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Die meisten Wildunfälle passieren im April

Gescher (topagrar). Im April passieren die meisten Wildunfälle im Jahresvergleich, dicht gefolgt vom Mai. Besonders hoch ist das Risiko für Autofahrer und Wildtiere zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Am häufigsten unter die Räder kommen Rehe: Sie machen 49 Prozent aller insgesamt gemeldeten Wildunfälle aus. Im April sind es verstärkt Rehböcke.

Kleine Säugetiere sind häufig Verkehrsopfer
Mit dem Tierfund-Kataster ist erstmals eine bundeseinheitliche Erfassung vom Wildunfällen möglich. Die nun vorliegenden Daten zeigen, dass kleinere Säugetiere deutlich öfter Opfer von Wildunfällen sind als bisher angenommen. Rund drei Dutzend Kleinsäuger-Arten wie Marder, Ratte, Igel und Eichhörnchen machen insgesamt 12 % der gemeldeten Wildunfälle aus. Hase und Kaninchen kommen zusammen auf weitere 10 %, Füchse auf 7 %. Erst dann folgt mit dem Wildschwein (5 %) ein zweites großes Wildtier. Die Gruppe der Vögel ist an 4 %der Kollisionen beteiligt.

Wie lässt sich ein Wildunfall verhindern?
Geschwindigkeit reduzieren entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder.
Besonders gefährlich: neue Straßen durch Waldgebiete, da Tiere gewohnte Wege nutzen.
Tier am Straßenrand: Abblenden, Hupen, Bremsen.
Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollten stets mit Nachzüglern rechnen.
Was ist nach einem Wildunfall zu tun?
Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen und Polizei rufen.
Achtung Infektionsgefahr: tote Tiere mit Handschuhen anfassen.
Abstand halten zu lebenden Tieren.
Wild nicht mitnehmen, Wilderei ist strafbar.
Einem geflüchteten Tier nicht folgen. In der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der Jäger das verletze Tier leichter finden.
Für die Versicherung Wildunfallbescheinigung von Jäger oder Polizei ausstellen lassen

Quelle: topagrar
Foto: Archiv

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