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„GescherReport 2010“ erhitzt die Gemüter.

gescherreportGESCHER (fjk). Kein Zweifel, was PR angeht ist unserer jetziger Bürgermeister Hubert Effkemann (CDU) wesentlich aktiver als sein Vorgänger Heiner Theßeling (SPD). Den sah man gelegentlich wochenlang nicht in der Presse. Selbst Effkemann`s „Karnevalsbrüder“ mockierten sich jüngstens, er stände im Wettstreit mit Bernhard Vosskühler (CDU, Hochmoor) wer am öftesten in der Zeitung stehe. Er mache dies, um zu zeigen, dass er auch arbeite, meinte der Bürgermeister damals und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Die letzte PR Aktion des Bürgermeisters scheint jedoch nicht jedermanns Geschmack gewesen zu sein. Kurz vor Weihnachten erreicht den Bürger eine ziemlich dicke Hochglanzbroschüre. GescherReport 2010 (siehe links).

Darin die nach Meinung der Verwaltung wesentlichen Ereignisse des Jahres 2010, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, versteht sich.  Professionelle PR und Imagepflege oder einfach nur Verschwendung von Steuergeldern?  Frau Bone, „frische“ und fitte“ Vorzimmerdame des Bürgermeisters berichtet von viel Beifall für die Aktion. Bei GescherBlog hingegen hagelt es am Erscheinungstag Kritik: Per Email, per Telefon und sogar per Kommentar auf dieser Seite… obwohl kein Beitrag darüber verfaßt worden war. War das wirklich zuviel des Guten?

Ps: Einige Besucher haben Beiträge zu diesem Thema unter „Explodierende Kosten beim Winterdienst“ verfaßt. Diese finden sie nun im Anschluß an diesen Beitrag.

16 Kommentare zu „GescherReport 2010“ erhitzt die Gemüter.

  1. @ A. Zöllner
    Wenn du nur hierher gezogen bist, um rum zu meckern ohne irgend ein Hintergrundwissen, dann sag
    ich doch mal : „Reisende soll man nicht aufhalten.“ Umzugsunternehmen findest du z.B. in den
    Gelben Seiten.

    Admin @ ralf: Achtung: Bitte zukünftig auf Etikette achten!

  2. @Gogo

    Darf die Verwaltungsspitze so einfach Sponsoring eintreiben?

    Die Frage treibt mich auch um. Man stelle sich vor. Es ruft die Sekretärin des Bürgermeisters oder der Bürgermeister selber an und bittet um eine Anzeige.
    Welchen Vorteil verspricht sich so jemand der eine Werbung beim Bürgermeister schaltet oder welche Nachteile möchte er vermeiden wenn er keine Spende macht? Wo sind wir, Bella Italia?

  3. ….seit wann werden denn Anfragen von Frationsvorsitzenden durch Bürgermeistervorzimmer beantwortet? Meine bescheidenen Kenntnisse der Gemeindeordnung sehen eine Beantwortung durch den Bürgermeister vor. Oder steht der etwa nicht mehr hinter seiner Veröffentlichung?

    Und darf die Verwaltungssspitze so einfach Sponsoring eintreiben? Ok, Parteien dürfen sich sponsern lassen, Beamte nicht.

  4. Proebstinger // 7. Januar 2011 um 11:03 //

    Genau das, was „offiziell“ mit dem „Produkt“ Gescher Report bezweckt werden soll, ist Aufgabe des Stadtmarketing. Die handeln professionell, im Sinne der Wirtschaft, Tourismus usw. und kümmern sich – im Gegensatz zum Bürgermeister – das ganze Jahr um die Stadtentwicklung.

    So einen Jahresrückblick kriegen die auch hin.

    Wenn ein Bürgermeister einer 17000 Einwohner Stadt PR auf Kosten der Steuerzahler machen muss, gibt es dafür nur zwei Erklärungen. Ein gestörtes Selbstbewusstsein oder ein schlechtes Gewissen wegen schlechter Politik.

    Ich komme wie Michael E. aus dem Außenbereich und kann auch bestätigen, dass wir noch nie so einen am Agrarbereich desinteressierten Bürgermeister hatten. Für mich ist das Blättchen eine Provokation.

