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Bürgermeister Effkemann: Am 2. Februar fällt die Entscheidung!

Egbert Kock, CDU-Fraktionssprecher.

GESCHER (fjk). Entsetzen, Erstaunen, Enttäuschung.. nicht anders sind die Reaktionen der Bürger auf die Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Egbert Kock, zu bezeichnen. Dieser hatte bekanntlich gestern in der Presse mitgeteilt, die Entscheidung in Sachen Umnutzung St. Marien/Büchereistandort am 2. Februar vertagen zu wollen. Es fehlten noch zu viel Fakten für eine Beurteilung. Ihm schloß sich der SPD-Mann Ansgar Höing an. –Lies hier-

Derartig alarmiert und geschockt wenden sich die Liberalen heute an den Bürgermeister und bitten um eine Stellungnahme der Verwaltung, um deren Position zu erfahren.  Bürgermeister Effkemann läßt keinen Zweifel daran, die Verwaltung wird fristgerecht eine Beschlußvorlage mit allen relevanten Daten vorlegen, so dass man nach wie vor von einer Entscheidung am 2. Februar ausgehen muß.

Die Verwaltung werde eine Entscheidung nicht „vorbeten“, so der Verwaltungschef, diese solle sich aus der Diskussion ergeben. Dennoch werde sich die Verwaltung  auch in der Sache positionieren. „Dazu stehen wir in der Pflicht, dazu sind wir in der Lage“, so der Bürgermeister.

„Klare Kante“ zeigt der Bügermeister auf die Frage von FDP-Fraktionssprecher Franz-Josef Kunst, ob die Verwaltung nicht der Auffassung sei, dass das Ergebnis dieser Entscheidung Eingang in den Haushaltsentwurf 2011 bzw. in den Investitionsplan der folgenden Jahre finden müsse? Effkemann hierzu: „Natürlich ist dieses Thema haushaltsrelevant. Es wird sich an entsprechender Stelle im Haushalt wiederfinden müssen.“ Allein schon aus diesem Grunde (Anmerkung: Der Haushalt 2011 wird am gleichen Tag eingebracht) sei eine kurzfristige Entscheidung zwingend.

Fazit: Kock, (noch) CDU Fraktionssprecher,  hat aus seiner Antipathie gegen den Standort Marienkirche für die Bücherei nie einen Hehl gemacht. Warum er jetzt als Wortführer des Linksbündnisses als CDU-Mann in dieser Frage vorprescht und seinem Bürgermeister derart „in die Knie“ tritt, ist nicht nachzuvollziehen. Der Bürgermeister muß am 2. Februar eine Entscheidung haben. Sonst ist der Zug Marienkirche „haushaltstechnisch“ abgefahren. Und genau das ist die Absicht von Kock & Co… Regie führt die Kämmerei!!! – (Lies hier Kommentar aus Januar 2010)

Lies hier interessante Beiträge zum Thema Marienkirche.

24 Kommentare zu Bürgermeister Effkemann: Am 2. Februar fällt die Entscheidung!

  1. Andreas // 25. Januar 2011 um 13:58 //

    Meine E Mail Anschrift bekommen Sie bei Herrn Kunst.

    Über eine Nachricht würde ich mich freuen.

    Gruß

    Andreas

  2. Kunstkritiker // 25. Januar 2011 um 13:23 //

    Hallo Herr Kunst,

    das mit der Beschlussvorlage habe ich (leider) ungeprüft aus Ihrem Beitrag übernommen. 🙂
    So schnell ist das mit der falschen Weitergabe von Informationen passiert.
    Soll nicht wieder vorkommen.

    Mit schön meinte ich ja auch „nur“ die Klarheit der Zahlen und Fakten.

    Bis Mittwoch …

    P.S.: Nichts verschafft mehr Ruhe als ein gefasster Entschluss

  3. Franz-Josef Kunst // 25. Januar 2011 um 13:03 //

    Es ist richtig, jetzt die Diskussion zu diesem Beitrag zu beenden. Beim „Kollegen“ Kunstkritiker bitte ich mehr darauf zu achten, was er nicht sagt… Man kann zu richtigen Schlüssen kommen. 😉

    Es ist im übrigen bisher „guter Stil“ gewesen, dass Mandatsträger und andere, beispielsweise Verbands- und Vereinsvertreter, am politischen Prozeß Beteiligten mit erkennbarer Identität in diesem und anderen Blogs ihre Position vertreten. Sie werden Gründe haben, das nicht zu tun, verehrter „Kunstkritiker“… Muß man akzeptieren, bleibt aber dennoch nachdenkenswert.

    Für alle anderen, ist die Anonymität über einen Benutzernamen an der Diskussion teilzunehmen ein eindeutiges Plus in Bezug auf „gelebte“ Meinungsfreiheit. Es ist nicht jedermanns Sache, sich in den Fokus einer kontroversen Diskussion zu stellen, trotzdem aber seine Meinung gern „an den Mann bringen möchte“

    Eine Korrektur zu „Kunstkritikers“ Äußerungen muß allerdings sein. 1. Es ist nicht die Beschlußvorlage des Bürgermeisters sondern die der Kämmerin… und 2. ob diese gelungen ist? na, schaun wir mal…. Sie ist tendenziös.. aber wahrlich nicht gelungen!

    Bis Mittwoch…

  4. Andreas // 25. Januar 2011 um 09:28 //

    @Herr Kunst
    Zitat: „Ihr Inkognito respektiere ich“. Ich nicht.

    Die Kommentare des „Kunstkritikers“ enthalten Insiderwissen, die nur ein/e Verwaltungsangestellte/r
    oder ein Stadtrat haben kann.

    Während der Dienstzeit, also am (24.01.2011 um 14:55 Uhr weil 15:55 minus 1 Stunde) kann es kein/e Verwaltungsangestellte/r gewesen sein. In diesem Zusammenhang wüsste ich gern, ob eine Stadtverwaltung überhaupt verdeckt Meinungen beeinflussen darf. Die Frage kann nur ein Jurist oder „Medienexperte“ beantworten.

    So, da „Kunstkritiker“ im Prinzip stellvertretend für das Dreierbündnis (CDU SPD Grüne) gesprochen hat, und aus den Reihen auch kein Widerspruch gekommen ist, steckt hinter dem Pseudandronym (männl. Deckname) ein Ratsmitglied der CDU SPD oder der Grünen.

    Für mich als „Normalbürger“ sind solche „Sitten“ erschreckend und abschreckend.

  5. Franz-Josef Kunst // 24. Januar 2011 um 19:42 //

    Ich denke, wir sollten jetzt die Beiträge so stehen lassen. Die Beschlußvorlage des Bürgermeisters liegt übrigens im Fach und ist auch im Internet abrufbar. Internetanschrift siehe unten. Jetzt also ran an die Fakten.

