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FDP-Fraktion fordert Schutz und Förderung des Baumbestandes

Gescher (pd). Die Freien Demokraten wollen mit zwei Anträgen den Baumschutz auf privatem und öffentlichem Grund vorantreiben. “Die aktuelle Diskussion um die Baumfällarbeiten an der Riete hat gezeigt, dass Klima- und Baumschutz in Gescher eher stiefmütterlich behandelt werden”, sagt deren Fraktionssprecher Thomas Haveresch.

Die Freien Demokraten möchten erwirken, dass die Verwaltung ein Baumschutzprogramm für Bäume auf öffentlichem Grund entwickelt. “Es darf nicht passieren, dass wir im Stadtgebiet schützens- und erhaltenswerte Bäume und Grünanlagen auf öffentlichem Grund einfach entfernen, wie am Brunnenplatz in der Innenstadt vor ein paar Jahren”, so Anne Hauling.

Ebenso möchte die Fraktion ein Förderprogramm zum Erhalt ökologisch wertvoller Bäume auf privaten Grundstücken auf den Weg bringen. “Alte und große Bäume prägen das Ortsbild und verbessern das Ortsklima. Durch den Klimawandel mit zunehmenden sommerlichen Hitzetagen und vermehrten Stürmen gewinnt die Ausgleichswirkung der Bäume an Bedeutung. Mit einem Förderprogramm könnte die Stadt Gescher den Erhalt und die fachgerechte Pflege ökologisch wertvoller Bäume im Privatbesitz und die Neuanpflanzung heimischer Laubbäume als ökologisch wertvolle Bäume der Zukunft fördern”, meint der Liberale Daniel Bierut.

In vielen Nachbarkommunen, wie beispielsweise Bocholt. unterstützt die Stadt ihre Bürger und Bürgerinnen durch aktive Beratung zu Pflege der Bäume und ermöglicht  finanzielle  Fördermaßnahmen.

Die FDP begrüßt, dass die Verwaltung nun angekündigt hat, bis zum Herbst Maßnahmen zum Schutz und zur Sicherung des Baumbestandes zu prüfen und politisch beraten lassen will. “Wir freuen uns, dass wir mit unseren beiden Anträgen zwei sinnvolle Instrumente zur Diskussion gestellt haben, die wir nun konstruktiv mit den anderen Ratsfraktionen beraten werden”, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Foto: Nabu/Mey

5 Kommentare zu FDP-Fraktion fordert Schutz und Förderung des Baumbestandes

  1. Um vom Gescheraner Naturschutzbund dazu: NICHTS.

  2. @Aufmerksamer Leser: Das ist doch nicht ihr Ernst, dass sie glauben, dass nur eine Baumsatzung (sprich ein Baumfällverbot unter gegebenen Prämissen) Bäume in Gescher schützen könnte. Verbote und Satzungen sind nicht das richtige Mittel. In vielen Städten sind Baumsatzungen bereits wieder abgeschafft, denn mit Verboten erwirkt man in der Regel, dass diese umgangen werden. Den Bäumen ist damit so gar nicht geholfen und den Menschen ebenso wenig. Als ich vor 20 Jahre nach Gescher zog, wunderte mich generell wie man hier mit der Kettensäge hantiert. Wenn man nur satzungsbedingt fällen darf, dann umgeht man eben die Satzung. Den Bürger erreicht man damit nicht. Es ist wie mit den Windkraftanlagen. Fördert man sie, reißen sich die LEute darum. Werden sie nur als Schattenwerfer und akustische Belästigung wahrgenommen, haben sie keine Chance. Was Sie schreiben klingt nach einem typisch grünen Verbot und Eingriff in das private Eigentum. Das hat nichts mit Umweltschutz zu tun.

  3. Daniel Bierut // 3. März 2021 um 11:40 //

    Hallo Aufmerksamer Leser,

    mit unseren Anträgen wollen wir den Baumschutz voranbringen. Die Thematik an der Riete hat uns nochmal vor Augen geführt, wie wichtig das Thema ist und dass auch wir hier hätten (Jahre) vorher agieren müssen. Da wollen wir besser werden.
    Im ersten Schritt wollen wir, dass Bäume auf öffentlichem Grund geschützt werden. Aus unserem Verständnis heraus wäre ein Eingriff in jeden privaten Garten hinein sehr weitreichend und entspräche nicht unseren liberalen Ansätzen. Vielmehr wollen wir dahingehend mit unserem zweiten Antrag bewirken, dass der Baumschutz in privaten Bereichen gestärkt und gefördert wird.
    Ein möglicher Erarbeitungspunkt des Antrages zum Baumschutz auf öffentlichen Grund könnte bspw. sein, dass Bäume, welche jetzt auf privatem, vorher durch Eigentumsübertragung noch auf öffentlichem Grund standen, innerhalb einer Karenzzeit ebenfalls unter die Schutzverordnung fielen.
    Es wäre kühn zu sagen, dass mit unseren Anträgen jeder mögliche Case abgedeckt wäre, es wird immer wieder „Schlupflöcher“ geben. Mit den Anträgen sind wir aber sicher, einen guten und wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben.

    Daniel Bierut, sachkundiger Bürger der FDP im Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Umwelt

  4. Vincent // 3. März 2021 um 09:52 //

    Sollte eine Baumschutzsatzung auf regionaler Ebene eingeführt werden, sollte der interessierte Bürger wissen, dass dies einen Eingriff in den eigenen Garten bedeuten kann. U.U. muss dann ab einem bestimmten Baumumfang eine Genehmigung eingeholt werden muss und das diese Arbeiten an ein professionelles Unternehmen vergeben werden müssen. Nur mal so zum Nachdenken …

  5. Aufmerksamer Leser // 3. März 2021 um 09:49 //

    Kann es sein, dass die FDP die Gescheraner hinters Licht führen will? Liest man den Artikel genau, wollen sich die Liberalen eher nicht für eine Baumschutzsatzung einsetzen. Nur mit einer solchen hätte das traurige Baumfällen an der Riete verhindert werden können. Was wollen diese sogen. Liberalen also? Zunächst einmal den Bürger täuschen, so siehts auf jeden Fall aus.
    Auf öffentlichen Grund soll das Baumfällen verhindert werden, nicht aber auf privatem. Also alles wie gehabt. Investoren wie Ecoplan und jeder der Lust und Laune dazu hat, könnten dann weiterhin Bäume nach Gutdünken fällen. Was sollte also das FDP-Theater an der Riete wenn ihnen der Naturschutz genauso am A..sch vorbeigeht wie den anderen Fraktionen. Bäume schützen geht nur mit einer wirksamen Baumsatzung.
    Wäre schön, wenn ich mich irren würde.

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