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„Bravo – Gescher ist entzweit“.

GESCHER (fjk). … unter diesem Titel veröffentlicht die GZ heute in ihrer Samstagausgabe einen Leserbrief des Hans Sommer vom Rosenweg. Mit Beginn der Unterschriftenaktion „Ja für die Marienkirche“ ist die Diskussion über den zukünftigen Büchereistandort in Gescher wieder voll entbrannt. Der Leserbrief zeigt aber auch wie sehr unsere älteren Mitbürger vom Beschluß des Rates getroffen sind, die Marienkirche nicht als Büchereistandort vorzusehen und damit das Gebäude möglicherweise dem Abriß preiszugeben.  Hier der Leserbrief:

Hans Sommer

Hans Sommer

Liebe Gescheraner,

das darf doch alles nicht wahr sein. Haben wir unseren gesunden Menschenverstand verloren? Ist nicht die „närrische Zeit“ längst vorbei? Wo bleibt unsere alte Heimatverbundenheit?

Mit den Entscheidungen für einen Büchereineubau und gegen die Nutzung der Marienkirche hat man es in kürzester Zeit geschafft, uns fromme, friedliche Bürger zu mobilisieren, zu sensibilisieren und zu polarisieren. Fakt ist: Gescher ist entzweit! Na, bravo!

In der christlichen Soziallehre schreibt der Jesuitenpater Oswald von Nell-Breuning: „Politik ist die Macht des Möglichen.“ Hier wurde sie für uns „Ja-Sager“ brutal möglich gemacht: Erst war weit weg vom Ortskern ein entsprechender Büchereineubau geplant. Folge: Großer Widerstand aus dem Volke. Dann kam innerhalb von 2 Tagen –wie aus dem Hut gezaubert- neben eine Tankstelle eine moderne Immobilie, ganz toll und funktionell.

Wir Bürger fragen uns, was oder wer steckt dahinter? Doch, liebe Leser: „Wir sind das Volk“ (Leipzig, Nikolaikirche) und wir sind „Wutbürger“ (Wort des Jahres 2010).

Ich zitiere aus der Zeitschrift „Mobil – März 2011“: „Kirchenbauten sind auch ohne geistliche Funktion prägende Elemente unserer Städte und sollten nur im Ernstfall abgerissen werden“! Ich wiederhole meinen Satz aus dieser Zeitung: „Wenn einem etwas lieb und teuer ist, muss man dafür auch opferbereit sein!“

Es muss eine neue Nachdenklichkeit geben und wir alle müssen das Wir-Gefühl stärken. Jedes parteipolitische Ausschlachten ist nicht akzeptabel. Keiner sollte später sagen dürfen: „Ich kann nichts dafür, ich bin unwissend!“

Als Mitglied des Plattdütsken Krings fühle ich mich sehr betroffen und sage abschließend: „Ick koenn wall hüelen!“ Liebe Mitbürger, Ihr auch? Laßt uns eine gemeinsame Trotzreaktion starten“ Darum stimmt mit „JA“. Eurer Heimat, uns selbst und dem lieben Gott zu Ehren!“

3 Kommentare zu „Bravo – Gescher ist entzweit“.

  1. Thomas Buske // 27. März 2011 um 05:57 //

    Verehrter Herr Sommer,

    Vielen Dank für Ihren Leserbrief. Alle Achtung und Respekt.

    Als Bocholter (Gemeinde Hl. Kreuz, Kirche in harter Arbeit und mit Herzblut trotz Nazi-Zeit gebaut und 1936 fertiggestellt, am 22.03.1945 bei Luftangriff 84 % Bocholt zerstört, Hl. Kreuz blieb unversehrt.)
    Heute: Meine Taufkirche steht leer und ist verschlossen. Der Abbruch droht.

    Als Gescheraner (Gemeinde St. Marien, Kirche seiner Zeit von Gescheranern in harter Arbeit und mit Herzblut gebaut).
    Heute: Kirche steht leer.

    Tut Seele und Herz nicht gut.

    Herr Sommer und Franz-Jupp
    Liebe Grü9e

    Thomas B..

  2. GLAUB ICH AUCH NICHT // 26. März 2011 um 14:49 //

    dass Gescher entzweit ist. Durch den Ratsbeschluß pro Swingerclub rücken wir doch näher
    zusammen :-)))))

    Ihr Politiker seit wirklich super!

  3. GLAUB ICH NICHT // 26. März 2011 um 10:07 //

    Danke sehr geehrter Herrr Sommer für ihren Leserbrief in der heutigen AZ.´

    Wie sagte einst Martin Luther King: Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.

    Mein Appell an alle Politiker : NOCH IST ES NICHT ZU SPÄT DAS NARRENSCHIFF ZU VERLASSEN!!!

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