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Das neue Teleskopfahrzeug von Ruthmann bewährt sich in der Praxis prächtig!

GESCHER (fjk). Winterzeit ist Heizzeit. Erfahrungsgemäß steigt  in dieser Jahreszeit die Zahl der Kaminbrände stark an. So wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Feuerwehr, -nicht zum erstenmal,–  in die Bauernschaft Tungerloh Pröbsting gerufen. Einsatzleiter Christian Nolte beordert das neue Teleskopfahrzeug (links) vor Ort. Dieses hatte sich erst kurz zuvor in ähnlicher Situation bestens bewährt.

Vor Ort schlagen die Flammen aus dem Schornstein. Der Bezirksschornsteinfeger wird hinzugezogen. In der Zwischenzeit werden alle Kaminöffnungen und der Kamin selber mit der Wärmebildkamera kontrolliert, um die Brandherde festzustellen. Ebenso wird der Hochdrucklüfter installiert und das ganze Haus unter Überdruck gesetzt, so will man Rauchaustritt in die Innenräume verhindern.

Vom Teleskopmast aus wird der Kamin von oben gekehrt, anschließend auch von unten. Der Bezirksschornsteinfeger verfügt die Stillegung des Kamins.

Da Kaminbrände gar nicht so selten sind, hier noch einige Tipps wie man sich am besten verhält, wenn`s einen erwischt. Wird ein Kaminbrand entdeckt, so besteht eine hohe Brandgefahr, aber es ist noch nichts passiert, daher Ruhe bewahren und:

1. Feuerwehr alarmieren
2. Zuluft an allen Öfen schließen
3. Alle Türen schließen, keine Zugluft
4. Alle Kehrtüren kontrollieren
5. Gesamten Kamin auf heiße Stellen kontrollieren
6. Alle brennbaren Gegenstände vom Kamin entfernen
7. Solange der Kamin  im Inneren brennt, niemals mit Wasser zu löschen versuchen, hohe Gefahr von „Dampfverpuffung“.
8. Schornsteinfeger verständigen

Mehr Info: Freiwillige Feuerwehr Gescher.

6 Kommentare zu Das neue Teleskopfahrzeug von Ruthmann bewährt sich in der Praxis prächtig!

  1. Franz-Josef Kunst // 30. Januar 2011 um 22:24 //

    Hallo „Jungs“,

    ich hab`s abgeändert. Der Hinweis war übrigens von einer anderen Feuerwehrseite. Eure Begründungen sind aber einleuchtend..,. Danke.

  2. Hallo Herr Kunst.

    Wasser darf bei einem Kaminbrand niemals zum Löschen eingesetzt werden! Bei einem Kaminbrand sollte man auf jeden Fall den Notruf über die 112 wählen. Die Leitstelle alarmiert dann die Feuerwehr und den Bezirksschornsteinfeger.

    Zur Erklärung:
    Wasser wechselt bei einer Temperatur von 100°C vom flüssigen in den dampfförmigen Aggregatzustand über.
    Das bedeutet, dass aus 1 Liter Wasser circa 1700 Liter Wasserdampf entstehen.
    Bei Schornsteinbränden entstehen wesentlich höhere Temperaturen als 100°C, der dabei schlagartig entstehende Dampfdruck ist so groß, dass Schornsteine auf- oder auseinanderreißen können. Daher Schornsteinbrände niemals mit Wasser löschen!

    MfG Mark

  3. Bezieht sich das auch auf Feuerlöscher? Ich kann den Beitrag oben ändern!

  4. Da steht , es besteht keine Notwendigkeit , aber das bedeutet , man kann es machen . Statt Notwendigkeit müsste es auf keinen Fall heißen . So habe ich es zumindest verstanden !

  5. Hmm.. jetzt bin ich etwas irritiert. Genau das steht doch da! Oder?

  6. Ich halte es gefährlich, dem unkundigen Bürger zu suggerierwn, dass man bei Kaminbränden überhaupt an Wasser denken sollte. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Hausbesitzer von außen versucht seinen Kamin mit dem Gartenschlauch zu lôschen und sich dann über die brachiale Ausdehung des Wassers wundert.
    Also bei Kaminbränden Finger weg vom Wasser und lieber auf die Profis warten!

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