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Fast 4.000 mal „JA“ für die Marienkirche!

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GESCHER (fjk). .. um genau zu sein: Es sind 3.927 Unterschriften, säuberlich in 2 Aktenordnern abgeheftet,  welche die Initiatoren Dr. Stephan Hohner und Dirk Hetrodt heute dem Bürgermeister übergeben.  Neben der lokalen Presse und und dem TV-Sender Lokalzeit aus Münster haben sich  einige Bürger, meist Aktivisten die an der Durchführung der Unterschriftensammlung beteiligt waren, im Rathaus eingefunden.

Dr. Hohner erläutert,  dieses Bürgerbegehren solle dem Rat und der Verwaltung die Möglichkeit geben, den Ratsbeschluß aus Februar zu überdenken (Neubau der Bücherei an der Eschstraße), um im Sinne der Marienkirche zu einer anderen Lösung zu kommen. Dafür habe man auch alternative Finanzierungsmodelle vorgelegt. Er betont noch einmal, dass  das Generalvikariat in Münster ohne wenn und aber zu der im Bürgerbegehren dargestellten 1 Euro-Lösung stehe.

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Der Bürgermeister entgegnet, das Verfahren werde jetzt einer genauen Überprüfung unterzogen. Dabei stütze man sich  auf externen Sachverstand, ebenso sei die Kommunalaufsicht in den Vorgang eingeschaltet. Die Unterschriften würden im Hause einer ersten Prüfung unterzogen. Das vorliegende 1-Euro-Angebot sei zwar günstig, man müsse aber auch evtl. bei einem Erwerb auf die Stadt zukommenden Sanierungskosten achten. Dies alles werde man dem Rat darstellen müssen. Eine Entscheidung über den Fortgang hin zu einem Bürgerentscheid sieht der Bürgermeister im Rahmen einer Sondersitzung des Stadtrates eher im Juni als im Mai, auf jeden Fall aber noch vor den Ferien.

Fazit: Wer geglaubt hatte, der Bürgermeister schwenke ob des klaren Votums der Gescheraner Bürger für die Marienkirche auf deren Kurs um, der sah sich getäuscht. Auffällig waren seitens des Bürgermeisters die ständigen Hinweise auf formale Fragen sowie Bedenken schon jetzt hinsichtlich einer Kauflösung. (evtl. anfallende Sanierungskosten der Kirche).

Die Vermutung einiger „Pessimisten“das Linksbündnis (CDU, SPD und Grüne) werde es, wegen des hohen Erfolgsrisikos,  gar nicht erst zu einem Bürgerentscheid kommen lassen, sondern versuchen das Bürgerbegehren formal zu Fall zu bringen, könnte daher gar nicht mal soweit hergeholt sein.

Noch in seiner Haushaltsrede hatte Grünen-Fraktionssprecher Wolfgang Brüggestrath „süffisant“ angemerkt: „Hoffentlich sind die Bürger nicht zu traurig, wenn`s mit ihrem Bürgerbegehren nicht klappt!“ Ganz gewiß war heute ein großer Tag für Gescher, denn der Bürger hat sich eindrucksvoll zu Wort gemeldet. Doch ein Tag zum Jubeln war es nicht… noch nicht!

Lies hier: GZ online – „3927 Unterschriften für die Marienkirche“.

