Newsticker

Nienhaus: „Arbeit und Aufträge bleiben in Gescher.“

GESCHER (fjk).

kersten-markus-170

Markus Kersten. FDP.

Ausschußsitzung am vergangenen Mittwoch: Die Wortmeldung von Markus Kersten (FDP) war fast schon untergegangen. Zum Schluß des Tagesordnungspunktes „Umkleidegebäude Sportanlage Ahauser Damm“ meldet er Widerspruch seitens der FDP Fraktion zum Vorhaben der Verwaltung, das Gebäude im Rahmen einer sogen. funktionalen Ausschreibung erstellen zu wollen.

Bei einer solchen Ausschreibungsform werden die Planungsunterlagen Bestandteil des Angebotes.  Die Vergabe der einzelnen Gewerke obliegt einzig und allein dem Generalunternehmer. Das Ergebnis sind (bei Angebotsabgabe mehrerer Unternehmer) absolut unvergleichbare Angebote und was die Liberalen für schlimmer erachten:  Eine Beteiligung der Gescheraner Unternehmen an öffentlichen Ausschreibungen eher unwahrscheinlich, fast  ausgeschlossen.

Der planende Architekt verweist darauf, dass es hier um bestmögliche Kostenreduzierung geht. Wenn man dem Generalunternehmer entsprechende Freiheiten gewähre, könne man in der Regel „das optimalere Ausschreibungsergebnis“ erzielen. Diese Erfahrung habe man in jüngster Zeit gemacht.

Bürgermeister Effkemann ergänzt, der Wunsch nach „funktionaler Auschreibung“ über einen Generalunternehmer gehe letztlich von den am Bauprojekt beteiligten Vereinen aus. Der Planer habe bestätigt, dass eine solche sich erfahrungsgemäß günstig auf die Preisgestaltung auswirke. Ursprünglich sei die Verwaltung auch von der Ausschreibung einzelner Gewerke ausgegangen. Die Verwaltung habe lediglich einer Lösung zugestimmt, welche die Vereine vorgegeben hätten.

nienhaus

Rainer Nienhaus, Vorsitzender SV 08.

Noch während der Sitzung bemühen sich die Vereinsbosse um Schadensbegrenzung ob dieser Aussage des Bürgermeisters: „Als Quatsch und überhaupt noch nicht entschieden“, bezeichnet  SV 08 Vorsitzender Rainer Nienhaus diese Position. Es sei doch absurd anzunehmen, dass man die eigenen Mitglieder, denn fast alle Handwerker seien bei diesem oder jenem Verein Mitglied, von der Vergabe der Aufträge von vornherein ausschließen wolle. Außerdem brauche der Sport diese Unternehmen als Förderer und Sponsoren. Rainer Nienhaus wörtlich: „Arbeit und Aufträge bleiben in Gescher, dafür werden wir Sorge tragen.“

Fazit: Es besteht dringender Klarstellungsbedarf zwischen den Vereinen und der Verwaltung. Im Gegensatz zu einem privaten Investor ist die Stadt gehalten, Aufträge nur über ein Ausschreibungsverfahren zu vergeben, welche die lokalen Unternehmen nicht von vornherein ausschließt. Insofern sind die Äußerungen von Rainer Nienhaus klar, deutlich und beruhigend.

Beunruhigend ist jedoch eine mögliche Änderung in der Vergabestrategie bei der Verwaltung: Auch in Bezug auf die u. a. in`s Auge gefaßte Erstellung einer neuen Bücherei am Stadtpark denkt die Verwaltung bereits laut über eine Auftragsvergabe per Generalunternehmer (funktionale Ausschreibung) nach. Die FDP Fraktion kündigte Widerstand dagegen an.

1 Kommentar zu Nienhaus: „Arbeit und Aufträge bleiben in Gescher.“

  1. Demokrat // 3. Dezember 2010 um 13:06 //

    Nichts ist gut in der „Afghanistan – Koalition“ (CDU,SPD und Grüne)

Kommentar hinterlassen

%d Bloggern gefällt das: