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Biogasanlage in Gescher-Büren nimmt Gestalt an.

GESCHER (fjk). Vorbeifahrenden Autos ist es nicht verborgen geblieben: Direkt am Hof Menker in Gescher-Büren entsteht eine neue Biogasanlage. Die zweite private nach Jebing in der Bauernschaft Tungerloh Capellen. Über die Gründe und Absichten für diese nicht unerhebliche Investition der Familie hatte seinerzeit Hubert Menker (links) gegenüber GescherBlog berichtet. Eine weitere, dritte Biogasanlage auf Gescheraner Boden wird von der EGW in Estern betrieben. -Lies hier-

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Der Bioreaktor der Anlage ist mittlerweile im Rohbau erstellt. Die Arbeiten, ausgeführt von der Firma TEWE aus Vreden, gehen zügig voran. 250 kw Strom pro Stunde sollen hier in Zukunft erzeugt werden. Überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen heißt es auf einem Baustellenschild an der Straße. Schon vor 4 Jahren habe man in der Familie mit Überlegungen begonnen, eine Biogasanlage zu erstellen, so Menker in einem Gespräch mit GescherBlog vor einem Jahr. Ursprünglich hätte man  eher mit dem Bau beginnen wollen. Die Landwirtschaftskammer habe jedoch darauf gedrängt, vorher noch den ebenfalls in der Planung befindlichen weiteren Schweinemaststall zu bauen damit das System im Hinblick auf die Biogasanlage “ rund sei“.

Wichtig sei der Familie auch dass die Biogasanlage ausschließlich mit eigenem Mais „gefüttert“ werde. Eine Konkurrenz zur Veredlungswirtschaft (Milchbauern und Mästern) sah Menker damals nicht. Man werde  darauf verzichten, zusätzliche Flächen für den Bedarf der Biogasanlage anzupachten. „Alles wird autark auf eigenem Hof erzeugt, “ sagte Menker.

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1 Kommentar zu Biogasanlage in Gescher-Büren nimmt Gestalt an.

  1. Andreas // 23. Mai 2011 um 23:36 //

    Hallo Herr Kunst!

    Zu den in Bau befindlichen Anlagen möchte ich nichts sagen. Die Bauern nutzen nur eine vom Gesetzgeber gebotene Chance.

    Es ist aber völlig unbestritten, dass der durch das EEG 2009 (CDU Röring) hervorgerufene Biogas-Boom schädlich war. Fakt ist, dass allein der Biogasstrom den Strompreis aktuell um ca. 1,8cent verteuert.

    Es ist kein Geheimnis, dass der Bauernverband die hohe Biogasförderung und den starken Zubau an Neuanlagen gegen Umweltverbände, Jäger, Wasserwerker, Nahrungsmittelindustrie… auch nach 2012 beibehalten will.

    Glauben Sie wirklich Herr Kunst, dass Sie mit Twitter und co. gegen die „mafiosen Strukturen“ die bis in die Landwirtschaftsverlage reichen, etwas bewegen können?

    Im Wahlkreis des Abgeordneten Röring gab es seit Mitte März kaum Niederschlag. Beim Schwergetreide sind Ertragseinbußen bis zu 50% wahrscheinlich (800€ je ha). Der CDU Mann ist noch nicht einmal auf die Idee gekommen „Dürreentschädigungen“ einzufordern. Die EEG Diskussion ist wichtiger.

    Wird höchste Zeit, dass sich andere Parteien in die Landwirtschaft einarbeiten.

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