14 Kommentare zu Fast 4.000 mal „JA“ für die Marienkirche!

  1. @Andr. Die Kirchengemeinde bietet der Stadt die Kirche mit dem Grundstück wo sie draufsteht für 1€ an. Das ist Fakt!!!!Alles andere ist totaler Quatsch. Aber warum reden und schreiben alle nur über die Marienkirche. Der Neubau für die Bücherei ist doch unrelevant. Da wird ein Gebäude gebaut dessen Zahlen von vorne bis hinten schöngerechnet wurden. Die 4000 Stimmen sind da und man kann sie nicht ignorieren. Aber es wird allerhöchste Zeit dass sich die Bürger auch mal um den vermeintlichen Neubau kümmern und sich die Planungen und Zahlen genau anschauen.Ich kann nur lachen wenn der Bürgermeister von einem Altbau bei der Kirche spricht. Die Kirche steht in 200 Jahren noch!!!! Und noch eins: die Stadtväter müssen ( nach eigenen Aussagen ) in 20 Jahren erklären warum sie sich so und nicht anders entschieden haben. Ich frage heute: Warum habt ihr damals das neue Rathaus an den Stadtrand von Gescher gebaut???? Ohne Büchrei in der Kirche ist das Rathaus völlig deplaziert und ganz gewiss nicht in der Mitte von Gescher. Hier geht es nur um eines: Im Rathaus gibt es einen Leitsatz: Das ziehen wir durch. Bis zur bitteren Neige. Egal was kommt.

  2. Dirk Hetrodt // 21. April 2011 um 19:50 //

    Der vorgelegte Kostendeckungsvorschlag im Bürgerbegehren bezieht sich hinsichtlich der 0-Euro-Variante nicht auf das gesamte Grundstück der Kirchengemeinde. Wie auf den Unterschriftenlisten nachzulesen ist, wird eine Teilfläche von rund 2.700 qm mit dem Kirchengebäude von der Kirche für 0 EUR der Stadt angeboten. Die restlichen Flächen von rund 4.000 qm verbleiben bei der Kirche, die sie dann selbst vermarket.

    Ich möchte mich außerdem auch auf diesem Wege bei den zahlreichen Helfern/innen bedanken. Ohne Euch wäre bei der Unterschriftenaktion nicht dieses grandiose Ergebnis möglich gewesen.
    Wie der Stimmenumfang von knapp 4.000 Unterschriften einzuordnen sind, zeigt ein Blick auf die letzte Kommunalwahl:
    – Wahlbeteiligung = 8.389 Stimmen
    – FDP = 717 Stimmen
    – SPD, UWG, Grüne zusammen = 3.397
    – CDU = 3.844

    Frohe Ostern,
    Dirk Hetrodt

  3. Hallo Herr Kunst.
    Sie erweisen mir und Gescher einen großen Dienst, wenn Sie Punkt 1 und 3 schnell löschen. Sie können einfach nicht ohne Streit.

    Eine Spaltung von die „Guten“ im Kirchenvorstand gegen die „Bösen“ in der Politik ist heute nicht mehr angezeigt.

    Es gibt absolut kein Entgegenkommen aus Münster. Vor drei Monaten war man bei 500 – heute ist man bei 500. Es bleibt Ihr Geheimnis warum Sie das „an dem Erhalt Erhalt der Kirche beteiligen“ nennen.

    Das ist echt grausam, weil mir auch einfach Ihr Motiv fehlt, warum Sie die Verhandlungsposition der Stadt mit Gewalt schlecht reden. Sie gehen doch auch nicht in ein Autohaus und erzählen dem Händler wie schön seine Autos sind. Der Vergleich hinkt natürlich, weil der Autohändler täglich mit anderen Kunden rechnen kann ohne eine Imageschaden zu erleiden, weil man ein Geschäft hat platzen lassen.

    Da frage ich mich noch so eben, wenn die Kirche „Stadtbild prägenden Charakter“ hat, was ich auch so sehe, muss dann die Verwaltung dem Eigentümer eine Abbruchgenehmigung erteilen? Über solche Dinge sollten Sie nachdenken.

    Es gibt nur ein Faktum. Die 4000 Unterschriften. Alles andere ist offen.

  4. Franz-Josef Kunst // 21. April 2011 um 16:00 //

    @wayne
    Bei aller Freude an einer lebhaften, auch kontroversen Diskussion. Ob pro oder contro, ich denke es macht Sinn sich an der Faktenlage zu orientieren:

    1. Die Kirche will sich durchaus an dem Erhalt der Marienkirche beteiligen. Der Kirchenvorstand in Gescher ist bereit, das Gebäude plus Grundstück zu einem symbolischen Preis von 1 Euro zu verkaufen, wenn die Stadt das wünscht. Das Generalvikariat in Münster hat dem zugestimmt.

