider zu spät für etliche Bäume in und um Gescher. Den markigen Worten glaube ich erst, wenn ich es sehe. Seitens der Politik wird viel versprochen und wenig gehalten.

  18. Bürgerin // 1. März 2021 um 17:55 //

    Noch schnell die Möglichkeit genutzt, die Bäume fällen zu können. War ja auch nur bis Ende Februar möglich. So schnell geht das. Tolle Leistung . Ihr sollt euch was SCHÄMEN.

  19. Ich privat // 1. März 2021 um 16:54 //

    Das nenne ich bürgernah! Top!

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