    Ihr „Inkognito“ respektiere ich. Sie können sich auf die gewünschte Diskretion verlassen.

    https://gescher.ratsinfomanagement.net/tops.do?tid=Ne.Lc-CatAWv6Wi9GJ

  6. Kunstkritiker // 24. Januar 2011 um 19:17 //

    Sehr geehrter Herr Kunst,

    wo soll das stehen, dass Herr Kock gesagt hat „es könnten wohl nicht alle Daten u. Fakten rechtzeitig vorliegen“
    Zumindest lese ich das nicht in dem von Ihnen verlinkten Zeitungsartikel?!
    Auf das „Geplänkelt“ mit der Kämmerin einzugehen würde jetzt nun wirklich zu weit führen. Damit würden wir nun wirklich alle Leser laaangweilen (bis auf einen großen Teil der Leserschar der Verwaltung)

    Das bei Ihnen der Eindruck entstanden ist, ich würde meinen, Sie hätten Herrn Heming verunglimpft, sollte so nicht sein. Dieses war nicht meine Intention und entbehrt natürlich jeder Grundlage.
    Sie wollen ja auch gar nicht mit der SPD koalieren.
    Eine Zusammenarbeit der FDP unter Ihrer Führung und der CDU wird es nach meiner Einschätzung auch nicht geben, solange Herr Kock in der derzeitigen Funktion an Bord ist. Sind dieses die waren Gründe für ihre Angriffe?

    Schlammschlacht ist nicht mein Metier ….

    Das die Art der Diskussion von der Art der Diskussion bei anderen Themen hier im Blog abweicht ist mir auch aufgefallen, wenn man die Beiträge zu den Themen „Verkehrsunfall“, und „Tumulte im Rathaus …“ als vergleich heranzieht.

    Zum Zitat „Habe ich übrigens prognostiziert“
    Jetzt fangen Sie ja schon wieder an ….-)

    Bringen Sie mir doch einmal bitte ein belegbares Beispiel, wo irgendein Lokalpolitiker, der Bürgermeister, die Kämmerin, der Pastor oder meinetwegen auch der Briefträger zu irgendeiner Zeit die Meinung vertreten hat, dass das Projekt Marienkirche nicht realisiert werden sollte, wenn die Kosten und Rahmenbedingungen passen werden.
    Kennen Sie so eine Äußerung von CDU, SDP, UWG, Grüne in Gescher?

    Bitte beziehen Sie sich nicht auf das Arbeitspapier der drei Parteien von vor ca. 1,5 Jahren. Dieses Papier gibt ja nur den Stand der Ziele von 2009 wieder. Damals lagen doch noch keine konkreten Ziele für die Marienkirche vor- alle (Kirche, Politik, Verwaltung) befanden sich ja zu dem Zeitpunkt noch in der Erarbeitung eines möglichen Konzeptes.

    Ich stimme Ihnen voll zu, das bei der anstehenden Abstimmung alle auf der Seite des Bürgers und der Vernunft stehen sollen: Schauen wir uns also die Fakten an, wenn diese vorliegen. Dann sehen wir, wer wie argumentiert und letztlich auch abstimmt.

    P.S.: Sie sollten doch alle meine Daten haben – sehr wahrscheinlich kennen Sie meine Daten (IP-Adresse, Nutzergewohnheiten, etc. sogar besser wie ich.
    Ich möchte lieber Ihren Rat befolgen, den Sie der oder dem Nutzer sara an anderer Stelle gegeben haben.
    Somit lassen wir doch besser die anderen „10.000 – 15.000 Leser“ pro Monat mal weiter im ungewissen. Diese Bekanntheit strebe ich nicht an.

  7. Franz-Josef Kunst // 24. Januar 2011 um 18:03 //

    Hallo „liebe/r Kunstkritiker/in,“

    ich lächle nicht, ich staune. Ich möchte nur auf einige Ihrer „Fehlinterpretationen“ eingehen. Schlimmer ist es schon mit Unwahrheiten. So ist es dreist von ihnen zu behaupten, dass Treffen wie @ Andreas sie vorgeschlagen hat, in den letzten Monaten stattgefunden hätten. Haben Sie nicht. Ich war jedenfalls nicht dabei!

    Auch wurde niemand verunglimpft, das verbietet schon die Etikette dieser Blogseite, an die ich mich natürlich gebunden fühle. An anderer Stelle fragen Sie, ob der Kollege Kock ein Problem für mich sei.. klare Antwort darauf: Nein, für mich nicht… aber für die CDU-Fraktion. Warum? …die Schlammschlacht können wir ein andermal schlagen, wenn Sie möchten.

    Das Herr Kock manchmal ein wenig instinktlos agiert, können Sie schon daran erkennen, dass die Aussage von Herrn Kock, es könnten wohl nicht alle Daten u. Fakten rechtzeitig vorliegen, falsch mindestens aber voreilig und nicht mit dem Bürgermeister, -vielleicht mit der Kämmerin (!!)-, abgesprochen war. Der Bürgermeister hat dem jedenfalls widersprochen… schon gemerkt? Auch hätte ich Herrn Heming verunglimpft, entbehrt jeder Grundlage. Was soll das also?

    Übrigens, mit dieser Art von Diskussion langweilen wir den Leser, außer ein paar Insider vielleicht, die an solchen verbalen „Kloppereien“ jenseits der Inhaltslage Freude haben. Ich nicht.

    „Visionär“ sind Ihre Interpretationen über die Motivation von uns Liberalen, und was wir dabei für strategische Ziele verfolgen. Keine Erwiderung, man muß nicht jedes Niveau mitgehen!

    Wissen Sie worüber ich mich gefreut habe, daß Sie ganz offensichtlich nicht mehr ausschließen, dass das Projekt „Marienkirche“ auch nach Ihrer Meinung wohl eine breite Mehrheit haben wird/könnte. Ist doch toll! Habe ich übrigens prognostiziert. Sie haben das in einem Ihrer vorherigen Beiträge heftig kritisiert, so ändern Diskussionen Ansichten.

    Einen Keil, wie von Ihnen behauptet, können wir gar nicht in die Bürgerschaft treiben. Die steht nämlich unisono da wo wir… hoffentlich auch Sie.. und am 2. Februar alle stehen. Auf der Seite des Bürgers und der Vernunft… Das beides so perfekt paßt, hat man nicht immer im kommunalpolitischen Geschäft. Also anpacken, machen…

    Schönen Tag noch…

    Ps: „Was halten Sie davon, wenn Sie Ihr Visier heben“ – Ich wäre nicht überrascht, aber einige andere schon 😉

  8. Kunstkritiker // 24. Januar 2011 um 15:55 //

    Hallo Andreas,

    Sie bringen mit Ihrem Beitrag die Sache auf den Punkt.