  5. Hallo!

    Vielleicht könnten Sie das Heft ja mal Online stellen. Hier ist nicts verteilt worden?!

  6. M. Schroer // 6. Januar 2011 um 15:44 //

    Hallo,

    eigentlich bin ich ja nicht so, aber das Heft trägt den Titel „GescherReport 2010“ und nicht „GescherReport 2011“. Dort wird über das Jahr 2010 berichtet, nicht über das noch vor uns liegende! 😉

    Ansonsten finde ich das Heft in Ordnung. Die Außengestaltung ist gut und ansprechend. Innen hätte man mehr draus machen können.
    Als ich es aus dem Briefkasten geholt habe, war ich überrascht, da ich sowas in unserem Gescher nicht erwartet hätte. Ich habe es dann mit viel Interesse von vorne bis hinten gelesen und dachte, dass diese kleine Broschüre in Gescher gefehlt hat. Ganz einfach aus dem Grund, dass darin über alles mögliche berichtet wurde. Nicht nur über den einen oder anderen Verein, sondern übergreifend. Viele Dinge wurden einem nochmal ins Gewissen gerufen, die man sonst hätte schnell vergessen können.
    Außerdem war es das erste mal, das der „GescherReport“ veröffentlicht wurde. Da darf noch Platz nach oben bleiben, um das Konzept zu verbessern.
    Außerdem hat auch eine Stadt das Recht für sich zu „werben“, wenn es nicht überproportinal den Kostenrahmen sprengt. Dies scheint hier ja eindeutig nicht der Fall zu sein.

    Meine Meinung darüber ist also eher positiv.

    Viele Grüße

    M. Schroer

    *Danke, stimmt.. habe sofort korrigiert. (War Gescherblog wieder seiner Zeit voraus???) fjk.

  7. christoph // 6. Januar 2011 um 13:34 //

    Und wenn Antek diese Broschüre schon druckt, sollte er wenigstens auch noch das Layouten übernehmen. Diese Mehrkosten ständen in keinem Verhältnis zum vermeidbaren Eindruck einer mittelmäßigen Schülerzeitung und einem gehobenerem Umfeld für Anzeigenkunden.

  8. andreas // 6. Januar 2011 um 13:32 //

    @jupp
    Unglaublich

    Die Stadtverwaltung ist eine Behörde. Verwaltungsvorstand ist der Bürgermeister. Dort sind laufend Entscheidungen zu Treffen, teils nach Abstimmung durch den Rat. Seit der Kommunalwahl werden immer mehr Entscheidungen in den nichtöffentlichen Teil gelegt. Sogar zum Thema Marienkirche passiert das.

    Und nun kommt eine 5500 € teure “Transparenzoffensive” des Bürgermeisters, die fast ausschließlich positive Ereignisse beinhaltet, die wir ehrenamtlichen Bürgern zu verdanken haben. Diese Bürger können auf das bizarre Schulterklopfen gut verzichten.

    Auch wenn 3000 € durch Werbeeinnahmen eingenommen wurden, zahlt dieses Geld der Bürger. Denn Werbegelder wachsen nicht auf Bäumen, sonder werden von Kunden z.B. der Sparkasse oder der Firma Wortmann bezahlt . Das Geld ist sinnlos verbraten!!!

    Sollten noch weitere Broschüren kommen, bitte ich Themen wie Spielhalle, Wirtschaftsbehinderung Boschstraße, Straßenverkehr Hofstraße, und, und, und zu bearbeiten.

  9. Weiß garnicht, was der Aufstand soll .
    Finde das super und es gibt immer Leute die immer und immer irgendwas finden was schlecht und nicht richtig ist.
    Das Heft ist super und sehr interessant .
    Und die Kosten sind ja jetzt auch nicht so hoch .
    Und wenn es irgendwelchen Firmen um Werbung oder Sponsoring geht , gibt es mit Sicherheit auch andere Möglichkeiten als dieses Heft.
    Also, alle mal die Kirche im Dorf lassen.

