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Anne Kortüm: „Ich will Bürgermeisterin werden.“

Gescher (fjk). Den Beifall eine Wahl gewonnen zu haben, hat Anne Kortüm schon einmal genossen. 1997 wählte der Rat der Stadt Gescher sie zur Stadtdirektorin. Doch daraus wurde nichts. Der damalige Kreisdirektor Raimund Pingel legte gegen ihre Wahl sein Veto ein. Begründung, sie sei noch zu jung und unerfahren.  „Ich wollte und ich will Bürgermeisterin werden, aus Leidenschaft.“ bekräftigt die heute 57-Jährige jetzt ihre Bewerbung um den Chefsessel im Rathaus im Gespräch mit GescherBlog.

Mir geht es nicht um  Machterhalt oder  Stärkung einer Partei. Als parteiunabhängige Bürgermeisterin werde ich über die Parteigrenzen hinweg mit allen Beteiligten zusammenarbeiten,“ schreibt sie auf ihrer heute freigeschalteten Homepage. Damit spielt sie gleich zu Beginn ihren stärksten Trumpf aus: Sie ist parteilich ungebunden. Das hat es bisher in Gescher noch nicht gegeben.

Anne Kortüm wohnt in Gescher „Zur alten Vogelstange“ ist verheiratet mit Joachim Buckting und hat einen 16-jährigen Sohn der die Gesamtschule in Gescher besucht. Nach dem Abitur auf dem St. Pius-Gymnasium in Coesfeld studierte sie Jura in Münster. (2. Staatsexamen). Seit 1993 ist sie Rechtsanwältin mit Kanzleien in Borken und Gescher.

Das Nahversorgungsproblem will Kandidatin Anne Kortüm wenn nötig mit ungewöhnlichen Mitteln lösen. Dafür hat sie Ideen. Hochmoor muss mehr als bisher gefördert werden. Kortüm ist sich durchaus bewußt, dass der Ortsteil Hochmoor möglicherweise im Wahlkampf das Zünglein an der Waage sein könnte.

„Als Verwaltungschefin bin ich in der Position, die Dinge zu gestalten und nicht erst warten zu müssen bis das Kind in den Brunnen gefallen ist“, antwortet sie auf die Frage nach ihrer Motivation Ganz vorn auf ihrer Prioritätenliste stehen die Realisierung des neuen Rettungszentrums, die Sanierung der Von-Galen-Schule und die Verbesserung der Nahversorgung in Gescher und Hochmoor. Sie ist Mitglied im Naturschutzverein. Klimaschutz und Naturschutz liegen ihr am Herzen. Hier sieht sie in der Glockenstadt Handlungsbedarf.

Franz-Josef Kunst

meint: Die Karten im Bürgermeisterwahlkampf in Gescher wurden heute neu gemischt. Mit der Kandidatur von Anne Kortüm ist der Ausgang wieder offen. Frau Kortüm überzeugt durch Ihre starke Persönlichkeit und sie bringt etwas in`s Rennen, was die CDU-Vordenker um Kerkhoff und Bartusch in`s Grübeln bringen wird: Sie ist parteilos. Das spielt ihr  in die Karten, denn ihre Mitbewerberin Karin Ostendorff hat erst kürzlich in der Gescherer Zeitung verkündet, sie strebe zusammen mit der CDU deren absolute Mehrheit an. Wer will das eigentlich? Ganz gewiss ein strategischer Fehler, denn eine parteilose Kandidatin hätte auch der CDU gut zu Gesicht gestanden. Dafür scheint in Geschers CDU die Zeit wohl noch nicht gekommen zu sein. Der Bürgermeisterwahlkampf wird mit der Alternative Kortüm wieder spannend und offen. Das ist gut für Gescher und seine Bürger.

Hier direkt zur Homepage von Anne Kortüm

 

6 Kommentare zu Anne Kortüm: „Ich will Bürgermeisterin werden.“

  1. Cilli.Lehninger // 17. Mai 2020 um 15:42 //

    Es werden immer Versprechen gemacht vor der Wahl und wenn man sie nicht einhalten kann wird man woanders Politiker.Ich wünsche Anne Kortüm alles Gute für den Wahlkampf

  2. Reinhold Röhling // 15. Mai 2020 um 11:59 //

    @verärgerter Bürger / Anonym über vermeintliche politische Neigungen Dritter Aussagen zu machen, halte ich gerade in der heutigen Zeit für unangemessen und grenzwertig … wer nicht bereit ist seinen Namen zu nennen, darf auch nicht über andere urteilen.

    Wichtig ist doch, daß das Problem Nahversorgung in Hochmoor auf Basis von Lösungsszenarien diskutiert wird. Niemand erwartet Wunder. Ankündigungen, daß man sich nach der Wahl – wenn man denn gewählt wird – drum kümmert, hatten wir auch schon bei der letzten Wahl. Aktuell ist nur die SPD konkret geworden und favorisiert eine genossenschaftliche Lösung. Die FDP kündigt an, die UWG jetzt (indirekt) auch und der Bürgermeister hat’s immerhin mal bei K&K probiert … ansonsten können wir ja wegen Corona eh nichts machen, oder ?

  3. verärgerter Bürger // 14. Mai 2020 um 10:25 //

    @ Frau Kaul
    Nur weil Ihr Mann brennender Verfechter und Anhänger von Herrn Kerkhoff ist, sollten Sie Frau Kortüm nicht das Wasser abgraben wollen.
    Schlechter, wie es seit einigen Jahren ist, kann es nicht werden, auch in Hochmoor nicht.
    Ja, vor den Wahlen hat man „bislang“, so auch Herr Kerkhoff, viel versprochen. Eben NUR versprochen.
    Da Sie das ja alles kennen, sollten Sie anfangen, an das Gute zu glauben. Sie sollten „nach der Wahl“ ein Auge drauf werfen, nicht schon vorher, womit auch immer, werfen.

  4. karin kaul // 13. Mai 2020 um 21:24 //

    diese dame möchte das nahversorgungsproblem in hochmoor lösen und wahrscheinlich wird damit hochmoor das zünglein an der waage …. bitte keine wahlkampfversprechungen!! vor der wahl wird viel gesagt und das wars … entweder man brennt für eine aufgabe oder nicht ….

  5. Herbert B. // 13. Mai 2020 um 21:15 //

    Stimme Brigitte zu. Nach der Schmach von 97 wird Frau Kortüm brennen zu beweisen, welch kompetente damals Stadtdirektorin sie gewesen wäre. Soll sie. Meine Stimme hat sie.

  6. Brigitte // 13. Mai 2020 um 20:41 //

    Unglaublich aus heutiger Sicht! Allein schon wegen des Vorganges 1997/1998 – Veto Pingel, Frau Kortüm ist zu jung – hat Frau Kortüm meine Unterstützung. Ich freue mich, Sie kennenzulernen (ich denke, es wird Wahl-Veranstaltungen geben, wenn auch in angemessener Form).

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