    Und genau das was Sie vorschlagen läuft sein Monaten in öffentlichen bzw. halböffentlichen Zirkeln und natürlich auch hinter verschlossenen Türen. Hieran sind natürlich auch Kirchenvorstand usw. beteiligt.

    Wie von Herrn Kunst oben dargestellt, dass am 2 Februar förmlicher Beschluss im Stadtrat benötigt wird, um den Investor mitzuteilen, dass die Marienkirche angemietet werden soll bzw. was genau angemietet werden soll ist natürlich quatsch.
    Gehen Sie mal sicher davon aus, dass in der Stadtverwaltung und beim Investor schon seit Wochen gerechnet wird und die Rahmenbedingungen für die mögliche Anmietung des Gebäudeteils ausgetauscht worden sind.
    Nur könnte es aber sein, dass nicht alle wesentlichen Daten und Fakten bis zur nächsten Ratssitzung vorliegen. Durchaus denkbar, dass der Investor noch Zeit benötigt, die Daten und Fakten zu ermitteln.

    Besinnen wir uns zurück:
    In dem Presseartikel, der Grundlage dieses Bolg`s ist, wurde von Herrn Bürgermeister Effkemann die neuen Erkenntnisse aus der Besichtigung zweier umgenutzer Kirchengebäude wiedergegeben. Von den Herren Kock und Heming wurde nur dargestellt, dass zum Zeitpunkt des Artikels wichtige Daten und Fakten noch nicht vorlagen und eine Entscheidung in der nächsten Ratssitzung möglicherweise vertagt werden wird, wenn die Entscheidungsgrundlagen bis dahin nicht vorliegen.
    Nicht mehr und nicht weniger ist sachlich in der lokalen Tageszeitung dargestellt worden.
    Aus meiner Sicht eine sachliche und zeitlich wichtige und auch richtige Information der Öffentlichkeit. Insbesondere im Hinblick auf die besondere emotionale Bedeutung der Marienkirche für einen großen Teil der Mitbürger.

    Bezogen auf diesen Presseartikel wurde -aus meiner Sicht bewusst- zwei absolut tendenziöse, einzelne Personen bewusst verunglimpfende und sachlich unrichtige Artikel von Herrn Kunst veröffentlicht (siehe „Entsetzen, Erstaunen, Enttäuschung“vom 19.01.2011 und “Wir brauchen eine ehrliche Perspektive für St. Marien!” vom 17.01.2011)
    Und nur diese Berichte sind Grundlage der Auseinandersetzung. Nicht das Pro und Kontra Marienkirche.

    In den genanten Artikeln wird auf Kosten einzelner Bürgergruppen -aus meiner Sicht bewusst- ein parteipolitisches Süppchen gekocht. Nimmt man die Argumente der einzelnen Parteien und die derzeit vorliegende Datenbasis als Grundlage, kann man feststellen, dass alle das Gleiche wollen, nämlich den Erhalt der Marienkirche – wenn finanziell möglich.
    Warum ist es also anscheinend notwendig, unbedingt einen Keil zwischen die Gescheraner Bürger zu treiben?

    Die genannten Artikel sind aus meiner Sicht Populismus pur. Hier wird bewusst versucht handelnde Personen zu verunglimpfen sowie vorhandenen Ängste, die in Teilen der Bevölkerung bestehen, nicht nur zu nutzen sondern auch noch zu schüren, um den aktuellen Konflikt für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren, indem bewusst die Gefühle (eure Kirche wird abgerissen) angesprochen werden und eine einfache Lösungen vorstellt wird (Es ist ein Investor da. Wir kennen zwar nicht die Rahmenbedingungen und die Kosten – aber wir retten eure Kirche).

    Sollte kein Mietvertrag abgeschlossen werden, dann kann man sich hinstellen und sagen „wir waren aber dafür – aber das Linksbündnis …“. Kommt es zu einem erfolgreichen Abschluss eines Mietvertrages, kann man sagen, „das habt ihr nur uns zu verdanken“.

    Schade nur, das hiermit der Sache (Marienkirche) und dem Miteinander der Bevölkerung überhaupt nicht gedient wird.

  9. Andreas // 23. Januar 2011 um 13:51 //

    Bisher sind hier Schuldzuweisungen, Bedenken (einige sicher gerechtfertigt) und emotionale Stellungnahmen ausgetauscht worden. So wird man bis zum 2.02.2011 das Problem nicht lösen.

    Der Bürger verlangt eine Konsenslösung, die in einer Sitzung mit den Fraktionssprechern, Herrn Bürgermeister, Pfarrer Diepenbrok und dem Investor unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefunden wird. Anders kriegt man die Kuh nicht vom Eis.

  10. Franz-Josef Kunst // 23. Januar 2011 um 08:48 //

    Guten Morgen, ich danke allen „Diskutanten“, allen voran „Kunstkritiker“ und Christian Rose, für ihre umfangreichen „Nachtarbeiten“. Es macht Sinn, denke ich, die Argumente im Interesse des „schweigenden Lesers“ jetzt erst einmal sacken zu lassen lassen.

    Wenn man ein Zwischenfazit ziehen kann, dann doch wohl dies: In der Sache sind wir uns einig… Nur das ist wichtig!

  11. Christian Rose // 23. Januar 2011 um 02:53 //

    Kirche bewegt die Menschen doch,

    Die Stadt Gescher hat eine Studie in Auftrag gegeben, um Lösungen und Alternativen erarbeiten zu lassen. Der Weg ist sachlich und nüchtern und sicher notwendig um eine Standortbestimmung überhaupt zu ermöglichen. Die Kosten zu dieser Studie werden an anderer Stelle geprüft.
    Jetzt ist es an der Zeit diese Dinge auszuwerten.
    Aber statt zu beleuchten und zu hinterfragen, wird taktiert auf Zeit gespielt und mit Vorwürfe und Befangenheit agiert.
    Wer glaubt, dass die FDP Gescher, die diese Idee der Umnutzung der Marienkirche bereits vor Jahren formuliert hat, nun einen völlig neuen Weg in dieser Sache einschlagen wird, irrt sich gewaltig in uns. Wir denken doch tatsächlich vorher über das nach was wir skandieren. Erstaunlich.
    Ja wir sind befangen.
    Wir haben es aber schon vorher gesagt.

    Das erstaunlichste an dieser Diskussion hier ist nicht der Umstand, dass es verschiedene Meinungen hinsichtlich der Lösung des Problems des Büchereistandortes gibt, das ist legitim und gelebte Demokratie.
    Vielmehr erstaunt mich, neben den polemischen und unsachlichen Attacken gegen Herrn Kunst auf seiner eigenen Plattform das völlige Fehlen von neuen alternativen Lösungen..

    Den wer so unzufrieden ist, weiß es doch normalerweise besser.

