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Traurige Nachricht zum Jubiläum: Pankratiuskindergarten wird geschlossen.

St. Pankratius Kindergarten

St. Pankratius Kindergarten

GESCHER (fjk). Das ist kein schönes Geburtstagsgeschenk: Die Kirche will den Pankratiuskindergarten, den ältesten in Gescher, schließen. Das wurde am vergangenen Mittwoch in der Sitzung des Schulausschusses bekannt.

Hans Beuker, stellvertr. Vorsitzender des Kirchenvorstandes, bestätigt auf Anfrage von GescherBlog diese Meldung. Vor dem Hintergrund des 100-jährigen Jubiläums, das der Kindergarten an diesem Wochenende feiert,   sei das natürlich sehr traurig meint er. Im Jahr 2015 würde der Betrieb Schritt für Schritt eingestellt… so sei es  geplant. Endgültig wäre allerdings noch nichts, sagt Hans Beuker.

Zu dem Entschluß hätte im wesentlichen der nun auch in Gescher festzustellende demographische Wandel geführt. Danach würden wegen der zurückgehenden Geburtenrate wahrscheinlich auch weniger Kindergartenplätze benötigt. Ob im Rahmen der U-3 Betreuung dennoch ein Bedarf für einen Kindergarten bestehe, mochte Beuker nicht beurteilen.

Aus anderer Quelle war zu erfahren, der Kindergarten sei  auf Grund seines Alters hoch sanierungsbedürftig. Die Sanierungskosten kämen denen eines Neubaus praktisch gleich. Vor ca. einem Jahr habe der Kirchenvorstand mit der Stadt Gescher Gespräche über eine Kostenbeteiligung bei Neubau des Kindergartens geführt. Leider seien diese nicht erfolgreich gewesen.  Die Kämmerin und der Bürgermeister hätten unisono abgewinkt.

Lies hier: GZ online – „Aus für Pankratiuskindergarten nicht besiegelt!“

10 Kommentare zu Traurige Nachricht zum Jubiläum: Pankratiuskindergarten wird geschlossen.

  1. V. P. Fan // 16. Juni 2011 um 22:11 //

    Moin,

    @Gescherblogleserin

    Tja, was Sie sagen hat tatsächlich Hand und Fuß. Nach Ihrer Vorstellung von Lebensqualität machen Sie alles Richtig. Vor allen Dingen „Früh übt sich“ wirkt in der Kindererziehung super.

    Wir definieren Lebensqualität allerdings anders. Der Haken an der Sache ist der, dass unsere Kids etwas rebellisch und schwierig sind. Das finde das aber im Hinblick auf das spätere Leben wiederum positiv.

    Ich denke aus den jeweiligen „Erziehungsstrategien“ werden später eben verschiedene Typen. Ich glaube Volker Pispas durfte als Kind bis 8 Uhr schlafen, und Guido Westerwelle musste um 5 Uhr raus.

    Man sollte die Meinung des anderen einfach respektieren und gut is.

  2. Gescherblogleserin sagt // 16. Juni 2011 um 19:28 //

    Hallo,

    @ V. P. Fan

    Nun, jetzt weichen wir aber ein wenig vom Thema ab. Es geht hier nicht um die Schulen, sondern lediglich -vielleicht schon vergessen- „Kindergartenschließung, St. Pankratius“.

    Warum immer alles so negativ sehen? Ich selber habe Eltern, die schon immer voll im Berufsleben gestanden haben und noch teils stehen. Ich bin sehr gerne (auch über Mittag) in den KG gegangen, bis mich meine Mutter am frühen Abend abgeholt hat. (um 16:00) Nun, geschadet hat es mir nicht! Die Zeit vorm KG und am Abend wurde dann intensiv genutzt. Und natürlich die Wochenenden! Es ist alles nur eine Frage der Organisation. Perfekt geplant klappt alles. Auch mit weniger Zeit, mit den eigenen Eltern, wird was aus den Kindern. Beispiel: Ich.
    Zum Thema „Körperverletzung“: Spätestens zum Schulwechsel, klingelt der Wecker bei allen Kindern um spätesten 6:00 Uhr, denn Schulbusse fahren nun mal schon teils um 7:00 und um 7:30. Aber natürlich nicht bei denen, wo die eigenen Eltern:

    – kein Vorbild gewesen sind
    – die in der Schule nicht aufgepasst haben
    – die Eltern die Kinder in Watte gepackt haben (lieber liegen bleiben, weil Mama sich nicht verwirklichen darf)

    die dürfen dann bis um 7:30 schlafen.

