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Klartext: „Unrealistisch, unerwünscht und unrentabel.“

Fritz Leppkes (CDU)

Fritz Leppkes (CDU)

GESCHER (fjk). Der Kollege Fritz Leppkes (CDU) ist von einer Idee besessen: Die zukünftige Bücherei nicht in der Marienkirche unterzubringen sondern im Glockenmuseum auf der Museumsinsel. Die Idee ist so absurd dass man sich die Frage stellen darf, ob man sich mit dem Thema überhaupt beschäftigen muß.

Und das Glockenmuseum in die Marienkirche… unrealistisch, unerwünscht und unrentabel, so könnte man es mit einem Satz abtun. Oder wie es Dr. Vortmann in einer Twittermeldung kürzlich formulierte: „Ein Prozess, der zu einer maßgeschneiderten Museumslösung geführt hat, kann nicht Lösung für eine Bücherei sein!“ Genau so ist es. Gegen die vom Ratskollegen Fritz Leppkes (CDU) hartnäckig öffentlich betriebene Idee von der Unterbringung des Glockenmuseums in die Marienkirche und der Bücherei im Glockenmuseum spricht so ziemlich alles was man sich denken kann.

Als erstes die Rückzahlung von wahrscheinlich mehr als 400.000 Euro Zuschüssen (Neu- und Altförderungen), dann der Umbau der Marienkirche plus Umbau des Glockenmuseums zur Bücherei.. all das würde die bisherigen in der Diskussion stehenden Kosten weit übertreffen, vielleicht vervielfachen. Dafür braucht man wahrlich keinen Taschenrechner! Glocken in die Kirche schieben und fertig.. so einfach möchte es sich der Kollege Leppkes machen, darf er aber nicht!!

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Die wohl wichtigste Frage stellt sich von einer anderen Seite. Was würde aus der Museumsinsel ohne Glockenmuseum? Just in diesen Tagen zeichnet sich ab, dass zukünftig alle wichtigen Radwanderwege, sogar aus den Niederlanden, in der Museumsinsel zu einem „Big Point“ zusammenlaufen. Ein Wahnsinnserfolg für die Stadttouristik. Der Bürgermeister berichtete darüber in der vergangenen Hauptausschusssitzung. Das will Fritz Leppkes alles „leichten Herzens“ kaputthauen.

Bei soviel inhaltlichen Unsinn muß die Frage nach der Motivation des Fritz Leppkes gestellt werden? Kosten sparen, wie von ihm vorgeschoben, geht nicht. Könnte es sein, dass er nur Unsicherheit , Zweifel und Zwietracht in die Diskussion um die Marienkirche säen will, zu einem Zeitpunkt wo erste Anzeichen von einem möglichen, übergreifenden Konsens in Sachen Marienkirche am Horizont sichtbar werden? Wie man hört soll sich jetzt auch die CDU darum bemühen…

5 Kommentare zu Klartext: „Unrealistisch, unerwünscht und unrentabel.“

  1. Jörg Burghardt // 22. Mai 2011 um 09:30 //

    Lieber Andreas,

    die Initiatoren des BB sind keine Politiker, die Chancen und Optionen für die Stadtentwicklung diskutieren – es geht uns in dieser Sache um die Marienkirche – mehr nicht.

    Stadtentwicklung ist die Aufgabe der Verantwortlichen in Verwaltung und Rat!
    Jörg Burghardt

  2. Andreas // 21. Mai 2011 um 08:52 //

    @Jörg Burghardt

    Ich sage auch JA … . Ich wundere mich nur, warum man in diesem Zusammenhang nicht über Chancen und Optionen hinsichtlich der Stadtentwicklung spricht. Mehr nicht.

  3. Jörg Burghardt // 20. Mai 2011 um 18:13 //

    @ Andreas:

    Die Initiatoren des BB sagen „JA zur Bücherei in der Marienkirche“ – aus Kommunal- und Kirchenpolitk halten wir uns raus!

    J. Burghardt

  4. HugoM // 20. Mai 2011 um 15:20 //

    Den Vorschlag von Herrn Leppkes empfinde ich als Bereicherung.

    Die räumliche Nähe zur Glockengießerei und die Möglichkeit, Glockengießerkunst in der Marienkirche zu präsentieren wären eine große Chance (man könnte komplette Glockenstühle aus verschiedensten Epochen und Kulturräumen inklusive Funktionsweise im Innenraum der Kirche ausstellen).

    Dann hätte Gescher wahrscheinlich eine überregionale, repräsentative, medien-, reise- und schulklassenbusfähige Attraktion sowie eine sinnvolle und zweckgerechte Verwendung für die Kirche gefunden.

    Warum nicht zusätzlich zur Museumsinsel noch eine Glockeninsel. Die holländischen
    Radfahrer würden die Kurzstrecke durch den Ortskern mit Kaffeestop sicherlich auch noch schaffen.

  5. Andreas // 16. Mai 2011 um 16:38 //

    Die „Glockenumsiedlung“ finde ich auch nicht gut. Für mich ein Indiz dafür, dass es in Gescher keine konkrete und langfristig orientierte Stadtplanung gibt.

    Gescher tendenziell zu einer kleinen Einkaufsstadt zu machen, war immer das Ziel. Lebensmittel gibt es reichlich – andere Sachen kauft man in Coesfeld. Um diesen Trend umzukehren benötigt man ein Konzept, Baugrund in Citylage, Investoren die bereit sind was zu riskieren und Zeit.

    Baugrund ist NOCH vorhanden. Den Rest kann man sich erarbeiten.

    Was sagen unsere Initiatoren des BB??

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