    Zur Sache:
    Das einzige Argument, dass hier Gebetsmühlenartig immer wieder angebracht wird
    – Kosten-
    Also reden wir Kurz über Kosten, aber eben nicht nur:
    Es kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine definitiven Zahlen geben. Weder für die eine noch für die andere Alternative. Wie denn auch?
    Dazu fehlen noch die notwendigen Vorgaben.

    Wie soll ein Investor planen und rechen, wenn er nicht einmal weiß, was die Stadt Gescher genau von ihm verlangt? Eine Glaskugel könnte wahrscheinlich noch am ehesten helfen.

    Und uns den Vorwurf zu machen, wir reduzieren das Ganze auf das Energieproblem der Bestandsimmobilie, tut uns unrecht. Wir werden auch von der Miete incl. Nebenkosten reden. Und das sind die gesamten Kostenstellen die es zu bedenken gibt. Die Bücherei muss an beiden Standorten betrieben werden können.
    Also ist die Diskussion über Kosten wie sie hier zur Zeit geführt wird sehr fantasielos. Und da das, für die meisten doch eher durchsichtig ist, wird die Rhetorik mit armseliger Polemik und Schwarzmalerei garniert und diffusen Ängsten angereichert.

    Es ist schon eine reife Leistung, in Zeiten von sinkenden Einnahmen der Gemeinden, einen solchen Vorgriff auf zukünftiges politisch notwendiges Handeln zu wagen…
    dann werden vielleicht Schwimmbäder, etc geschlossen und dass alles wegen der Miete der Kirche.
    Mit Verlaub, wenn der Job von Frau Kucharz wirklich so einfach wäre, warum brauchen wir dann eine solche Fachkraft und so komplizierte und aufwendige Verfahren die sie zu bewältigen hat?
    Keine Gemeinde scheitert wegen eines Projektes. Es ist dann doch eher eine Sammlung verschiedener Entscheidungen und Kostenstellen.

    Sollte es also kommen, wenn es in Zukunft dann doch mal wieder zu unangenehmen Kürzungen kommen sollte… die da sind schuld und ich habe es ja gewusst und gewarnt. Da schläft der Gutmensch doch gleich viel besser.

    In dieser dünnen Argumentationskette fehlt leider völlig der Hinweis auf die Alternative Neubau,
    AUCH EIN NEUBAU KOSTET GELD.
    Mietverträge lassen sich nur besser steuern und/oder beenden.

    Was mir völlig fehlt, ist der Aufschrei der Bevölkerung ,den Stadtpark unwiederbringlich zu beschädigen, Bäume zu fällen. Fläche zu versiegeln, Raum für Kinder, Familien und Senioren unwiederbringlich zu verkleinern. Polemik? Wohl eher nicht, den diese Zahlen sind leicht messbar.
    Das ist für die Entwicklung der Stadt und deren Wohnwert, nach meiner Einschätzung wahrlich nicht die beste Alternative.
    Noch dazu hätte die Stadt bei der Annahme des hier immer wieder vorgebrachten
    Worst-Case Szenario, nämlich, dass das für den Betrieb der Bücherei notwendige Geld fehlt. Dann haben wir alle eine „maßgeschneiderte Immobile“ an der Backe, die sich kaum veräußern oder anders nutzen lässt.

    Wie sich so ein Leerstand entwickeln kann und wie „schön“ es dann noch aussieht, braucht wenig Fantasie.

    Beim Umweltschutz hätte ich erwartet, dass man sie sich für den Erhalt der Bestandsimmobile ausspricht.
    Die Energie die für den Neubau benötigt wird und die unser Umwelt belastet, durch Herstellung und Transport der Materialien, etc, ist für den Bau der Marinekirche verbraucht und belastet nicht erneut. Beim Neubau entstünden diese Belastungen erst.

    Zu der städtebaulichen und marktwirtschaftlichen Sicht, wurde eigentlich alles gesagt.
    Also wie viele Steuerzahler und Umsatz und Kaufkraft bindet ein Neubau der Bücherei in Gescher. Da ist wohl auf keiner Seite ein Zuwachs zu erwarten.
    Bei der Investorenlösung kommen Arbeitsplätze, Gewerbesteuer, Konsumenten nach Gescher auf die wir nicht verzichten können.

    Auf die emotionalen Belange der Erbauer und Freunde der Marienkirche wird ja offensichtlich nicht so gerne eingegangen.
    Aber Wohnwert, Zufriedenheit, Identifikation mit der Gemeinde Gescher lassen sich nicht nur an Kosten messen, aber an vollen oder leeren Ladenlokalen, Zuzug oder Wegzug in Gescher. Wie interessant ist Gescher für Investoren?
    Welche Möglichkeiten man sich vergibt, weil keiner mehr Visionen äußern will, da man ihn dann ja zum Arzt schicken will, werden wir auch nie erfahren.
    Ich pfeife auf aufgesetzte Abgeklärtheit
    Viele waren zuerst Spinner, dann als es was wurde Helden.

    In eigener Sache:
    Die kritische Auseinadersetzung mit den übrigen politischen Lagern ist die Aufgabe von Opposition. Diese üben wir gerne aus. Das ist, wie bei Herr Kunst oft mit einem Augen zwinkern verbunden, nichts persönliches, sonder entspringt unterschiedlichen Auffassungen in der Sache.
    Über unsere Arbeit zu reden, und die Öffentlichkeit über unser Denken und Handeln zu informieren, ist teil unseres Selbstverständnisses und kein Feldzug von Herrn Kunst gegen die anderen politischen Parteien. Er steht als Fraktionssprecher verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit, ist aber kein Einzelkämpfer.
    Also bitte, Herr Kunst ist teil der FDP-Gescher und Fraktionssprecher aber auch Journalist für eben diesen Blog. Und sein Stil zieht aber seine Kritiker offensichtlich ebenso an, wie seine Freunde.

  12. Kunstkritker // 22. Januar 2011 um 23:57 //

    Sehr geehrter Herr Kunst,

    ich glaube, Sie wollen unbedingt vom eigentlichen Thema ablenken. Warum wollen Sie derzeit ein alternatives Konzept von mir vorgelegt haben?
    Es liegt doch ein gutes Konzept vor !
    Es ist doch unter Betrachtung der Gesamtsituation – keiner gegen die Unterbringung der Bücherei in der Marienkirche – alle Vor- und Nachteile sind ja schon zu genügend kommuniziert und können an dieser Stelle vernachlässigt werden.
    Es ist doch sehr gut, dass sich ein Investor bemüht ein tragfähiges Konzept gemeinsam mit der Kirche, den Vertretern der politischen Parteien und der Stadtverwaltung auf die Beine zu stellen.
    Die Themen waren doch:
    1. Finanzierung des Konzeptes.
    2. Blinde Zustimmung von Ihnen für das Konzept, ohne die Rahmenbedingungen und Belastungen für die Bürger der Stadt zu kennen.
    3. Polemische Berichterstattung über handelnde Personen-ein Beispiel:
    „Kock, (noch) CDU Fraktionssprecher, hat aus seiner Antipathie gegen den Standort Marienkirche für die Bücherei nie einen Hehl gemacht. Warum er jetzt als Wortführer des Linksbündnisses als CDU-Mann in dieser Frage vorprescht und seinem Bürgermeister derart „in die Knie“ tritt, ist nicht nachzuvollziehen …“

