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Investor plant 42-Wohnungen-Komplex im Baugebiet Landsbergstraße

Die Bereitstellung von erforderlichen Parkplätzen könnte zu einem Problem werden

Gescher (fjk). Die ersten Bautätigkeiten haben im Baugebiet Landsbergstraße in Hochmoor begonnen. Doch nicht nur „Einfamilienhäuschen“ werden hier entstehen, auch ein größeres Projekt ist geplant, wie jetzt aus dem Rathaus „durchsickerte“: Ein 42-Wohnungen-Komplex, insgesamt 7 Blöcke, soll auf der sogen. Schafswiese Ecke Landsbergstraße/Von-Galen-Straße entstehen.

Der Investor aus Hochmoor hat bereits mehrere Wohnanlagen in Hochmoor und Gescher erstellt. Die ersten Entwürfe seien durchaus ansehnlich und keine „schäbigen Klötze“, heißt es aus dem Umfeld des Investors der Eigentümer des Grundstücks ist.

Die Möglichkeit, in eine der Wohneinheiten einen Dorfladen einzurichten, wird aktuell untersucht. Hinzu kommt, das der Wohnungsmarkt dringend bezahlbaren Wohnraum braucht. Insofern wird das „Großprojekt“ im Rathaus mit positiven Ansatz geprüft.

Zu einem Problem könnte allerdings die Parkplatzsituation werden. Die planungsrechtlich erforderlichen Parkplätze seien auf dem Grundstück nicht zu realisieren. Die notwendigen Garagenplätze will der Investor im Gewerbegebiet vorhalten. Nachbarn melden Zweifel an, ob die Bewohner der Anlage bereit sind, 10 Minuten bis zu ihrem Auto zu gehen. In der Folge befürchten sie, dass bis zur Kirche und in die Nachbarschaft hinein Autos der Wohnanlage geparkt werden.

Die politischen Gremien als Entscheidungsträger sind bisher mit der Thematik nicht beschäftigt.

Update: Die FDP-Fraktion hat Bürgermeisterin Anne Kortüm gebeten, das Thema „Wohnkomplex Landsbergstraße“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Bezirksausschusses Hochmoor am 15. Juni zu setzen.

3 Kommentare zu Investor plant 42-Wohnungen-Komplex im Baugebiet Landsbergstraße

  1. Ned Flanders // 6. Mai 2021 um 14:33 //

    Nach Rücksprache mit der Stadt gerade eben, sollte der Verfasser dieses Berichts eine kleine Anpassung vornehmen.
    „Die planungsrechtlich erforderlichen Parkplätze sind auf dem Grundstück nicht zu realisieren“ –> das entspricht lt. Auskunft nicht der Wahrheit. Es sollen sogar mehr Parkplätze (die Rede war von 50, obwohl 42 ausreichen würden) zur Verfügung stehen, als notwendig sind. Die Garagen kommen on top.

    Die Frage ist jedoch trotzdem, ob die sowieso schon angespannte Parkplatz-Situation auf der Landsbergstraße weitere Autos verträgt (Besucher, Familienangehörige, etc.)

  2. ster65 // 6. Mai 2021 um 09:20 //

    Nachbarn melden Zweifel an, ob die Bewohner der Anlage bereit sind, 10 Minuten bis zu ihrem Auto zu gehen.

    Dem kann ich nur zustimmen!

  3. Gaby und Heiner Sprung // 5. Mai 2021 um 22:46 //

    Als ehemalige Gescheraner und seit letztem Jahr Neubürger in Unterhaching (Landkreis München) können wir zu diesem Thema berichten, dass die hiesigen Bauvorschriften folgendermaßen umgesetzt werden:
    Ab einer Wohnungsgröße von 80 qm muss der Wohnungseigentümer ZWEI PKW-Stellplätze nachweisen. Dieses wird hier beinahe immer durch eine Tiefgarage realisiert. Fast jedes Mehrfamilienhaus, egal ob ein 6-Parteienhaus oder eine große Wohnsiedlung, bestehend aus 570 Wohneinheiten, hat eine Tiefgarage. Bei den größeren Wohnanlagen befindet sich die Tiefgarage nicht nur unter den Häusern, sondern unter der kompletten Anlage, also auch unter Grünflächen, Spielplätzen, etc. Da wir zur Zeit auch eine solche Wohnung gemietet haben, können wir die Bequemlichkeit einer Tiefgarage nur unterstreichen. Zudem muss der Eigentümer der entsprechenden Wohnung diese zwei Tiefgaragenstellplätze zum Preis von ca. 15.000 bis 30.000 € kaufen(je nach Wohnlage). Das bedeutet, dass die zusätzlichen Kosten dafür an die Anwohner weitergegeben werden.
    Wäre das nicht auch eine praktikable Lösung für Hochmoor? Denn wer läuft schon im strömenden Regen 10 min bis zu seinem Auto?!

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