    2. Nach einem Kauf durch die Stadt gehört die Kirche natürlich auch der Stadt.

    3. Den Bagger davor setzen und die Filet-Grundstücke parzellenweise in dieser Lage an Interessenten verkaufen wäre das beste Geschäft… für die Kirche. Doch darauf verzichtet sie.

    4. Durch einen Kauf steigern wir die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt. Gescher ist im Kreis Borken Spitzenreiter im negativen Sinn. Das gleiche gilt für Neubau an der Eschstraße. Die Mietoption hätte den „Charme“ dass sie eine weitere Verschuldung vermeidet und den Verwaltungshaushalt zur Sparsamkeit „zwingt“. D. h. die Kämmerin müßte die Mietausgaben an anderer Stelle wieder einsparen. Hart aber machbar!! Die spannende Frage ist nur: Will sie das? Zweitens wäre wie bei jedem anderen Mietvertrag, der Vermieter für die Qualität des Mietobjektes zuständig.

    5. Das Bürgerbegehren eröffnet dem Rat ein Strauß an Optionen wenn er die Bücherei in der Marienkirche einrichten will. Es ist keine Festlegung… auf diese oder jene.

  5. @Maria: Ja gut und schön, aber soll die Stadt nicht mal an anderer Stelle für die Anliegen ihrer Bürger eintreten? Ich finde sehr wohl das sich das Bistum an den erhalt der Kirche beteiligen soll. Wäre ja noch toller wenn WIR was bezahlen müssen was nie „uns“ gehört. Daher soll die Stadt doch die Bücherei neu bauen, dann gehört die wenigsten der Stadt (irgenwann).
    Und ganz ehrlich, wenn die Stadt die Marien Kirche erhalten soll, dann können die (wegen mir) da nen Bagger vorsetzten und das Gründstück verkaufen/verpachten.

    Vll. sollte man mal drüber Nachdenken das über Gescher immer noch der Sicherungshaushalt schwebt… ich kann doch privat auch nicht mehr geld ausgeben als ich hab. Und wenn ich mtl soviel Miete+Unterhalt beahlen müsste, das ich davon ne Hypothek + Unterhalt bezahlen kann, dann bau ich mir doch mein eigenes Haus, oder seh ich das falsch?
    Nur wenn die Stadt das macht wird sich aufgeregt?

  6. @Erbost

    Die Stadt muss Sorge für das Wohl und die Anliegen der Bürger tragen. Und ein Anliegen ist den Bürgern der Erhalt der Marienkirche.

  7. Ich kann das ganze Theater um die Marienkirche nicht mehr hören!! Wieso muss die Stadt dafür Sorge tragen , das die Kirche nicht verfällt! Als die Kirche gebaut wurde, haben so viele Gescheraner mit angepackt und viel Geld gespendet! Dann kann es eigentlich auch nur richtig sein das, das Bistum dafür zu sorgen hat das die Kirche nicht baufällig wird ! Und nicht die STADT !!!

  8. Gescher hat gesprochen! Knapp 4000 Unterschriften sind nicht zu ignorieren.

    @Herr Brüggestrath, das wären fast 4000 traurige Menschen in Gescher!!!!!! Was wenn der Rat anders entscheidet. Er wird es vermutlich tun weil er es muss!!!!!!! Solange Frau Kucharz in Gescher ist, wird es wohl keine andere Entscheidung geben.

    Eine Frau Kucharz lässt sich nicht in die Knie zwingen. Frau Kucharz, was wollen sie? Womit haben sie die Damen und Herren im Rathaus im Griff. Was sollten wir wissen??? Wenn sie die Kirche nicht haben wollen dann sagen sie es doch einfach aber hören sie endlich auf alles querzurechnen.