    Jetzt mal nur diese beiden Sätze:
    1. Wieso „noch CDU-Fraktionssprecher“? – wissen Sie als „Journalist“ mal wieder mehr?
    2. „Antipathie gegen den Standort Marienkirche“? Bedenkt man den persönlichen Einsatz von Herrn Kock für den Erhalt der Marienkirche, finde ich diesen Aussage doch schon ziemlich unter der Gürtellinie – haben Sie ein Problem mit diesen Herren?
    3. „Wortführer des Linksbündnisses“. Ihre Wortschöpfung „Linksbündnis“ für die Zusammenarbeit der drei Parteien im Stadtrat ist sicherlich plakativ und einprägsam. Aber was bezwecken Sie als „Journalist“ mit der ständigen Wiederholung dieser zumindest für die CDU gehässigen Bezeichnung?
    4. „seinem Bürgermeister“ derart „in die Knie“ tritt“. Herr Effkemann ist doch nicht der Bürgermeister von Herrn Kock oder der CDU. Der Bürgermeister ist doch von den Bürgern direkt gewählt worden. Dieses sollten auch Sie bedenken. Auch ist eine regelmäßige Berichterstattung (z.B.) in der der lokalen Tageszeitung durch die Parteivertreter zu begrüßen. So werden interessierte Bürger regelmäßig sachlich informiert.

    Man kann natürlich auch immer nur andere in die Waden beißen …

  13. Bei manchem Ihrer Ausführungen habe ich wirklich gedacht: „Meint „Kunstkritiker“ das ernst?“. Hier nur einige Bemerkungen:

    Kunstkritiker:…und das Arbeitspapier datiert vom 27.10.2009 und ist nicht erst wenige Wochen alt. Seitdem hat es doch gar keinen Paradigmenwechsel stattgefunden…

    Mag sein, dass ich mich in meinem Beitrag unklar ausgedrückt habe. Ich finde allerdings nicht. Der Paradigmenwechsel hat mit Bildung des Dreierbündnisses im Herbst 2009 stattgefunden. Unterstellen Sie doch nicht immer wieder, ich würde behaupten dies sei in den letzten Tagen geschehen ??

    Kunstkritiker:…Nun ist nur ein neuer Investor aufgetreten…

    Welcher neue Investor? Es hat immer nur einen gegeben: Paul Lütkenhaus!

    Kunstkritiker:…sollte der Umzug in die Marienkirche nur unwesentlich mehr Kosten verursachen, als der Umzug in ein neues Gebäude, werden sicherlich alle Beteiligten für die Umnutzung der Marienkirche aussprechen.

    Darf ich das als offizielle Position der CDU-Fraktion buchen ? Was ist übrigens wesentlich, was unwesentlich? Es fehlt an Argumentationsschärfe.

    Kunstkritiker:…jeder kann dieses in Kauf nehmen, muss aber dann auch gleichzeitig sagen, dass Zuschüsse für freiwillige Sozialleistungen wie Zuschüsse für die offene Ganztagesschule, Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Ferienprogramm für Kinder, Freibad, Heimatverein, Glockenmuseum, etc. sicherlich gekürzt werden oder gestrichen werden müssen.

    Mein Gott, wie tief wollen Sie noch in die „polemische Trickkiste“ greifen! Sie haben vergessen zu erwähnen, dass die Steuern dramatisch erhöht und die Renten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestrichen werden müssen..

    Kunstkritiker:…stellen Sie sich doch einmal vor, die Bücherei zieht in die Marienkirche und kann die Stadt Gescher kann aufgrund der hohen Kosten den Unterhalt der Bücherei nicht mehr zahlen. Folgen könnten sein: In Gescher wird die Bücherei geschlossen, das Personal entlassen und der Investor erhält für die nächsten 20-30 Jahre den Mietzins für ein leeres Gebäude.

    Vorher kürzen wir aber noch die Fraktionsgelder/Schulungsgelder, die sich das Dreierbündnis ungeniert erhöht und skrupellos eingesackt hat. Dann geht`s wieder  (..ich kann auch..)

    Kunstkritiker:… damit würden die Gescheraner die Marienkirche nun zum zweiten mal bezahlen.

    Gern benutztes „Volksverdummungsargument“. Würden Sie ein Haus, dass sie geschenkt, geerbt oder ganz billig bekommen haben verschenken???

    Kein Wort von Ihnen, was Ihnen die Marienkapelle wert ist, wieviel der Schub in Richtung Innenstadtentwicklung durch die Bebauung des Areals, ob sie auf die Arbeitsplätze verzichten wollen.

    Wenn Sie wissen wollen, wie hoch eine evtl. Miete für das Objekt sein wird, müssen Sie dem Investor Vorgaben liefern, was er ihnen vermieten soll. Und noch wichtiger, dass sie überhaupt etwas mieten wollen. Dafür brauchen wir den Beschluß am 2. Februar. Erst wenn wir dem Investor sagen, was wir wie lange mieten wollen, erst dann kann er uns ein bißfestes Angebot machen. Alles andere sind unverbindliche Zahlenspielereien.

    Zum Schluß verraten Sie mir eines, lieber „Kunstkritiker“. Was ist Ihre bessere Alternative zum Gesamtpaket Marienkirche? Ich bin gespannt!

  14. Kunstkritiker // 22. Januar 2011 um 18:04 //

    Sehr geehrter Herr Kunst,
    sehr geehrter JBU

    der Status „Bücherei“ wird doch in dem von Herrn Kunst zitierten Arbeitspapier der drei Parteien genau so beschieben, wie er auch in der Öffentlichkeit von Vertretern dieser Parteien vertreten wird. Und das Arbeitspapier datiert vom 27.10.2009 und ist nicht erst wenige Wochen alt.

    Seitdem hat es doch gar keinen Paradigmenwechsel stattgefunden. Es wurden zwischenzeitlich nur verschiedene Konzepte entwickelt und wohlwollend geprüft. Nun ist nur ein neuer Investor aufgetreten.
    Ich gehe davon aus, dass alle beteiligten Personen ihr Möglichstes tun werden, um die Marienkirche zu erhalten und die Bücherei in den Räume der Kirche unterzubringen.
    Nur sind die Ratsmitglieder nicht primär dem Erhalt eines Kirchengebäudes verpflichtet, sondern dem Wohle der Stadt Gescher und Ihrer Bürger. Den Ratsmitgliedern wird dieses natürlich bewusst sein und die meisten Verhalten sich hoffentlich auch so.

