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Umnutzung Marienkirche – Zeit der Grundsatzfragen!

GESCHER (fjk).marien-240-hinten Der Arbeitskreis Marienkirche trifft sich heute (3.11.) zum dritten-, und in diesem Jahr wohl zum letztenmal, im Turmzimmer der Marienkirche. Anwesend ist auch ein Vertreter des Bistums bzw. des Generalvikariats aus Münster.

Neu-Bürgermeister Hubert Effkemann begrüßt die Anwesenden und ist natürlich selbst, ebenso wie alle anderen Anwesenden gespannt, auf die Vorstellung einer Nutzungskonzeption durch das Büro Pesch & Partner. Herr Schönwitz und seine Mitarbeiter haben sich in der Tat „tiefgreifende Gedanken“ gemacht, die man unter dem Arbeitstitel „Haus des Lernens“ zusammenfassen könnte. Frau Dr. Dirkes aus dem Büro Pesch & Partner gibt einen ersten Einblick in finanzielle Grundlagen und Perspektiven.

Vor lauter Zahlen und Vergleichen raucht den Anwesenden erst einmal der Kopf. Doch schon bald wird deutlich, dass nun die Zeit der Klärung von Grundsatzfragen mit den Direktbetroffenen Gemeinde, Generalvikariat und Stadt Gescher gekommen ist, ansonsten könnte man vor dem Hintergrund der Regionale 2016 und den damit evtl. verbunden Fördermöglichkeiten sowie dem Finden einer Lösung für die Bücherei zu 2011 in Zeitdruck kommen.

marien-240-chorraumMarienkapelle.
Sie gilt als „gesetzt“, soll es also auf jeden Fall geben. Hat diese Kapelle jedoch zukünftig eher den Charakter eines Andachtsraumes (Erdgeschoß Turm) oder den einer „kleinen Kirche“ (Chorraum, siehe Bild links)?

Wohnungen im Turm.
Ist der Turm für Wohnungen bzw. Appartments überhaupt geeignet, wie vom Büro Pesch & Partner vorgeschlagen? Denn ebenso als „gesetzt“ gilt, dass das Geläut in der „Glockenstadt“ Gescher beibehalten werden soll.

marien-240-mittelschiffStadt Gescher als Investor.
Stellt sich die Unterbringung der Bücherei in der Marienkirche im Mittelschiff (siehe Bild links) als vorteilhafte Lösung für die Stadt Gescher da, Kostenvergleiche des Büros Pesch & Partner könnten durchaus darauf hindeuten? Gibt es neben der Stadt Gescher andere Investoren, die sich in die Idee eines „Haus des Lernens“ einbringen, beispielsweise als Mieter? Ist die Stadt Gescher überhaupt in der Lage, ein Projekt von 2 bis 3 Mio zu „stemmen“? Die Antwort darauf dürfte die voraussichtliche Finanzentwicklung in den nächsten 2 Jahren geben.

Position des Generalvikariats.
Auch zu klären ist, welche Form der Grundsatzfinanzierung des Gesamtprojektes trägt das Bistum mit? Ist der Stiftungsgedanke zum Unterhalt der Marienkapelle realistisch? Was soll evtl. mit weiteren Stiftungsüberschüssen geschehen? Könnten sie in Lerneinrichtungen der Kirche im Kirchencorpus genutzt werden?

Bürgermeister Effkemann hat in den nächsten Wochen viel zu tun! Gespräche mit und unter den direkt Betroffenen müssen hier zu Antworten bis Ende des Jahres führen. Spätestens dann, so Bürgermeister Effkemann, sollte auch die Öffentlichkeit in die Diskussion mit eingebunden werden. Das schulde man den Gemeindemitgliedern und Bürgern.

Die Idee des Gescheraners bzw. Wahlberliners Othmar Rest eines „Franziskuszentrums zur Bewahrung der Schöpfung“ (Berkellandschaften), seinerzeit unter großem Beifall im Hotel Grimmelt vorgestellt, dürfte angesichts des bisherigen Diskussionsverlaufs nur noch wenig Chancen auf Umsetzung haben. Der Vertreter des Generalvikariats kündigt  jedoch an, hierüber mit Herrn Rest ein Gespräch führen zu wollen.

Lies hier alle bisherigen Beiträge zum Thema „Umnutzung Marienkirche“.

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