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Gesamtschule: Unterricht am Kriegerehrenmal

Schüler vom riesigen Obelisken beeindruckt.

Gescher (pd). Sehr bereitwillig hatten die Bürger der Glockenstadt vor knapp 100 Jahren Geld gegeben, um das Kriegerehrenmal an der Frieterhofstraße bauen zu können. Unvorstellbar für die 150 Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs der Gesamtschule Gescher, die das Ehrenmal in den letzten Wochen im Rahmen des Unterrichts im Fach Gesellschaftslehre besuchten.

Über eine Kriegerdenkmalkommission waren damals alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, für das Ehrenmal zu spenden. Dem Kriegerverein, heute heißt sie Kameradschaft, die sich besonders um die Bewahrung des Andenkens an gefallene und vermisste Soldaten kümmert, war  daran gelegen, mit dem eingesammelten Geld ein Ehrenmal zu errichten und die Witwen und Waisen der gefallenen Soldaten mit Sachleistungen zu unterstützen, wie Stadtarchivar Andreas Froning den Jugendlichen anschaulich erläuterte.

Am Beispiel des 1916 gefallenen Klempnermeisters Othmar Rest von der Katharinenstraße konnten die Achtklässler erahnen, was es für die Familien in Gescher bedeutete, wenn der Haupternährer einer Familie plötzlich nicht mehr zur Verfügung stand.

Auf der Rückseite des 1924 eingeweihten Ehrenmals wurden alle Namen der Soldaten, die fern der Heimat gefallen und beerdigt worden waren, verewigt. Ursprünglich war der riesige Obelisk vor dem damaligen Rathaus freistehend aufgestellt; heute kann man die Inschriften auf der Rückseite leider nur von der Straße Am Davos sehen.

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