    Nur wer fleißig ist, wird dafür entlohnt werden. Früh übt sichs!!!

  3. V. P. Fan // 12. Juni 2011 um 13:23 //

    Nachtrag:
    „Eiserne Lady“ : Ursula von der Leyen – Wikipedia – Elterngeld (Filz)

    Auch den Unterschied zwischen Erziehungsgeld und Elterngeld beachten!!!

  4. V. P. Fan // 12. Juni 2011 um 10:42 //

    @Gescherblogleserin

    Besonders Kinder unter drei Jahre haben einen ausgeprägten Biorhythmus . Das bedeutet, Kinder aus beruflichen Gründen (Selbstverwirklichung) um 6 Uhr aus dem Bett zu schmeißen, grenzt an Körperverletzung.

    Man sollte Kinder positiv sehen. Besonders die ersten Jahren sind einfach klasse. Wer Kinder mit zwei Jahren nur am Wochenende sieht, verpasst viel.

    Mein Fazit: Es wird zu viel in Kindergärten investiert, und zu wenig in Schulen. Den Lehrern sollte man von der Politik mehr Respekt und Anerkennung zusprechen. Wir brauchen kleinere Schulklassen und somit mehr Lehrer.

    Ob eine Mutter flexibel ist oder nicht oder eine Mutter im Beruf „unersetzlich“ ist, interessiert mich nicht. Der Staat hat sich da rauszuhalten. Privatsache.

    Es gibt tatsächlich Familien denen es finanziell schlecht geht. Für diese Gruppe interessiert sich aber weder Staat noch Kirche. Mindestlöhne gibt es nicht!

  5. Gescherblogleserin sagt // 10. Juni 2011 um 15:44 //

    Hallo V.P. Fan:

    Keiner redet hier vom Schichtdienst. Lediglich nur, flexible Öffnungszeiten.

    Und, oh doch es gibt noch genügend Aufgaben für die Eltern? So, wie sie es beschreiben, brauchen ja nur die Frauen eine Unterbringung ihrer Kinder, die in der Schule nicht aufgepasst haben. Völliger Quatsch. Da kenne ich aber eine Menge anderer Frauen die voll – beziehe ich mich natürlich mit ein – im Berufsleben stehen. Sei es stundenweise, ganztags oder auch halbtags.

    Ich habe mir das Video dann auch mal angeschaut, sicherlich sind einige Punkte völlig richtig dargestellt. Aber, die Zeit hat sich nun mal geändert. Heute sitzt keine Frau mehr nur noch zu Hause und betreut ihre Kinder, pflegt womöglich noch die eigenen Eltern.

    Die Frau von heute ist flexibel und bekommt trotz Arbeit auch noch die Erziehung ihrer Kinder hin!!!!!!!!!!

  6. V. P. Fan // 31. Mai 2011 um 21:05 //

    @Interessierte Gescheranerin

    „Schichtdienst im Kindergarten“!!!!!!!! Was haben wir Deutschen noch im Kopf????????
    „Akzeptable Kindheit bieten“ – am besten wie in der DDR
    „adäquate Versorgung …“ vom Steuerzahler finanziert

    Gibt es noch eine Aufgabe für Eltern? Wer vor dem „Kinderkriegen“ die Öffnungszeiten von Kigas studiert, sollte es besser sein lassen. Wir haben genug „Probleme“.

    Schauen Sie sich das Video „Volker Pispas über Lehrer“ auf You Tube bitte zwei bis drei Mal an.

  7. Interessierte Gescheranerin // 31. Mai 2011 um 16:11 //

    Ich finde es ebenfalls sehr schade, dass der Kindergarten vermutlich geschlossen werden soll. Auch, weil dann wieder die Diskussion losgeht: Was machen mit dem leerstehendem Gebäude?

    Ich schließe mich absolut der Meinung der Gescherblogleserin an, flexible Öffnungszeiten müssen her! Es ist leider in der heutigen Zeit so, dass man, möchte man seinen Kindern eine akzeptable Kindheit bieten, arbeiten gehen MUSS, beide Elternteile, dies ist aber oft aufgrund der Kindergärtenöffnungszeiten nicht möglich.