    Kennen Sie die konkreten Kosten, die bei einer Unterbringung der Bücherei in den Räumen der Marienkirche auf die Stadt Gescher zukommen werden? Kennen Sie die Bedingungen des Mietvertrages hinsichtlich Vertragslaufzeit, Instandhaltung des Gebäudes und der Haustechnik?
    Glauben Sie nur oder wissen Sie, dass der mögliche Investor alle Instandhaltungskosten des Gebäudes z.B. für die nächsten 30 Jahre tragen wird und daher mit dem Mietzins abgegolten sind?
    Oder könnte es sein, dass diese Kosten durch den Mieter (Stadt Gescher) getragen werden müssen?
    Aber anscheinend kennen Sie ja alle Details. Wenn Sie die Details aber nicht kennen, dann wünsche ich mir, dass andere Ratsmitglieder die Entscheidung erst dann treffen, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen.

    Sollte der Umzug in die Marienkirche nur unwesentlich mehr Kosten verursachen, als der Umzug in ein neues Gebäude, werden sicherlich alle Beteiligten für die Umnutzung der Marienkirche aussprechen.
    Was ist aber, wenn Mietzins und Betrieb der Marienkirche jährlich 10.000 € oder gar 40.000 € Mehrkosten verursachen, bzw. erforderliche Instandhaltungskosten am Gebäude und der Haustechnik durch die Stadt Gescher getragen werden müssen und sich derzeit gar nicht beziffern lassen?

    Jeder kann dieses in Kauf nehmen, muss aber dann auch gleichzeitig sagen, dass Zuschüsse für freiwillige Sozialleistungen wie Zuschüsse für die offene Ganztagesschule, Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Ferienprogramm für Kinder, Freibad, Heimatverein, Glockenmuseum, etc. sicherlich gekürzt werden oder gestrichen werden müssen.

    Stellen Sie sich doch einmal vor, die Bücherei zieht in die Marienkirche und kann die Stadt Gescher kann aufgrund der hohen Kosten den Unterhalt der Bücherei nicht mehr zahlen. Folgen könnten sein: In Gescher wird die Bücherei geschlossen, das Personal entlassen und der Investor erhält für die nächsten 20-30 Jahre den Mietzins für ein leeres Gebäude.

    Es kann nicht sein, dass –im übertragenen Sinne“ einem Investor ein Blankoscheck ausgestellt wird und er die gewünschte Summe nur noch einträgt. Oder möchten Sie diesen „ungedeckten Scheck“ unter der Überschrift „Wirtschaftsförderung“ ausstellen? Gibt es vielleicht schon wieder irgendwelche mündlichen Zusagen?
    Damit würden die Gescheraner die Marienkirche nun zum zweiten mal bezahlen.

    @ JBU: Frei nach Helmut Schmidt: Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen – zumindest wenn man sich nur mit Visionen beschäftigt und deren Auswirkungen gänzlich außer Acht lässt.

  15. Faktenscheck bitte:

    Wird das Kirchengebäude tatsächlich ohne Auflagen an den Investor übertragen?

    Ist die Umnutzung der Post schon genehmigt?

    Könnte das Handeln Ernstings in Coesfeld Modellcharakter für diese Sache (Kirchennutzung) haben?

  16. Sehr geehrte Herren Pollmann und „Kunstkritiker“,

    ich finde Ihre Beiträge recht nett – es ist jedoch wieder einmal ein gutes Beispiel für die Denkweise von Erbsenzählern und Provinzdenken. Ihre Beiträge basieren auf der Argumentation von Energiekosten als Gegenargument für ein Konzept!

    Leider kann ich Ihr Konzept nicht erkennen – wo ist Ihre Vision für Gescher in den nächsten 10 – 20 Jahren?

    Viele Menschen (so auch sie beide) vergessen in Diskussionen bei denen Ideen zerpflückt werden, eine eigene Alternative zu bieten – ! Dies halte ich für persönlich sehr schwach, unternehmerisch für „tödlich“!

    Allein der Vergleich von Energiekosten auf der einen Seite und der riesigen Chance des Erhalts der Marienkirche und der städtebaulichen Perspektive auf der anderen wirkt in Ihren Beiträgen lächerlich – zeigt kurzfristige Denkweisen ohne jegliche Visionen.

    Wir sollten die Chance nutzen, die durch die derzeitige Situation gegeben ist, die Marienkirche (wenn auch als Kapelle) zu erhalten und ein Zentrum des Wissens in den Mittelpunkt unserer Stadt zu stellen.
    Alles Andere wird sich langfristig als falsch erweisen.

    @ Herr oder Frau Terbrüggen: Ihre Anregungen in Sachen Langfristigkeit finde ich gut, es gibt aber heute keine Sicherheit mehr für 15 – 20 Jahre, und was dann ggf. Nachfolger von Herrn Lütkenhaus tun, werden wir sehen (es gibt auch schlimmere Szenarien als die, die Sie beschreiben!)

    Ein schönes Wochenende,
    JBU

  17. G. Terbrüggen // 22. Januar 2011 um 10:27 //

    Guten Morgen,

    eine Lösung für die Marienkirche ist erforderlich. „Weil mir an Gescher was liegt!“ ist ein gutes Motto, welches ich teile. Die Freude über einen möglichen Investor Paul Lütkenhaus sehe ich jedoch geteilt, für mich sind folgende Punkte bislang nicht betrachtet worden:

    1. Mit dem Erwerb der Marienkirche inkl. der umliegenden Gebäude (K+K; Post) und Flächen besitzt Herr Lütkenhaus als Investor ein „Filetstück“ im Zentrum Geschers.

    2. Wie lange werden die Verträge abgeschlossen, die eine Nutzung der Marienkirche als „Wissenszentrum“ für die Stadt Gescher sichern?

    3. Ist es Herrn Lütkenhaus als neuen Eigentümer der Kirche möglich nach Ablauf der Verträge (in 15 oder 20 Jahren) die Kirche trotzdem noch abzureißen? Damit hätte er im Zentrum Geschers eine Fläche auf der sich als Investor richtig Geld verdienen läßt.

    4. Die neue Nutzung innerhalb des alten Postgebäudes halte ich an diesem Standort für nicht optimal. Eine ähnliche Nutzung wird es im Bereich der St. Pankratius Kirche geben. Dies führt, meiner Meinung nach, nur zu einer erneuten Abwanderung von Kaufkraft in die Nebenstädte. So bekommt man eine Belebung der Innenstadt nicht zu stande.

    Deshalb sollte man nicht kurzfristig denken und sich über die Umnutzung der Marienkirche freuen, sondern gerade im Umfeld solche Bedingungen schaffen, die der Stadt Gescher langfristig in Sachen Stadtentwicklung und Attraktivität helfen.