  10. Christine Bone // 6. Januar 2011 um 13:30 //

    Sehr geehrter Herr Kunst,

    hier nun Antworten auf Ihre Rückfragen bezüglich des GescherReports 2010.

    Bisher sind hier überwiegend positive Reaktionen eingegangen. Es ist immer schwer, ein neues und auch hier unbekanntes Produkt neu herauszubringen, deswegen ist es nur natürlich, dass Anfangsschwierigkeiten sowohl in der Akzeptanz wie auch in der Werbefreudigkeit der örtlichen Firmen auftreten. Doch wir sind sicher, dass mit dem GescherReport ein bessere “Einsicht” in die Arbeit der Verwaltung und das Stadtgeschehen möglich wird, wobei schon im Grußwort darauf hingewiesen wird, dass kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird.

    Nun zu Ihren Fragen:

    – Die Kosten für den GescherReport betrugen ca. 5.500 Euro, durch Werbung wurden ca. 3000 Euro eingenommen.

    – Die Firmen und Organisationen wurden durch persönliche Telefonate seitens des Vorzimmers angesprochen. Um Kosten zu sparen wurde auf eine breit gestreute schriftliche Anfrage verzichtet. Allerdings zeigte sich rasch, dass durch die spät angelaufene Nachfrage erst im 2. Halbjahr (bedingt durch den Wechsel im Vorzimmer) die Werbeetats vieler Firmen schon erschöpft bzw. bereits verplant waren.

    – Der GescherReport ist in keinem Fall als Mitbewerber auf dem Medienmarkt zu verstehen, sondern eher als kompakte zusätzliche Informationsmöglichkeit für unsere Bürger, wie es auch in vielen anderen Gemeinden gehandhabt wird.

    – Keinesfalls soll hier der Eindruck erweckt werden, das Defizite mit der Berichterstattung der örtlichen Presse gesehen werden.

    – Da es sich um einen Jahresrückblick handelt, ergibt es sich von selbst, dass viele Themen schon mindestens einmal in der örtlichen Presse im Laufe des Jahres behandelt wurden. Der GescherReport soll einen zusammenfassenden Überblick über die Themen geben, da manches, was im Frühjahr passierte oder sich über einen längeren Zeitraum hinzog, schon fast wieder in Vergessenheit geraten ist.

    – Alle Artikel unter denen kein Hinweis auf Text und Foto genannt wird, sind seitens der Verwaltung verfasst worden und die Verwaltung ist somit auch verantwortlich für den Inhalt. Ansonsten sind die einzelnen Vereine und Institutionen für den Inhalt und Fotos verantwortlich.

    – Bei einer Broschüre wie dieser ist es üblich das Impressum in der vorliegenden Form zu gestalten.

    Wir hoffen, auf diesem Wege Ihnen Ihre Fragen beantwortet zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    i.A.
    Christine Bone
    Stadt Gescher
    Marktplatz 1
    48712 Gescher
    Tel: 02542/60-201

  11. Michael E. // 6. Januar 2011 um 13:27 //

    Vielleicht wird sie auch nicht beantwortet weil der Herr Bürgermeister weiss, wo die Gelder herkamen . Skandal, Geld für so einen Müll auszugeben und nicht dort, wo es wirklich gebraucht wird. Bei den Bürgern unserer Stadt, die durch die Strassen schlindern müssen, weil so viel Geld für nichts verwendet wird..

  12. Blaue Papiertonne // 6. Januar 2011 um 13:26 //

    Die Fragen an den Bürgermeister müssten eigentlich schnell zu beantworten sein. Z.T. mit ja oder nein.

    Die meisten Exemplare der Broschüre dürften schon bei Stenau sein, und die Kostenfrage ist noch nicht beantwortet!

  13. Michael E. // 6. Januar 2011 um 13:25 //

    Die Broschüre ist ein Witz, die Hälfte steht nur drin was im Jahr passiert ist. Wenn dann ein richtiger Jahresrückblick. Dann würde ich die Herausgabe noch verstehen. Ich als alter Capellner vermisse unsere Bauernschaft darin .

