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Landwirte erhalten Subventionen für Kiebitzschutz!

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GESCHER (fjk). Kiebitzen fällt es immer schwerer Brutplätze zu finden. Deshalb unterstützt das NRW-Umweltministerium Landwirte, die zum Schutz der Vögel während der Brutzeit auf die Bearbeitung ihrer Felder verzichten. Zwischen 300 und 420 Euro können sie dafür pro Jahr und Hektar bekommen. Der Kreis Borken weist auf dieses Programm des Landes hin.

Christian Rose, Geschäftsführer im gerade gegründeten Naturschutzförderverein Gescher Hochmoor, begrüßt die Maßnahme.“Der Gesetzgeber hat erkannt, dass die Landwirte sinnvoll in den Naturschutz integriert werden müssen,“ so Rose. Sicher gäbe es solche Flächen auch in der Nähe unserer Naturschutzgebiete. Er appelliert an die Landwirte, diese Subvention  zugunsten des Naturschutzes zu nutzen.

So sieht das Förderprogramm aus: Landwirte, die Mais, Gemüse oder Hackfrüchte anbauen, unterlassen im Rahmen des Programms für rund sechs Wochen jegliche Bodenbearbeitung. Der Zeitraum erstreckt sich witterungsabhängig vom 22. März bis zum 5. Mai oder vom 1. April bis zum 15. Mai. Die Mindestvertragsdauer beträgt fünf Jahre.

Christian Rose

Christian Rose

Christian Rose bittet die interessierten Landwirte, sich beim Kreis Borken zu melden. Dieser ist Vertragspartner des Förderprogramms. Eile ist allerdings geboten, denn Anträge könnten nur noch bis  zum 30. Juni gestellt werden.

Ansprechpartner sind zwei Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde, Norbert Stuff, Tel.: 02861/821443, und Willi Böckers, Tel.: 02861/821446.

4 Kommentare zu Landwirte erhalten Subventionen für Kiebitzschutz!

  1. Landwirt // 29. Mai 2011 um 08:15 //

    @Gescheraner
    1. Es handelt sich nicht um Subvetionen sondern um Verlustausgleich. Bauern die rechnen können,werden das Angebot nicht annehmen. Wenn man das tut, dann nur als Naturfreund.

    2. Wer Herrn Kunst kennt, weiß was er über Landwirtschaft und Förderungen denkt. Daher ist es kein Wunder, dass durch den Beitrag Bauern wieder als Subventionsempfenger „gebranntmarkt“ werden sollen. Leichtgläubige „Gescheraner“ fallen dann gern darauf rein. Wie hoch (niedrig) Agrarsubventionen wirklich sind, sehen sie am derzeitigen Strukturwandel. Der führt dazu, dass wir in Gescher plötzlich 25ha Spargel (Folie) an einem Stück haben. Ganz schlecht für den Kiebitz. Eine Mitbegründerin des Naturschutzvereins kann hier genaue Auskunft geben 😀

  2. Gescheraner // 28. Mai 2011 um 17:45 //

    Ist ja eine Prima Sache! Kann man da als Kommune auch brachliegende Grünflächen in der Innenstadt anmelden. Ich denke, das wäre doch bei uns eventuell eine Lösung um am Haushaltssicherungskonzept vorbei zu schlittern. Da kommen doch sicher einige ha an Grünanlagen zusammen! 😉

  3. Landwirt // 27. Mai 2011 um 16:35 //

    @ J S
    … auch nicht ganz komplett.

    Du hast den Futtermais beschrieben. Vor Energiemais (Biogas) kommt in BOR meistens Grünroggen bis Mitte Mai. Bitte die Zeitschrift „Hundundwild.de“ lesen. Titel: „Tod aus der Biogasanlage“. Diese Fruchtfolge überlebt kein Tier!

    Bei der Maisbestellung habe ich auch viele Kiebitze gesehen. Die konnten wegen Krähen und Greifvögel nicht nisten. Meine Kreiselegge war für den Kiebitz weniger gefährlich.

    Ich finde das aber auf jeden Fall sehr gut, wenn Naturschützer mit der Landwirtschaft zusammen arbeiten wollen. Ich sehe da sogar Chancen zur Erhaltung einer gesunden Agrarstruktur. Sozusagen gemeinsam gegen fremdbestimmte „Wachstumsfetischisten“

  4. Ich denke die Infos sind nicht komplett!

    Dieses Programm gibt es schon seit 2 Jahren!!!
    Desweiteren ist dies nach meinen Informationen auf einer Fläche(Schlag) maximal zu 0,5 ha förderungsfähig.
    Wenn der Kreis BOR jetzt auch schon aufgewacht ist freut mich das !
    In COE wird dies schon länger praktiziert.

    Möglich ist dies nur auf Flächen auf denen eine Sommerung folgt.
    M A I S !
    Gemüse !
    Plötzlich stellen sich diese Feldfrüchte positiv für die Natur dar? 😉
    Der Kiebitz erfreut sich der großen Maisflächen und brütet nur auf brachliegendem Acker.
    Nicht auf Getreide oder Wiesen Flächen.
    Jede Frucht hat ihre Vor und Nachteile! Das gilt für die Natur sowie auch der Erlöse der Feldfrucht.
    Niemand kann eine Hetze gegen Mais gebrauchen und wollen.

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