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Vreden sagt industrieller Landwirtschaft den Kampf an: Keine Mastanlage fuer 10.000 Schweine!

VREDEN. (erwa) 10.000 Schweine in zwei Mastställen – dieses Vorhaben eines Landwirts in der Vredener Bauerschaft Köckelwick will die Stadt Vreden möglichst verhindern. Die gewerbliche Anlage, die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz dort grundsätzlich zulässig sein kann, liegt nämlich in Nachbarschaft des St. Antoniusheims – einer katholischen Einrichtung für wohnungslose Männer mit angeschlossenen Alten- und Pflegeheim.

schweinestall

Der Bauausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, dass die Stadt Vreden mit externer anwaltlicher Hilfe prüfen lässt, ob hier eine besondere Schutzwürdigkeit der sozialen Einrichtung – die zudem teilweise mit Gebäudeteilen und Garten unter Denkmalschutz steht – gegeben ist. In dem Fall könnte die Stadt ihre Planungshoheit nutzen und mit eigenem Planrecht Fakten schaffen.

Der Antrag in dieser Größe sei auch im Kreis Borken von neuer Qualität, sogar ein „Quantensprung“, betonte Richard Riedel vom Kreis Borken. Anträge für große Anlagen gebe es immer mehr, die für 5000 Schweine allerdings seien „Ausreißer“.

*Quelle: Borkener Zeitung.

11 Kommentare zu Vreden sagt industrieller Landwirtschaft den Kampf an: Keine Mastanlage fuer 10.000 Schweine!

  1. Andreas // 10. Mai 2011 um 11:34 //

    @ J S

    In Vreden???? Geht das etwas genauer?

    Habe gehört, dass der Abgeordnete J.R. einen Hof gekauft hat und umbaut. Meinst du den?

    Ein anderer Fall ist mitten in Allstätte. Von 800 auf 1600 Sauen in Bau. Ist übrigens der Ferkellieferant von J.R. ! 10000 Schweinemastplätze genehmigt, hört man aus dem Umfeld einer Genossenschaft.

    Was sagt unsere Standesvertretung zu so einer Schei.. ?

  2. Andreas // 28. April 2011 um 10:47 //

    @ Büren

    Nein, der ist nicht gemeint.

    Eine Holländische Molkerei . Wäre schön, wenn Politiker mal nachhaken würden.

    Es gibt einen klaren Trend. In Holland baut man Bestände ab, mit Förderung, und hier gibt man Gas. Hinter der Anlage in Vreden steckt auch ein Holländer.

    Beim WLV denkt man noch nach, ob die Möglichkeit ohne Flächennachweis zu bauen den kleinen Betrieben hilft oder schadet. Während solcher langwierigen Denkprozesse wird in D aus „Angst“ vor Gesetzesänderungen beantragt was das Zeug hält. Das heißt, bei Null € Gewinn pro Schwein wird trotzdem gebaut. Und die Schlachtindustrie fragt sich wie schlecht man die Schweine bezahlen kann, ohne diesen Boom zu stoppen.

  3. Während sich alle über die 10000 er Mastanlage aufgeregt haben sind etliche Bauanträge genehmigt worden die das Fokussieren auf den einen Betrieb genutzt haben.

    Unter anderem eine Mastanlage mit X0000 Plätzen!!!

    In Vreden .

  4. @Andreas. ist das nicht Mensing aus Stadtlohn der in Tungerloh den Hof Musholt gekauft hat? Habe gehört dass da ein neuer und nicht so kleiner Stall gebaut werden soll.

  5. Andreas // 27. April 2011 um 16:19 //

    Es wird erzählt, im Bereich Stadtlohn/Südlohn soll ein 5000der Stall gebaut werden. Aber nicht Schweine sondern Milchkühe. Wer hat genaue Infos?

  6. @ J.
    „esse gern …“ – Erleichterung 😉

    Ich hoffe das JSP morgen nach Osnabrück fährt und für Familienbetriebe auf den Tisch klopft. D.h. für Pro ISN stimmen.

    Mit dem wilden Wachstum muss Schluss sein. Die ISN muss sich klar gegen solche Mega-Anlagen wehren, oder nicht JSP?

  7. Das war kein Angriff auf die Gescheraner Bauern, auf keinen Fall.

    Die Betriebe vor Ort sind doch vollkommen in Ordnung, ich esse gerne Fleisch aus der Region.

    Aber dass 10000 Tiere in zwei Ställen irgendwo nicht mehr artgerecht gehalten werden können sollte doch jedem klar sein.

  8. @ JSP
    Ich wundere mich auch, wie man so über Fleisch denken kann.

    Offensichtlich gibt es noch Leute, die glauben das was im TV gesendet wird. Die wissen nicht, dass man bei jeder Lieferung Schlachtschweine eine Erklärung unterschreiben muss, die besagt, dass man in den letzten 42 Tage kein Tetracyclin eingesetzt hat. Viermal so lang als gesetzlich vorgeschrieben. Bei Vertragsverletzung – Schadensersatz! Bei Antibiotikanachweis am Schlachthof – Staatsanwalt.

    Wir sind aber auch selbst schuld. Die Gescherer Zeitung ist dankenswerter Weise auf einem Bauernhof. Statt Bilder von einem modernen Vollspaltenboden-Stall zu machen, stellt sich Antonius Kloster mit einem niedlichen Ferkel und Strohstall im Hintergrund vor die Kamera. Schwachsinn!!
    Wir haben doch nix zu verstecken. Also rein in den Stall. Kein wunder dass einige misstrauisch werden.

  9. Hallo J.

    Erkläre bitte den Lesern hier im Forum den Begriff
    Antibiotika-Wachstumshormon-Fleisch
    und wie du diesen Begriff in Zusammenhang mit Schweinehaltung in Verbindung bringst.

    Dir werden bestimmt viele Beispiele einfallen. 😉

    Eine gute Quelle um zu sehen wie gut es Deutschen Tieren geht die in großen und kleinen Ställen gehalten werden ist jeder Landwirtschaftsbetrieb in deiner Umgebung !

    Einfach mal den Bauern Fragen.

  10. Sehr gut dass ein solches Vorhaben endlich einmal verhindert wird.

    Eine Landwirtschaft die Tiere „produziert“ und alles genormt, vereinheitlicht und auf Fabrikmaßstab gehoben wird KANN das Wohl des Tieres nicht im Vordergrund stehen, ganz zu schweigen von der Qualität des Antibiotika-Wachstumshormon-Fleisches.

    Ein guter Film zum Thema ist z.B. Food Inc.; dort geht es um die Zustände in der us-amerikanischen Landwirtschaft.

  11. Landwirt // 19. Januar 2011 um 09:13 //

    Ich würde den Investor (10000 Plätze – Investitionssumme 4,5 Mio €) nicht als Landwirt bezeichnen.

    Ob der Rat den Bau verhindern kann??

    Wir müssen an die „Hintermänner“ ran und öffentlich machen.
    Welche Bank finanziert?
    Steckt da eine Futtermittelfirma hinter? Wenn ja, kann man dort nicht mehr bestellen.
    Wer hat die Gülleabnahme gesichert?
    War die Landwirtschaftskammer oder gar der WLV hier beratend tätig?

    Normale Bauern haften mit ihrem gesamten Vermögen bei der Produktion. Solche Anlagen können in zwanzig Jahren vier Mal in Insolvenz gehen und fünf Mal den Betreiber wechseln.

    Aber die Bauern staunen und schweigen :-(((

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