    Wie z.B. hat der FC Fiat sein 50 Jährige gefeiert mit einer grossen Sportwoche. Ach ja sie, Herr Bürgermeister, waren für die Capellner wieder verhindert. SG Capellen ist Stadtmeister in der Halle geworden, steht auch nicht drin nur eine Schwimmwettbewerb wo keiner was wußte. Stadtmeister Freiluft ? Luftgewehrstadtmeisterschaft ??.

    Sollte die Broschüre nur aus unseren Steuerngelder gezahlt werden sein, fehlen mir diese Informationen und das Geld gebe ich meinen Vorschreiber recht lieber einen sozialen Zweck oder für dieses Thema dieser Seite für Streusaltz und Winterdienst verwenden. Weil ich bei uns auch noch keinen Streuwagen auf der Strasse gesehen habe. Ja wo fahren sie denn ??

    In diesen doppelten Sinne
    Guten Rutsch

  14. Albert Zöllner // 6. Januar 2011 um 13:23 //

    Hallo Herr Kunst,

    leider kenne ich Sie nicht und ich bin bisher kein Anhänger der FDP. Aber Ihr Schreiben hat mich doch überzeugt, daß es nicht nur “kleine Leute” sind, die Fragen an die “Regierung” der Stadt Gescher haben. Ich werde mich jetzt zurückhalten und gespannt auf die Antwort der Stadtoberen warten. Danke für Ihre Fragen !!

  15. Franz-Josef Kunst // 6. Januar 2011 um 13:22 //

    Es könnte sein, dass die PR-Aktion des Bürgermeisters zu einem “Rohrkrepierer” wird. Gleich nach der Verteilung hagelte es bei mir Entrüstung, Unverständnis seitens vieler Bürger. Ich habe dem Bürgermeister einige Fragen gestellt. In einer Mail vorab versprach er, in den nächsten Tagen darauf einzugehen. Hier die Fragen:

    Guten Tag Herr Bürgermeister,

    soeben wird der GESCHERREPORT in unserer Stadt verteilt. Hierzu hätten wir einige Fragen:

    Wie hoch waren die Kosten für die Broschüre?

    Aus welcher Haushaltsstelle wurde diese finanziert?

    Wieviel davon wurde durch Werbeeinnahmen finanziert?

    Wie wurden Firmen u. Organisationen auf die Möglichkeit der Werbung
    in dieser Broschüre aufmerksam gemacht? Durch wen evtl. persönlich angesprochen?

    Halten Sie es für richtig, daß eine Verwaltung als Mitbewerber am Medienmarkt auftritt?

    Wer hat die redaktionellen Beiträge verfaßt, also geschrieben?

    Waren nicht mehr Firmen bereit, sich durch Werbung an den Kosten zu beteiligen?

    Alle Themen wurden durch die lokale Presse bereits ausführlich behandelt,
    welchen Sinn macht also die Wiederholung dieser Themen?

    Sehen Sie Defizite in der Darstellung in den lokalen Pressemedien?

    Im Impressum ist der Bürgermeister als Herausgeber benannt, die Verwaltung zeichnet für den Inhalt verantwortlich. Übernimmt der Bürgermeister nicht die Verantwortung für den Inhalt?

    Herzlichen Dank für Ihre Antworten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Franz-Josef Kunst
    -Fraktionssprecher-

  16. Albert Zöllner // 6. Januar 2011 um 13:19 //

    Jetzt reicht es wirklich !! Wir reden über Probleme, die Stadt ignoriert alles und redet über Finanzprobleme. Und heute? Da kommt ein “Prospekt” der Stadt Gescher unaufgefordert in meinen Briefkasten mit einer Selbstbelobigung der Stadt.

    Entschuldigung, aber da komme ich nicht mehr mit. Alle reden vom Geld und dann kommt da so ein Druck für alle Menschen in der Stadt, einfach so, und bitte schön, wo kommt das Geld dafür her? Wer muß dafür büßen? Die Sozialhilfeempänger? Die Schnee- und Eisgeschädigten? Welche Steuern werden dafür erhöht?

    Oder hat der Bürgermeister das aus der privaten Tasche gezahlt? Langsam aber sicher überlege ich mir, ob ich vielleicht doch in die falsche Stadt gezogen bin!?

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