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„Gleichgeschlechtliche Paare sind ein Segen für unsere Kirche“

Pfarrer Hendrik Wenning: Biete Lesben und Schwulen meine Begleitung an

Gescher (fjk). Mit einem viel beachteten Leserbrief des Pfarreirates der katholischen Kirchengemeinde St. Pankratius/St. Marien in der Gescherer Zeitung von gestern, bezieht das Gremium Position gegen das vom Vatikan ausgesprochene Segnungsverbot für Lesben und Schwule. „Gleichgeschlechtliche Paare sind ein Segen für unsere Kirche,“ davon ist der Pfarreirat überzeugt.

Man möchte ein Zeichen für Toleranz und Offenheit setzen. Deshalb weht seit gestern am Haus der Begegnung in der Marienstraße eine Fahne in Farben des Regenbogens.

An die Seite des Pfarreirats stellt sich auch Pfarrer Hendrik Wenning. Auf die Frage, wie er mit dem Segnungsverbot umgeht, äußert sich der Pfarrer überraschend deutlich: „Das römische Segnungsverbot sehe ich nicht als hypothetische oder politische Frage, sondern es geht um konkrete Menschen mit Anliegen, Sorgen, Fragen und vielleicht auch Wünschen.

„Als Priester und Seelsorger biete ich in jedem und jeder in den unterschiedlichen Lebenssituationen meine Begleitung an. Das gilt selbstverständlich auch für gleichgeschlechtliche Paare, ebenso wie für Wiederverheirate und Geschiedene. Wer zu mir kommt, für den werde ich da sein – darauf können sich diese Menschen verlassen!“

Quelle: „Leserbrief GZ vom 13.4.2021

5 Kommentare zu „Gleichgeschlechtliche Paare sind ein Segen für unsere Kirche“

  1. Dietmar Thiery // 14. April 2021 um 20:01 //

    Die Katholische Kirche ist auf dem Scheideweg wie es mit ihr weitergeht. Die lückenhafte Aufklärung im Missbrauch ist nur ein Beispiel wie man sich selbst zerstört. Daher sollte man erstmal kleine Brötchen backen und im eigenen Haus fegen. Die Welt ändert sich nun mal und daher sollte man sich den Änderungen anpassen sonst bleibt die Kirche auf Dauer leer.

  2. Katholischer Rolf // 14. April 2021 um 14:06 //

    Vom Pfarreirat hätte ich mir mehr Vorbild Funktion gewünscht.
    Dieses Gremium sollte sich lieber damit beschäftigen wie
    man wieder mehr Gläubige in die Kirche bekommt und mit einem
    guten Beispiel vorangehen.
    Leider vermisse ich von der Seite aktive Teilnahme am Gottesdienst.
    Ebenso vermisse ich den Kirchenvorstand und die Mitglieder vom Kirchenchor bei den Gottesdienst als Teilnehmer. Nicht in funktionion als Kirchenvorstand und Kirchenchor wo man sich zeigen und präsentiert, sondern als einfaches Gemeindemitglied im Gottesdienst.

    Sowie vom Pfarrer und dem Pfarrgemeinderat aktives einsetzen und Glauben und religiöse katholische Bildung in der Schule wie in der Kommionvorbereitung und der Firmvorbereitung. Erstkommunionvorbereitung nicht wie heute in einer Woche, sondern wie vor einigen Jahren noch geschehen, mindestens ein Jahr außerhalb der Ferienzeit und außerhalb der Schule.

    Keine Glaubensbildung – logische Folge – Keine Gottesdienstbesucher.

  3. Bernd Mecking // 14. April 2021 um 13:16 //

    Danke Hein, schließe mich ihrer Meinung an. Unser Pastor eiert wieder einmal herum. Er würde gern den Eindruck erwecken, in Wirklichkeit hält er sich aber straff an die Anweisung aus Rom. Er könnte sich ja hier äußern. Der Dechant von Lamberti in Coesfeld hat sich da schon anders in den Wind gestellt.
    https://www.azonline.de/Lokales/Coesfeld/4391440-Vatikanische-Glaubenskongregation-spricht-sich-gegen-Segnung-homosexueller-Paaren-aus-Koennen-das-Verbot-nicht-akzeptieren

  4. Paohlbürger // 14. April 2021 um 12:20 //

    Es gibt wichtigere Aufgaben als sich mit der Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren zu beschäftigen.
    Vom Pfarreirat hätte ich mir mehr Zurückhaltung gewünscht.
    Dieses Gremium sollte sich lieber damit beschäftigen wie
    man wieder mehr Gläubige in die Kirche bekommt und mit einem
    guten Beispiel vorangehen.
    Leider vermisse ich von der Seite aktive Teilnahme an
    Gottesdienste.

  5. Meiner Meinung nach hat sich der Pfarrer NICHT deutlich geäußert. Es geht um ein Segnungsverbot, er spricht aber nur davon, daß er seine „Begleitung“ anbietet. Andere Pfarrer, wie z.B. in St. Lamberti in Coesfeld, haben sich hier konkreter geäussert.

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