    In Gescher gibt es noch mehr Leute mit Köpfchen!!! Was passiert auf Dauer? Frau Kucharz wird ( hoffentlich!) bald Gescher verlassen. Was bleibt uns? Eine zerstrittene Stadt. Ein Bürgermeister der keine! Freunde mehr hat. Ein Stadtrat an dessen Ernsthaftigkeit man zu Recht zweifeln kann. Ein Chaos.

    In diesem Sinne: Macht´s beste draus und hört auf´s Volk und mal nicht auf die Dame in der ersten Reihe.Wir müssen in Gescher gemeinsam weiterleben wenn Frau Kucharz gegangen ist.

  9. Die Aussage von Herrn Brüggestrath zeigt deutlich die Einstellung der Ratsmitglieder. Der Rat hat klar vergessen, dass er die Stimme der Bürger sein soll. Die Ratsmitglieder benehmen sich eher wie trotzige Kinder, nach dem Motto „wir werden den Gescheranern schon zeigen, wer sich hier durchsetzt“. Diese Art von Machtspielchen sind hier nicht angebracht!

    Der Rat der Stadt und unser Bürgermeister verspielen immer mehr das Vertrauen der Bürger.

  10. Jörg Burghardt // 21. April 2011 um 00:06 //

    @ Klaus:

    1. Fakt ist: es waren nur ca. 13.000 Bürger wahlberechtigt, nicht 16.000!

    2. Die Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl betrug ca. 60%
    3. Herr Effkemann wurde mit überwältigender Mehrheit von ca. 60% gewählt.
    4. Dies entspricht ca. 4.700 Stimmen
    5. Nach Ihrer Logik sind 8.300 Gescheraner gegen Herrn Effkemann?!

    Genial argumentiert, cheers!

  11. Wenn 4000 Menschen in einer Kleinstadt mit Namen und Anschrift für eine Sache eintreten, ist absolut sensationell!!

    Ich möchte mich zu Detailfragen nicht äußern.

    Allerdings verwundert mich das Erscheinungsbild der Kirche.
    In den letzten vierzig Jahren sind die Besucherzahlen zu den Messen in den Kirchen stark gesunken. Viele Ursachen könnte man nennen, aber der Wohlstand ist wohl der Hauptgrund. Für die Geistlichen ist dieser Trend sicher nicht motivierend.

    Doch in Gescher passiert etwas ganz besonderes. Tausende reden über Kirche und auch viele jüngere sind interessiert und aktiv. Diese Chance als katholischer Geistlicher so eine große Aufmerksamkeit zu bekommen, und das noch mit einem positiven Thema, wird sich vermutlich nie wieder in Gescher ergeben.

    Das schlimmste was die Kirche nun machen könnte wären langwierige zähe Verhandlungen um Euros und Details. Nein, die Kirche sollte auf die vielen Menschen zugehen und deren Erwartungshaltung und Hoffnungen nicht enttäuschen. Besonders die Jungen sind anzusprechen und für diese Gruppe sollte sich dieses Bürgerbegehren „auszahlen“. Selbst unter zehnjährige Kinder beschäftigt dieses Thema.

    Ich möchte den Politiker sehen, den so etwas kalt lässt. Die Zeit der „Grabenkämpfe“ sollte vorbei sein!!

  12. Capellener // 20. April 2011 um 22:12 //

    @Klaus
    Enthaltung bei der Stimmabgabe bedeutet nicht dagegen zu stimmen. Unwissenheit und Desinteresse zur Politik überwiegen dabei. 4000 Stimmen sind mehr als deutlich!

  13. 4000 Bürger haben für die Bücherei in der Marienkirche unterschrieben, oder mehr als 12 000 Bürger haben nicht unterschrieben .

  14. Rudi Ratlos // 20. April 2011 um 21:07 //

    Wer bei 4.000 Unterschriften auf formale Aspekte vertraut, muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein – er hat das Wesen der Demokratie nicht verstanden.

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