    MfG G. Terbrüggen

  18. Tja, twittern ist erlaubt,… Übertragungen nicht. Darüber ist mein Kollege Thomas Haveresch besonders traurig, der würde nämlich als Telekommunikationsfreak gern mal zeigen was alles so möglich ist….

    Gute Nacht…

  19. Christoph // 22. Januar 2011 um 01:28 //

    Off topic: Darf man am 02.02. ein Liveblog von Ihnen erwarten oder bekommen Sie dann Ärger mit den lieben „Kollegen“?

  20. Franz-Josef Kunst // 22. Januar 2011 um 01:16 //

    Hallo Insider,

    erlauben sie, dass ich nur in Stichworten antworte: (ich hab‘ heute schon genug geschrieben ;-))

    1. Natürlich ist Paul Lütkenhaus kein Altruist (Anmerkung: Gegenteil von Egoist). Wenn das Projekt nicht rentabel wäre, würde er die Finger davon lassen… ist doch selbstverständlich! Nix anderes wurde behauptet und wäre auch absurd.

    2. Selbstverständlich gibt es Absichts- und Vorvereinbarungen.

    3. Quatsch… Entschuldigung wenn ich das so deutlich sage, die Stadt ist überhaupt nicht in einer schlechten Position, schon gar nicht meinetwegen weil ich den Namen in die Öffentlichkeit getragen haben soll. Den wußte sowieso jeder. Wenn die Stadt mit der Bücherei nicht mitzieht ist auch Investor Paul Lütkenhaus wieder bei Null. Da besteht durchaus Augenhöhe.

    4. Danke, dass Sie in den meisten Punkten meiner Meinung sind. Lassen Sie uns die „gegenseitige Hackerei“ vergessen und das Ding zusammen durchziehen… d`accord? 😉

  21. Insider // 22. Januar 2011 um 00:54 //

    PLs Engagement in allen Ehren, aber er in seiner Funktion als Geschäftsmann ist er kein Altruist. Am Ende des Tages entscheidet immer noch Rentabilität. Stand heute ist doch, dass nur das „K+K-Areal“ erworben wurde, Vorverträge oder Absichtserklärungen für das Kirchengelände gibt es nicht, auch wenn Sie, Herr Kunst, dies in Ihrem Blog verquert darstellen. Die Stadt Gescher ist nun am Zug, dann wird PL sich erst für oder gegen eine weitere Investition entscheiden.
    Sie haben als einer der ersten den Namen PL in die Öffentlichkeit getragen und damit die Verwaltung in eine ungünstige Verhandlungsposition gebracht, die mangels Zweitinvestor nun bei eigentlich jedem Angebot PLs in Zugzwang gerät.
    In den übrigen Punkten zum Standort bin ich aber mit Ihnen d’accord!

  22. Franz-Josef Kunst // 22. Januar 2011 um 00:19 //

    Sehr geehrter Herr Pollmann,
    verehrter „Kunstkritiker“ 😉

    danke für ihre Diskussionsbeiträge. Ich denke beide Kommentatoren sprechen mich in meiner Funktion als Fraktionsprecher der FDP in der hiesigen Stadtvertretung an.

    In der Tat hat im Oktober 2010 2009 ein Paradigmenwechsel in Sachen Marienkirche bei den Parteien des Dreierbündnis (CDU, SPD und Grüne) stattgefunden. War doch bis dahin (Oktober 2010 2009) parteiübergreifend Konsens, dass eine Umnutzung der Marienkirche unter Einbeziehung der Stadt Gescher, Medienhaus oder Haus des Lernens, gefunden werden sollte. Um nämlich einen Abriß der Kirche zu verhindern der unausweichlich gewesen wäre.. machen wir uns da nichts vor.

    Den Konsens und die Ernsthaftigkeit mögen Sie auch daran erkennen, dass die Stadt Gescher eine Machbarkeitsstudie, die den Steuerzahler immerhin „schlappe“ 26.000 Euro kostete, einstimmig in Auftrag gab.

    Worin lag nun der Paradigmenwechsel im Oktober 2010 2009? Plötzlich stellten die CDU und ihre zwei mitregierenden Fraktionen fest, notfalls wolle man die Bücherei ganz übernehmen und zudem sei ein Neubau wahrscheinlich günstiger. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

    Die Dinge entwickelten sich ziemlich an der Position des Dreierbündnisses vorbei. Denn mit Paul Lütkenhaus betrat ein Akteur die Szene, der die Dinge ordentlich in Bewegung brachte. Er hatte ein Konzept für die Post, für das Umfeld der Marienkirche und wenn die Stadt Gescher mitzieht, auch für die Marienkirche selbst. Wer Paul Lütkenhaus kennt weiß, dieser Mann macht nicht nur Konzepte, er setzt sie auch um. Übrigens mit einem bemerkenswerten Satz auf die Frage antwortend warum er sich so für dieses Projekt einsetze: „Weil mir an Gescher was liegt!“ Besser kann man es in 6 Worten nicht zusammenfassen, denke ich.

    Parallel dazu hatte die CDU (eigentlich nur Teile der CDU, nicht mehr als eine handvoll Aktivisten) die Rechnung ohne ihren ehemaligen Bürgermeister Hermann Horstick gemacht. Denn der hatte, einem großen Bedürfnis vieler Gemeindemitglieder von St. Marien entsprechend, die Idee der Marienkapelle soweit entwickelt, dass selbst das Generalvikariat in Münster beeindruckt war. 150.000 wollten und wollen die „Vertreter der Partei der Nächstenliebe“ beisteuern.

    Die bisher größte Überraschung in dem ganzen Prozeß war jedoch das Finanzgebaren der Kirche. Sie reduzierten ihre ursprüngliche Kaufpreisforderung gegenüber dem Investor um mehr als die Hälfte… und machten damit den Weg für eine gute Lösung frei. Ich hätte diese Flexibilität der Kirche nie und nimmer zugetraut. Wahrscheinlich eher ein Wunder, als die vermeintliche Wunderheilung der Nonne Marie Simone-Pierre.

    Die Verwaltung mit CDU-Bürgermeister Hubert Effkemann legte Ende vergangenen Jahres zwei Grundvarianten auf den Tisch: Neue Bücherei in der Marienkirche oder Neubau im Stadtpark. Sofort glaubten die Mariengegner die Achillesferse gefunden zu haben: Die Heizkosten! Dem folgte schon bald die Forderung nach Vergleichszahlen zwischen den zwei Projekten. Dabei ist es bis heute geblieben.