    Wäre es nicht von Vorteil, würden auch Erzieherinnen im Schichtdienst arbeiten, sodass eine adäquate Versorgung der Kinder gewährleistet werden kann? Ich bin mir sicher, das würde so mancher Erzieherin gut passen, „nur“ morgens oder nachmittags zu arbeiten.

    Das gesamte System muss einfach überdacht werden, da es nunmal aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Kinder gibt, somit zwangsläufig auch Kindergärten geschlossen werden müssen, doch bitte keinen Kindergarten, der bereits seid 100 Jahren besteht!

  8. Gescherblogleserin sagt // 23. Mai 2011 um 12:00 //

    „Das ist nun wirklich kein schönes Geburtstagsgeschenk!“ Absolut geschmacklos, wie diese Nachricht übermittelt worden ist. Veröffentlichung vor der Feier! Total blöd gelaufen.

    Nun, Kosten sparen auf Kosten der Kinder? Geht gar nicht. Es gibt hier in Gescher bestimmt auch genug Eltern, die gerne eine Unterbringung ihrer Kinder unter 3 in Anspruch nehmen würden.

    Sei es: Stundenweise, flexibel einteilbar, längere Öffnungszeiten. Sollte mal überdacht werden! So etwas fehlt hier in Gescher. In Großstädten ist dieses schon lange machbar. Mit einem guten Konzept, bekommt man viele Sachen hin. Etwas, was 100 Jahre bestand hat, sollte gerade aus Traditionsgründen weiter geführt werden.

    Schließen………………. geht gar nicht!!!!!!!!!!!

  9. Hans W. // 20. Mai 2011 um 22:58 //

    @Gescherblogleser:

    Was ist so schlimm daran, wenn Mütter, Väter und Jugendliche ehrenamtlich die Sakramentsvorbereitung übernehmen? Gerade diese können doch am Besten aus Ihrer eigenen lebensnahen christlichen Erfahrungswelt berichten und wissen am ehesten, wie die Kinder und Jugendlichen so ticken. Und schließlich haben die Hauptamtlichen die Wahrheit und das Wissen doch nicht gepachtet, so dass der Rest der Gemeinde nicht befähigt wäre solch eine Arbeit zu leisten?! Davon abgesehen habe ich durch Feedback von Jugendlichen den Eindruck, dass dieses Konzept für sie wesentlich attraktiver ist als „Unterricht“ bei den Hauptamtlichen…

    Die katholische Kirche betreibt übrigens auch in Zukunft noch VIER weitere Kindergärten in Gescher, von einem Rückzug zu sprechen ist da wohl etwas übertrieben. Natürlich lässt sich über den Zeitpunkt streiten, aber es ist doch prinzipiell besser, mit dem gesparten Geld die verbliebenen Kindergärten zu stärken anstatt Unsummen nur aus Traditionsgründen in ein Gebäude zu stecken, das aus demographischer Sicht schon in ein paar Jahren obsolet wird…

  10. Gescherblogleser // 20. Mai 2011 um 13:59 //

    Aufgrund dieses Artikels stelle ich für mich wieder einmal fest:

    1. Katholische Kirche zieht sich immer mehr aus der Bildung zurück.
    2. Die Leitung der katholischen Kirche hat kein Fingerspitzengefühl und geht wie ein Elefant durch einen Porzellanladen.

    Zu Punkt 1. Erst zieht sich die Leitung der katholischen Kirche aus der Schulbildung und der Sakramentenvorbereitung nahezu zu 100 % zurück. Die Sakramentenvorbereitung machen nur noch Mütter und Väter. Bis sie dahinter kommen, wie sie von der Leitung verar… werden. Dann wird die eigene Bücherei der Stadt aufs „Auge“ gedrückt. Und aus den eigenen Räumen raus geschmissen. Somit ist Bildung und katholische Kirche in Gescher wie Feuer und Wasser. Unverträglich.

    Zu Punkt 2. Spricht für sich. Zum Geburtstag die Kündigung liefern.

    Das ist höflich ausgedrückt. Pfui!!!

    Und das Verhalten findet man immer wieder in der Kirche. Nicht als Ausnahme, sondern als Regel. Auch und besonders gerade hier in Gescher.

    Und dann wundert sich angeblich die Führung der kath. Kirche in Gescher und Münster und Rom, warum in Deutschland so viele der Kirche den Rücken kehren. Nicht dem Glauben, sondern der Institution Kirche. Bei so einem Verhalten der Leitung ist es eigentlich kein Wunder.

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