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„Tafelkrieg“ zwischen Stadtlohn und Gescher

Vorwurf: Gescheraner boykottieren Stadtlohner Helfer

Gescher (fjk). Zoff gibt es zwischen der Tafel  Gescher und der Aktion „Tischlein deck dich“ aus Stadtlohn. In einem Leserbrief im Stadtlohner Anzeiger beklagen die Stadtlohner die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Kollegen aus Gescher. Die verweigerten beharrlich die Zustimmung zum Beitritt der Stadtlohner in den Bundesverband Tafel e. V. 

Und das hat Nachteile für die Stadtlohner. Denn die großen Discounter führen ihre abgängigen Waren nur an Mitglieder des Tafelverbandes ab. Was zu Problemen in der Lebensmittelbeschaffung, so die Stadtlohner Vorsitzenden, führe. Mit Folgen: 40% der Tafelkunden in Gescher kämen aus Stadtlohn. Die Lebensmittelpakete in Stadtlohn fielen eben nicht so üppig aus wie in Gescher. Fast täglich holten Fahrzeuge der Gescheraner Tafel Lebensmittel von den Discountern in Stadtlohn ab. In Gescher würden sie dann mühsam wieder von den Bedürftigen nach Stadtlohn geschafft, so hört man aus Stadtlohn.

Christa Sibbing, neben Franz-Josef Menker, eine der Initiatoren der Tafel winkt ab. Die „Kundschaft“ aus Stadtlohn reise durchweg mit dem Fahrrad oder Bus an. Eine zu vermeidende Umweltbelastung sei das nicht. Und weiter:  „Die Aufnahme in den Tafelverband ist weder mit noch ohne Zustimmung der Gescheraner  möglich.“ Die Verbandsstatuten schlössen dies aus. Im Umkreis von 20 bis 25 Kilometer solle es keine weiteren Tafeln geben, um ein Überangebot zu vermeiden.

Franz-Josef Menker und sie seien jederzeit zu Kooperationsgesprächen mit den Stadtlohnern bereit. Bisher sei aber noch niemand an sie herangetreten. Sie bestätigt auch, dass das Klima zwischen den Aktivisten in Stadtlohn und Gescher nicht besonders gut ist. Es habe in der Vergangenheit mehrfach Spannungen gegeben.

Die Stadtlohner bitten die Gescheraner inständig ihren Widerstand gegen einen Verbandsbeitritt aufzugeben. Im Interesse der bedürftigen Stadtlohner Mitbürger. Nur die Hilfe der Bedürftigen dürfe im Mittelpunkt stehen.

*Quelle: Stadtlohner Anzeiger/Münsterlandzeitung

6 Kommentare zu „Tafelkrieg“ zwischen Stadtlohn und Gescher

  1. Brigitte // 26. Juni 2017 um 16:59 //

    Was für ein ökologischer Schwachsinn. Waren aus Stadtlohn werden nach Gescher gekarrt, die dann von Bürgern aus Stadtlohn per Bahn oder Bus oder Fahrgemeinschaft wieder zurück nach Stadtlohn gebracht werden.

  2. ratloser // 12. Juni 2017 um 09:20 //

    @g.B.
    Ich glaube grundsaetzlich nicht was in der Zeitung oder sonst wo steht.

    Sollten Sie recht haben, ist es doch gut wenn wir den los sind

  3. gegagener Bürger // 12. Juni 2017 um 08:55 //

    @ratloser, hier kann mal wieder feststellen wie informiert Sie sind! Nun erklären Sie mir mal. wieso Ratssitzungen kurz vor Beginn durch den BM abgesagt werden, er aber anschließend auf einer Veranstaltung mit Herrn Spahn angetroffen wird. Das ist nicht die einzige Bestätigung! Sie brauchen nur mal diverse Berichte und Artikel hier zu sichten!

  4. Poahlbürger // 11. Juni 2017 um 21:37 //

    Diese Kindereien sind kaum zu überbieten!Mit welcher Selbstherrlichkeit
    nimmt die Gescheraner Tafel den Gebietsschutz für sich in Anspruch?
    Ich hoffe,dass dieser sinnlose Streit bald beendet ist.
    Wenn ich mit meiner Meinung falsch liege ,bitte ich an dieser Stelle
    um Klarstellung,damit ich meine Meinung evtl.ändern kann.

  5. ratloser // 11. Juni 2017 um 13:09 //

    @ gegangener Bürger
    Wenn Sie gegangen sind aber von „unserem Bürgermeister“ sprechen, ist das komisch.

    Es gibt sicher viel zu kritisieren, aber man sollte es seriös tun ohne zu spekulieren…

  6. gegagener Bürger // 10. Juni 2017 um 11:46 //

    Unser BM macht sehr viel Öffentlichkeitsarbeit, mit dem Herrn Spahn! Stellt sich die Frage wie lange der noch für die Stadt Gescher aktiv sein wird, wenn ich das hier wieder sehe!

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