    Eine neue taktische Dimension durften wir nun in der letzten Woche erleben. Fraktionsboss Egbert Kock kündigte an, die Grundsatzentscheidung am 2. Februar vertagen zu wollen. Ein leicht durchschaubares Manöver. Denn an diesem Tag wird der Haushalt 2011 eingebracht. Wird das Projekt Marienkirche aber nicht in den Haushalt 2011 bzw. in den Investitionsplan der Folgejahre eingestellt, dürfte „der Zug Marienkirche haushaltstechnisch“ abgefahren sein.

    Lassen Sie uns versuchen für einen Moment alle Emotionen beiseite zu schieben: Der Rat hat am 2 Februar eine Sachentscheidung zu treffen, keine Frage. Dazu gehören Fakten, Zahlen und Analysen. Doch die sprechen schon heute eine deutliche Sprache zugunsten der Lösung St. Marien.

    1. Eine Unterbringung der Bücherei in der Marienkirche wird nicht teurer sein als ein Neubau im Stadtpark. Die Folgekosten evtl. nur unwesentlich oder hinnehmbar höher (Heizkosten).

    2. Das Projekt Marienkirche kann beispielhaft für die gelungene Umnutzung von Sakralbauten sein und Strahlkraft über die Grenzen Gescher`s hinaus haben.

    3. Für die Entwicklung der Innenstadt bedeutet das Gesamtkonzept, Bebauung des Umfeldes mit generationengerechtem Sonderwohnen des Investors Paul Lütkenhaus, ein Quantensprung: Nicht nur wegen der 30 neuen Arbeitsplätze.

    4. Die Kirche bleibt und wird nicht abgerissen. Das vergessen viele Mariengegener. Mit der Marienkapelle lebt die Marienkirche aber weiter, wenn auch kleiner. Gerade die älteren Gläubigen haben verdient, dass wir die Betroffenheit über die Schließung ihrer Kirche mit der Verwirklichung der Marienkapelle respektieren!

    5. Wir bekommen eine Bücherei, die mehr ist als ein Aufbewahrungsort für Bücher. Sie wird Zugriff auf das Wissen der Welt mit den Medien unserer Zeit sein. Buchbesprechungen, Empfänge, Diskussionen und Autorenlesungen werden in ihr stattfinden. Ein Haus des Wissens und der Begegnung, der geistige Mittelpunkt unserer Stadt wird hier entstehen wenn es nach den Vorstellungen von uns Liberalen geht.

    Was bekommen Sie mit einer Bücherei im Stadtparkt? Eine Bücherei, modern aber ohne Flair! Doch schlimmer: Sie bekommen eine Bücherei ohne Akzeptanz. Die Bürger wollen sie dort nicht!

    Dies alles, lieber Herr Pollmann, lieber Kollege „Kunstkritiker“ dürfen wir nicht leichtfertig auf`s Spiel setzen. Gescher hat es verdient, daß wir alle in die Hände spucken um diese wunderbare Idee zu verwirklichen. Um es mit den Worten von Paul Lütkenhaus zu sagen: „Weil uns allen an Gescher gelegen ist“.

    Die FDP-Fraktion bietet der CDU an, zusammen mit der FDP das Projekt Marienkirche zu beschließen und gegenüber dem Bürger zu verantworten. Wenn daran das Dreierbündnis (CDU, SPD, Grüne) zerbrechen sollte… dann war`s das wert!

  23. Kunstkritiker // 21. Januar 2011 um 19:39 //

    Sehr geehrter Herr Kunst,

    Sie schreiben in Ihrem Beitrag „Paradigmenwechsel in Sachen Marienkirche! Der kündigte sich schon im Arbeitspapier … des “schwarz-rot-grünen” Bündnisses vor einigen Wochen an“. Hierbei verweisen Sie auf ein Arbeitspapier der drei Parteien vom 27.10.2009.
    Finden Sie Ihre Darstellung -vorsichtig formuliert- nicht etwas unsachlich?
    Das zitierte Arbeitspapier ist fast 1,5 Jahre alt! (siehe Datum am Schluss der Liste)!!
    In Ihrem Beitrag wird der Eindruck erweckt, dass Arbeitspapier sei einige Wochen alt.

    So etwas sollte einem „Journalisten“ mit monatlich „10.000 -15000“ Lesern nicht passieren – man könnte ja meinen, Sie würden hier reine Polemik betreiben.

    Viel schlimmer finde ich aber, dass Sie hier im Blog an anderer Stelle dargestellt haben, Sie gehen bei der Abstimmung zum Thema „Bücherei in der Marienkirche“ von einer großen Mehrheit im Stadtrat aus – Sie sagten „Einige meiner Kollegen zappeln noch, letztlich aber wird sich eine breite Mehrheit wenn nicht sogar Einstimmigkeit für die Marienkirche finden“.
    Und dieses zu einem Zeitpunkt, da die Kosten und Rahmenbedingungen der möglichen Gebäudeanmietung überhaupt noch nicht geklärt sind. Die einzigen Kosten die Sie anscheinend betrachten sind die Heizkosten. So interpretiere ich zumindest die Äußerung Ihres Kollegen Rose an gleicher Stelle

    WO ist der Sachverstand der FDP geblieben?

    Wenn Sie sich –ohne die Rahmenbedingungen zu diesem Zeitpunkt zu kennen, so positionieren, verschlechtern Sie aus meiner Sicht im Besten Fall nur die Verhandlungsbedingungen der Stadt. Die Kosten müssen wir Bürger tragen. Zum Glück gibt es im Stadtrat mittlerweile viele Ratsmitglieder anderer Parteien, denen nicht nur das Wohl der einfachen Bürger am Herzen liegt sondern dabei auch noch rechnen können und Fakten abwarten, bevor Entscheidungen getroffen werden.

    P.S. Sie Scheiben in Ihrem aktuellen Fazit „Kock, (noch) CDU Fraktionssprecher …“ .
    Was soll diese Polemik?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Herr Kock noch Fraktionssprecher der CDU ist ob Ihre FDP jedoch bei der nächsten Wahl die 5 % Hürde schafft, wage ich derzeit zu bezweifeln.

    Sie wissen ja „das Volk liebt den Verrat aber hasst den Verräter“.

  24. G. Pollmann // 21. Januar 2011 um 13:09 //

    Sehr geehrter Herr Kunst,

    auch ich würde mich sehr freuen, wenn es gelingen würde, die Bücherei zu vernünftigen Konditionen in der Marienkirche unterzubringen.

    Aber es kann doch wohl nicht wahr sein, dass Sie sich ohne Vorlage und Prüfung aller Fakten schon jetzt auf den Standort Marienkirche festlegen.

    Dieses schwächt m. E. nicht nur die Verhandlungsposition der Stadt Gescher gegenüber dem Investor, sondern beweist auch eine unglaublich naive wirtschaftspolitische Inkompetenz.

    Eine richtige Entscheidung kann und darf nur dann gefällt werden, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen.
    Lieber eine richtige Entscheidung in 6 Wochen als eine falsche am 2. Febr.!“

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